Speichersdorf
22.12.2022 - 16:06 Uhr

In Speichersdorf flackert Tradition des Winterwendfeuers wieder auf

Bei Herbert Brilla (Fünfter von links) hat ein Winterwendefeuer in der längsten Nacht des Jahres lange Tradition Bild: ak
Bei Herbert Brilla (Fünfter von links) hat ein Winterwendefeuer in der längsten Nacht des Jahres lange Tradition

Nur sehr wenige praktizieren die alte Tradition, ein Winterwendfeuer zu entfachen und mit Freunden und guten Bekannten die längste Nacht und den kürzesten Tag zu feiern. Einer davon ist Herbert Brilla mit Ehefrau Karin. Am Mittwoch erreichte die Sonne ihren tiefsten Stand auf der nördlichen Erdhalbkugel und sorgte für die längste Nacht des Jahres und einen Grund zu feiern.

Nach drei Jahren Corona-Pause sei es dafür wieder Zeit geworden. "Jeder kann's im Sommer, ich mag's besonders bei Kälte und Schnee", erklärte der Wahl-Speichersdorfer. Zwar wurde es wie wieder nichts mit den weißen und kalten Boten des Winters, das hinderte aber den gebürtigen Kulmainer nicht, sein Feuer und Fest auch bei Schmuddelwetter zu zelebrieren.

Selbst geschlagenes Holz stapelte Herbert Brilla für das Winterwendfeuer auf der eigens dafür zusammengeschweißten Feuerschale pyramidenförmig auf. Diese hatte er in seiner Garageneinfahrt platziert. Damit Nachbarn keinen Fehlalarm der Feuerwehr auslösen würden, war ein Anruf bei der Gemeinde obligatorisch. Nach Eintritt der Dunkelheit überließ er einem weiblichen Gast die Ehre, per Fackel das Winterwendfeuer zu entzünden. Im Nu loderten bis zu drei Meter hohe Flammen entlang in den Wolken verhangenen, aber trockenen Abendhimmel. Sie beleuchteten das Ende der Graserstraße und lockten manch Neugierigen ob des Feuerscheins.

In der Garage hatte der Hausbesitzer eine beheizte Partyzone eingerichtet, in der es sich die Gäste gemütlich machten. Russisches Schaschlik von Grill mit selbstgemachtem Kartoffelsalat, eigens hergestellten Glühwein und den einen oder anderen Kurzen kredenzten die Gastgeber.

 
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