17.07.2019 - 15:49 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

"Rundflug" auf vier Rädern

Die Flugzeuge blieben für den 4. ADAC-Flugplatzslalom auf dem Rosenthal-Airfield in Speichersdorf auf dem Boden. Nach einjähriger Pause hatten der AC Kirchenthumbach und der AC Friedenfels diesen Motorsportwettbewerb wieder ausgerichtet.

Dröhnende Motoren und quietschende Reifen bestimmen beim 4. ADAC Flugplatzslalom das Bild auf der Start- und Landebahn der Fliegerschule Strößenreuther.
von Redaktion ONETZProfil

Mit einem Vorsprung von weniger als zwei Sekunden ging der Gesamtsieg diesmal am Florian Fachtan vom AC Waldershof. Mit einem BMW E30 holte sich der 22-Jährige zudem den Sieg in der Gruppe F sowie auch in der Klasse 10 (bis 2000 ccm). Vereinskollege Hans Fachtan folgte ihm bei Letzterem auf Rang zwei sowie in der Gesamtwertung auf Platz drei.

Mit rund 100 Starten aus dem nordbayerischen Raum fand der Wettbewerb erneut eine positive Resonanz. Hauptverantwortlich war AC-Vorsitzender Theo Tschirschnitz (Kirchenthumbach) als Slalomleiter sowie Stephan Schmalzreich vom AC Friedenfels als dessen Stellvertreter. Mit einem rund 30-köpfigen Helferstab aus den beiden Clubs war der Slalomwettbewerb wieder bestens organisiert. So hatte die BRK-Bereitschaft Neustadt am Kulm keinen Rettungseinsatz zu verzeichnen.

Nachdem Sportkommissar Rudolf Schöpf vom AMSC Bindlach "grünes Licht" für den Slalomparcours gegeben hatte und Technischer Kommissar Wolfgang Grünert (AC Hof) an den Fahrzeugen nichts zu bemängeln hatte, dröhnten die Motoren und es quietschten die Reifen. Es galt, die etwa 950 Meter lange Strecke mit Pylonengassen, Toren und einer 180-Grad-Wende in zwei Wertungsläufen möglichst schnell und fehlerlos zu bewältigen. Jeder Pylonenfehler wurde mit drei Sekunden "bestraft".

Gewertet wurde der 4. ADAC-Flugplatzslalom für den Nordbayerischen ADAC-Slalompokal, Regional-Pokal Oberfranken, Nordostbayern-Pokal sowie für das Sportabzeichen von mehreren Motomobil- und Motorsportverbänden. Der Slalomwettbewerb ist in verschiedene Wertungsgruppen und zudem in mehrere Klassen, entsprechend des Hubraums, untergliedert. So sind in der Gruppe G geringfügige Änderungen an den Boliden erlaubt, jedoch muss die Hutablage vorhanden sein. In der Gruppe F gehen verbesserte Fahrzeuge am Start, allerdings ohne den Lufteinlass zu verändern. Anders in der Gruppe H, in der Tuning zulässig ist, die Autos jedoch nicht für den Straßenverkehr zugelassen sind. Schließlich wird auch in der Gruppe FS gestartet, also Liebhaberfahrzeuge und weitestgehend Oldtimer, auch "Freestyling" genannt.

Zudem gibt es die Wertung "Gleichmäßigkeit" (GLM). Hier gilt es, im zweiten Wertungslauf möglichst mit der gleichen Zeit wie im ersten im Ziel anzukommen. Dies gelang exakt auf die Tausendstel Sekunde Benedikt Miskolci vom MSC Nordhalben (Opel Calibra). Damit verwies er Martina Mark vom MSC Wiesau (Opel Kadett) auf den zweiten Platz. Ihre Zeitdifferenz betrug gerademal vier Tausendstel Sekunden.

Erfolge feierten auch Andreas Krämer (MSC Marktredwitz, BMW M3) als Erster in der Klasse 1 sowie in der Klasse 9 (bis 1600 ccm) Uwe Rindt (AC Kirchenthumbach, Citroen C2-VTS) als Sieger und Sven Seidel (MSC Wiesau, Citroen Saxo VTS) als Dritter. In Klasse 11 (über 2000 ccm) lag Josef Wolfrum (MSC Tirschenreuth, VW Polo) vorne, in der Klasse 14 und 15 (bis und über 2000 ccm) schaffte es Tobias Merkl (AC Friedenfels, BMW E30) auf Position drei. In der Mannschaftswertung wurde der AC Kirchenthumbach Zweiter hinter dem AC Stein.

Hintergrund:

Übersicht über die Erstplatzierten

Gesamtwertung: 1. Florian Fachtan, AC Waldershof (BMW E30), 2. Philipp Varlemann, MSC Pegnitz (BMW 323i), 3. Hans Fachtan, AC Waldershof (BMW E30). Gruppe G, Klasse 1: 1. Andreas Krämer, MSC Marktredwitz (BMW M3), 2. Detlef Rink, ohne Club, (Ford Focus), 3. Jochen Weiss, 1. Bamberger AC (Opel Speedster). Klasse 2: 1. Ramona Schrüfer, 1. Bamberger AC, 2. Roland Seibold, AC Stein, 3. Günter Schwarz, MSC Pegnitz (alle BMW 323ti).

Klasse 3: 1. Philipp Varlemann, (BMW 323i), 2. Benedikt Siegel, beide MSC Pegnitz (Suzuki Swift), 3. Marco Clos, ohne Club, (BMW 318i). Klasse 5: 1. Bernd Schuberth, ohne Club, (Suzuki Swift), 2. Marcel Berthold, AC Regensburg (Opel Cora), 3. Harry Weidner, AC Stein (Opel Manta). Klasse 7: 1. Hans-Anton König, SFG Sophienthal (Polo Coupe), 2. Marco Dorsch, 3. Andreas Dorsch, beide OC Naila (jeweils VW Polo 86c).

Gruppe F/N, Klasse 8 (bis 1400 ccm): 1. Sebastian Schumann, AC Stein (VW Polo), 2. Dominik Buß, AMSC Bindlach (VW Polo 86c), 3. Martin Seibold, AC Bamberg (VW Polo). Klasse 9 (Bis 1600 ccm): 1. Uwe Rindt, AC Kirchenthumbach (Citroen C2-VTS), 2. Thomas Gürtler, MSC Scheßlitz (Opel Corsa A GSI), 3. Sven Seidel, MSC Wiesau (Citroen Saxo VTS). Klasse 10 (bis 2000 ccm): 1. Florian Fachtan, 2. Hans Fachtan, beide AC Waldershof (jeweils BMW E30), 3. Daniel Zeitler, MSC Sparneck (BMW 318i).

Klasse 11 (über 2000 ccm): 1. Josef Wolfrum, MSC Tirschenreuth (VW Polo). Gruppe H, Klasse 12 (bis 1300 ccm): 1. Sebastian Schmuck, 1. AC Bamberg (VW Polo), 2. Karl-Heinz Thiel, AC Nittenau (NSU TT), 3. Stefan Bätz, MSC Coburg (Opel Kadett C City). Klasse 13 (bis 1600 ccm): 1. Uwe Deckekmann, MSC Nordhalben (VW Polo 6N), 2. Mario Rückner, AC Hof (VW Polo), 3. Joachim Gerber, ASC Burgkunstadt-Altenkunstadt, (VW Lupo).

Klasse 14 und 15 (bis und über 2000 ccm): 1. Franz Appl, ohne Club, (Porsche Caymann S), 2. Tobias Merkl, AC Friedenfels (BMW E30), 3. Siegfried Blüchel, ASC Burgkunstadt-Altenkunstadt, (VW Golf). Gruppe FS, Klasse 17 (über 2000 ccm): 1. Robert Hochmuth, AC Nittenau (Opel Kadett C Coupe), 2. Michael Bayer, AC Bayreuth (Opel Kadett C).

Damenwertung: 1. Sabrina Schwarz, MSC Pegnitz (Audi TTS), 2. Ramona Schrüfer, 1. AC Bamberg (BMW 323ti), 3. Stefanie Eberhardt, MSC Kassendorf (VW Polo). Gleichmäßigkeit: 1. Benedikt Miskolci, MSC Nordhalben (Opel Calibra), 2. Martina Mark, MSC Wiesau (Opel Kadett), 3. Günter Hartmann, ohne Club (Fiat 126p). Mannschaftswertung: 1. AC Stein, 2. AC Kirchenthumbach. Die kompletten Ergebnislisten, sowohl in der Gruppen- als auch in der jeweiligen Klassenwertung, gibt es online unter www.pfaffis-auswertung.de.

Florian Fachtan (Bildmitte) vom AC Waldershof stand als Gesamt-, Gruppen- und Klassensieger gleich dreimal ganz oben auf dem Siegerpodest. Er wurde von Uwe Rindt (rechts), als Sieger der Klasse F9 sowie dem fünftplatzierten in der Klasse F8, Robert Beck (beide AC Kirchenthumbach) in die Mitte genommen. Vorne: Slalomleiter, Theo Tschirschnitz (rechts) und sein Stellvertreter Stephan Schmalzreich (links).
Eine Pylonengasse bildet die Zieldurchfahrt.
Ups! Für diesen Pylonenfehler gibt es drei Strafsekunden extra, und der Traum von einer guten Platzierung ist dahin.
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