20.02.2020 - 14:59 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

"Stillstand geht nicht"

CSU-Bürgermeisterkandidat Franc Dierl und sein Ortsverband wollen Partner sein für Bürger, Familien, Gewerbe, Landwirtschaft und Vereine. Mit einer starken Fraktion soll vieles beschleunigt werden.

In einem vollen Gemeinschaftshaus erläuterte Bürgermeisterkandidat Franc Dierl (stehend), wo er in der Gemeinde Handlungsbedarf sieht.
von Arnold KochProfil

CSU-Bürgermeisterkandidat Franc Dierl und sein Ortsverband wollen Partner sein für Bürger, Familien, Gewerbe, Landwirtschaft und Vereine. Mit einer starken Fraktion soll vieles beschleunigt werden

Kein Sitzplatz war am Mittwoch bei der Wahl-Infoveranstaltung im Windischenlaibacher Gemeinschaftshaus mehr frei, als stellvertretender Ortsvorsitzender Andreas Herath die Zuhörer willkommen hieß. Er betonte, dass es nach 24 Jahren wieder die Chance gebe, das Bürgermeisteramt mit einem CSU-Kandidaten zu besetzen und mit einer starken Fraktion im Gemeinderat die Kommune in den nächsten sechs Jahren mitzugestalten.

"Ich bin Kommunalpolitiker aus Leidenschaft ohne klare Grenze zwischen Ehrenamt und Hobby", erklärte Dierl. Er beschrieb sich als gut vernetzt, christsozial und hoch motiviert. Verbindungen zu Bund und Land möchte er als Basis für seine Arbeit im Bürgermeisteramt zum Wohl der Gemeinde nutzen.

In seinem Rückblick wies Dierl auf die von der CSU gesetzten Akzente hin. Dabei nannte er die Forderung in 2017 nach einer Innenentwicklung zwischen Schule, Sportarena bis zum Bahnhof. Statt der Sanierung der alten Festhalle sollte ein Neubau für rund 300 Gäste als eine Art Foyer an die Sportarena angegliedert werden. Der dafür angekündigte runde Tisch habe bisher nicht stattgefunden. Nicht erfüllt habe sich zudem die Forderung, ein neues Baugebiet auszuweisen. 2019 seien auch mit Blühstreifen Denkanstöße zum Klimawandel gegeben worden.

Klärungsbedarf bei Kläranlage

Weiterhin sehe die CSU Klärungsbedarf bei der Sanierung der Kläranlage. Die Kostenexplosion von 4,1 in 2012 auf heute 7,6 Millionen Euro sei nach wie vor nicht nachvollzieh- und von den Bürgern nicht tragbar. "Ich will als Architekt bauliche Maßnahmen mit gestalten und finanziell gut verwalten, die Befindlichkeiten der Menschen erkennen und darauf reagieren. Stillstand geht nicht."

Nutzungskonzept für Jugendtreff

"Wir wollen unsere Gemeinde gestalten", sei die Überschrift des Programms für Jung und Alt. Ziele seien Sicherheit für Kinder, Behinderte und Senioren mittels Bushäuschen, Beleuchtung, sichere Schul- und Überwege sowie Barrierefreiheit. Alle Spielplätze in der Gemeinde müssten gut ausgestattet und attraktiv sein. Die Schule müsse saniert und das multimediale Klassenzimmer samt erweiterter Mittagsbetreuung eingeführt werden. Die Jugendarbeit solle mit einem neuen Nutzungskonzept für den Jugendtreff unter Einbindung der Jugend neu belebt und die Vereinsarbeit gefördert werden. Ideen seien genügend vorgetragen, aber kaum etwas umgesetzt worden.

Laut Dierl braucht es unter Ausschöpfung von Fördermöglichkeiten neue Bauplätze und Mietwohnungen sowie Flächen für Gewerbeansiedelungen. Die Kommune müsse für Familien auch mit Naturschutzmaßnahmen und zentralem Mehrgenerationenspielplatz attraktiver gestaltet werden. Für Senioren sollen weitere Pflege- und Betreuungsmöglichkeiten sowie ein zweites Wohnheim initiiert werden. Es gelte, Barrierefreiheit und Sicherheit im öffentlichen Raum zu schaffen, einen Helfer vor Ort einzurichten und die Seniorenarbeit intensiv zu begleiten. Mit Verweis auf die fünfjährige Bearbeitungszeit für die vor kurzem installierten Begrüßungstafeln war er für schnellere Entscheidungsprozesse.

Zwar liege der barrierefreie Umbau der Bahnsteige in der Hand der Bahn AG, doch sollte sich die Gemeinde Gedanken über die künftige Nutzung des ortsbildprägenden Bahnhofgebäudes machen. Dierl forderte ebenso mehr Grün in bebauten Bereichen, mehr Akzeptanz der Landwirtschaft und kommunale Naturschutzmaßnahmen.

Bei der Vorstellung der Kandidaten war Wolfgang Hübner dafür, die Zukunft und Aufgabe der gemeindeeigenen Bioenergiegesellschaft mbH neu zu definieren sowie Einsparungsmöglichkeiten und Kostenbeteiligung am Naturerlebnisbad sowie die Kläranlagenplanung und -kosten zu prüfen. Bernhard Stahl stellte den Wahlmodus vor.

In der Diskussion waren Ärzteversorgung, Innerortsflächen-, Gebäudeleerstands- und regeneratives Energiemanagement Themen. Einig waren sich viele Teilnehmer, dass die Flächen für Freiflächenphotovoltaikanlagen aus Gründen des Landschaftsbildes und vorhandener Kapazität ausgereizt sind.

In einem vollen Gemeinschaftshaus erläuterte Bürgermeisterkandidat Franc Dierl (stehend), wo er in der Gemeinde Handlungsbedarf sieht.
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