27.07.2020 - 13:10 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Speichersdorf finanziell leistungsfähig

Mit einem starken Resultat hat die Gemeinde Speichersdorf das Rechnungsjahr 2018 abgeschlossen. Das viertbeste Jahresergebnis nach den Rekordzahlen der drei Vorgängerjahre bringt eine erneut gestiegene Zuführung. Auch 2019 sieht's gut aus.

An der Gemeindeverbindungsstraße nach Roslas, wo jetzt noch Bauaushub lagert, sollen künftig die Bürger ihre Grünabfälle in Boxen entsorgen können.
von Arnold KochProfil

Dem Gemeinderat lag die Jahresrechnung der Gemeindekasse für das Jahr 2018 zur endgültigen Feststellung vor. Bürgermeister Christian Porsch nannte 10 510 269 Euro im Verwaltungs-, 5 246 267 Euro im Vermögenshaushalt und ein Gesamtrechnungsergebnis von 15 756 535 Euro. 2 249 215 Euro konnten dem Vermögenshaushalt und 808 126 Euro der allgemeinen Rücklage bei einer Entnahme von 10 374 Euro zugeführt werden. Neue Haushaltsreste wurden in Höhe von 1 223 750 Euro in den Einnahmen und von 1 162 100 Euro in den Ausgaben gebildet, die in den Folgejahren zur Verfügung stehen. Der Gemeinderat erteilte die einstimmige Entlastung.

Fast 140 000 Euro Einnahmereste

Zudem lag dem Gremium der Rechenschaftsbericht der Gemeindeverwaltung zur Jahresrechnung 2019 zur Kenntnisnahme vor. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 11 282 068 Euro, der Vermögens- haushalt mit 4 688 195 Euro. Zum Jahresabschluss waren Kasseneinnahmereste in Höhe von 95 786 im Verwaltungs- und 43 933 Euro im Vermögenshaushalt vorhanden. Die Jahresrechnung sieht Haushaltseinnahmereste in Höhe von 1 381 000 und Ausgabereste von 1 619 000 Euro vor. Der Verwaltungshaushalt erhöhte sich um 3,21, der Vermögenshaushalt verminderte sich um 14,52 Prozent gegenüber den Haushaltsansätzen.

Die Gewerbesteuer sank leicht um rund 70 000 auf 757 633 Euro. Ein deutliches Plus verbuchte die Gemeindekasse bei der Einkommensteuer (3 149 791 Euro, plus 4,9 Prozent) und Schlüsselzuweisung (2 441 124 Euro, plus 8,7 Prozent). Auf der Ausgabenseite sank im Wesentlichen die Kreisumlage (1 774 507 Euro, minus 8,8 Prozent) und Tilgungsleistungen (782 304 Euro, minus 9 Prozent). Durch die geringeren Gewerbesteuereinnahmen sank auch die -umlage von 198 358 auf 126 204 Euro deutlich.

Hingegen musste man für Personalausgaben (1 797 632 Euro) rund 37 000 Euro an Mehrkosten aufbringen. Die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt ging von 2 249 215 rauf auf 2 999 554 Euro. Damit schnellte der Anteil der Zuführung auf eine Rekordzahl von 26,59 Prozent nach oben. Im Bereich der Abwasserbeseitigung ergab sich für 2019 eine Überdeckung von 98 247 Euro und bei der Wasserversorgung ein Jahresgewinn von 39 512 Euro. Die Friedhofsverwaltung schloss mit einer Unterdeckung von 8665 Euro.

Rücklage legt kräftig zu

Äußerst positiv entwickelte sich die freie Finanzspanne im Vorjahr. Verzeichnete die Kommune in 2018 noch 1 551 891 Euro, so konnte 2019 ein Spitzenwert von 2 343 750 Euro erreicht werden. Investitionsschwerpunkte in 2019 waren die Erweiterung des Kindergartens Sankt Franziskus (489 915 Euro), Fahrzeug- und Maschinenbeschaffungen im Bauhof (252 275 Euro), Deckensanierungen im Straßenbau (248 286 Euro) und Wasserleitungserneuerungen (260 841 Euro).

Die Schulden zum 31. Dezember 2019 betrugen 6 944 791 Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von rund 1193 Euro entspricht. An Zinsen mussten 162 877 Euro aufgebracht werden. Die allgemeine Rücklage betrug zum Jahresschluss 1 513 561 Euro. Die Kasse musste weder kurzfristige Kassenkredite zur Bestandsverstärkung noch langfristige Haushaltskredite für Investitionsmaßnahmen aufnehmen. Der Gemeinderat nahm vom Rechenschaftsbericht zur Jahresrechnung 2019 Kenntnis und beauftragte den Rechnungsprüfungsausschuss mit der örtlichen Prüfung.

Viel Geld wird die Gemeinde für die Abwasserentsorgung benötigen.

Kemnath

Bürgermeister Christian Porsch gab bekannt, dass die Gemeinde einen Multifunktionsanhänger für Gerätetransporte der Feuerwehr vom Staat geschenkt bekommt.

Hintergrund:

Neuer Standort und neue Zeiten fürs Grüngut

Bürgermeister Christian Porsch kündigte in der Gemeinderatssitzung an, die Grüngutanlieferung und -lagerung durch einen neuen Standort zu erleichtern. Die bisherigen Container sollen durch eine Schüttboxlösung an einem neuen Standort ersetzt werden. Als neuer Anlieferungsort ist die gemeindeeigene Fläche nahe der kommunalen Lagerstätte für Baumaterialien am Feuerwehrgerätehaus an der Gemeindeverbindungsstraße nach Roslas vorgesehen. Dort lagert momentan noch Bauaushub. Entzerrt werden sollen auch die Anlieferungstage und -zeiten. Geplant ist neben samstags auch, einen Wochentag für die Anlieferung zu öffnen.

Neue Lagerstätte für Grünabfall.
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