08.12.2020 - 11:16 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Strom sparen beim Wasserverbrauch

Qualitativ gutes und günstiges Trinkwasser zu liefern, ist das erreichte aber auch künftige Ziel der kommunalen Wasserversorgung in Speichersdorf. Bürgermeister Christian Porsch erläuterte die Zahlen des vergangenen Jahres.

Aus der Tiefbrunnenanlage Haidenaab wurden vergangenes Jahr 415.092 Kubikmeter Wasser gefördert.
von Arnold KochProfil

Die Gemeindeverwaltung informierte den Gemeinderat im Jahresbericht über Eckdaten zum Leistungsumfang der kommunalen Wasserversorgung. Bürgermeister Christian Porsch berichtete, dass im Abrechnungsjahr 2019 mit 389.154 Kubikmetern Trinkwasser rund 2800 Kubikmeter weniger an die Endverbraucher geliefert wurden als im Vorjahr. Der Hauptverbrauch wurde mit 166.448 Kubikmetern Frischwasser in den Hauptorten Kirchenlaibach/Speichersdorf und mit 88.983 Kubikmetern an Thomas am Kulm gemessen. Für Rückspülungen wurden rund 11.500 Kubikmeter verbraucht. Rund 8500 Kubikmeter Trinkwasser setzte man für Reinigung, Gießen, Feuerwehrübungen, Leitungsspülungen und Springbrunnen ein. Der Wasserverlust betrug mit geschätztem Verbrauch rund 4,2 Prozent der Fördermenge von 415.092 aus der Tiefbrunnenanlage bei Haidenaab. „Festzustellen ist, dass der Trend zum Sparen von Trinkwasser bedingt auch durch moderne Technik anhält“, stellte Porsch fest.

Die kommunale Wasserversorgung verzeichnete 14 Rohrbrüche, davon 5 an Hauptleitungen und 9 an Hausanschlüssen. Wie auch Jahre zuvor erneuerte die Gemeinde in Teilen ihr Rohrleitungsnetz. Die Hauptleitung in der Danziger Straße, beginnend in der Manfred-Strößenreuther- bis zur Neustädter-Straße, wurde auf einer Länge von 654 Metern ausgewechselt. Dafür wurden erstmals PE-Hochdruckrohre verwendet und mit Heizwendelmuffen verschweißt. Auch die Hauptleitung in der Röntgenstraße musste nach mehreren Rohrbrüchen erneuert werden.

Alte Graugussleitung teilerneuert

Dank der günstigen Witterung im November konnte noch die alte, aus dem Jahr 1953 stammende Graugussleitung bei Lettenhof auf einer Länge von 176 Metern mit Oberflurhydrant erneuert werden. Insgesamt wechselte die Kommune vergangenes Jahr 912 Meter Hauptleitungen und 18 Hausanschlüsse aus.

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Speichersdorf

Ein Wicklungsschaden in der Pumpe des Tiefbrunnens II zwang zum Austausch gegen eine stromsparende Pumpe. Der Stromverbrauch sank je Kubikmeter um 0,03 Kilowatt; dies bedeutet eine jährliche Stromeinsparung von 12.900 Kilowatt, sodass sich die Investition bald amortisiert. Für die aus den drei Tiefbrunnen geförderten 415.092 Kubikmeter Rohwasser wurden 202.864 Kilowatt Strom verbraucht. Die Werte für das Pumpwerk Selbitz belaufen sich auf 46.722 Kubikmeter bei 14.035 Kilowatt und für das Pumpwerk Zeulenreuth für 7912 Kubikmeter bei 2001 Kilowatt.

Ablesekarte für Abnehmer

Zur Aufbereitung zu Trinkwasser wurden rund 20 Tonnen Filtermaterial eingesetzt. Der höchste Tagesverbrauch betrug 1661, der niedrigste 727 Kubikmeter Frischwasser. Porsch kündigte an, dass aufgrund der Pandemie-Vorsorge heuer alle Abnehmer eine Ablesekarte erhalten und auf das Ablesen durch die Wasserwarte verzichtet wird. Die neuen Verbrauchszahlen sind mit den Betriebs- und Investitionskosten Grundlage für die routinemäßige Neukalkulation der Verbrauchsgebühr für das Trinkwasser.

Aus der Tiefbrunnenanlage Haidenaab wurden vergangenes Jahr 415.092 Kubikmeter Wasser gefördert.
Der Hochbehälter Warthübel.

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