04.12.2019 - 17:07 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Vorfreude auf neuen Probenraum

Dort, wo die Speichersdorfer Fichtenhornbläser auftreten, hinterlassen sie einen bleibenden Eindruck. Entsprechend positiv war ihre Bilanz in der Jahreshauptversammlung.

Premiere feierten die Speichersdorfer Fichtenhornbläser jüngst im Rotmaincenter Bayreuth. In Tracht und nicht nur mit den Klängen des Gloria aus der Alphornmesse von Herbert Bitschnau zogen sie ein riesiges Publikum in ihren Bann.
von Autor HAIProfil

Zum Gedenken an den Gründungsvater Sepp Reichl erhoben sich die Mitglieder zu einer Gedenkminute. Vorsitzender Gerhard Kreutzer berichtete anschließend von 29 Proben und zwei Vorstandssitzungen. In über 50 Stunden Arbeit habe Kunstschreiner Florian Sehnke ein neues f-Horn fertiggestellt. Es müsse nur noch gestimmt werden und stehe dann für den Einsatz bereit. 15 Auftritte in ganz Nordbayern hat Kreutzer im vergangenen Jahr notiert: "Unser Bekanntheitsgrad hat überregional weiter zugenommen."

Für Neues offen sein

"Dabei bleiben, nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen und offen sein für Neues", appellierte musikalischer Leiter Heinz Schmidt. Das Ensemble sei "eine homogene Gruppe mit 20 bühnenreifen Stücken." Dies sei bemerkenswert, da es aus privaten und beruflichen Gründen immer wieder in unterschiedlicher Zusammensetzung proben und auftreten müsse. Über das Standardprogramm hinaus werde derzeit an weiteren zehn Stücken gearbeitet. Dafür seien Notenmaterial und Kopiererlaubnisse besorgt worden. Künftig würden auch andere Instrumente integriert, kündigte Schmidt an. Begonnen werde mit zwei Flügelhörnern.

Besonders erfreut zeigte sich der Dirigent über den Bekanntheitsgrad der Speichersdorfer Fichtenhornbläser. Regelmäßig sei man bei anderen Bläsergruppen zu Gast. Auch pflege man gute Kontakte zum Nordbayerischen Musikbund. Schmidt regte an, dessen Angebot zur Fortbildung bei Seminaren anzunehmen. Seine Überlegungen gingen auch in Richtung Patenverein und Kooperationen mit anderen Musikgruppen. Daran anknüpfend appellierte er, die Eigenwerbung fortzusetzen.

Als Meilenstein wertete Schmidt die bevorstehende Fertigstellung des neuen Probenraums im ehemaligen Jugendtreff. Nach der Endreinigung und akustischen Maßnahmen könne im neuen Zuhause Premiere gefeiert werden.

Das gestiegene Engagement forderte laut Kassiererin Eva-Kristin Schlosser finanziell seinen Tribut,. Die Ausgaben seien höher als die Einnahmen gewesen, bedingt durch Notenmaterial, neue Hörner und Flyer. Dennoch sei das Finanzpolster gut. Tanja Scherm und Pfarrer Sven Grillmeier bescheinigten einwandfreie Kassenführung.

Bei Prager Folkloretagen

In der Diskussion wurden für die Proben Notenständer für jeden Bläser gewünscht. Einladungen liegen vor zum Bundesbezirkstreffen in Stockheim bei Kronach (8. bis 10. Mai 2020) und zu den Prager Folkloretagen (23. bis 26. Juli 2020). Weitere Auftritte sind: 8. Dezember Seniorenweihnachtsfeier in der Sportarena, 9. Dezember Christkindlmarkt in Bayreuth, 14. Dezember Adventsmarkt in Kirchenlaibach, 16. Dezember "Adventstürchen" in Speichersdorf, 21. Dezember Weihnachtsmarkt in Hof/Flaggenhissung, 22. Dezember Weihnachtsmarkt in Bad Berneck, 10. Januar Barbarii Bavari in der Sportarena Speichersdorf. Hintergrund

Hintergrund:

Besetzung zu klein für alle Nachfragen

Wie ein roter Faden zog sich ein Anliegen der Speichersdorfer Fichtenhornbläser durch die Jahreshauptversammlung: die Suche nach Bläsern aller Altersstufen zur Verstärkung. Regina Ullmann, Maria Seidl, Heinz Schmidt, Eva Schlosser, Gerhard Kreutzer, Barbara Gottinger und Ernst Eibisch gehören zum Ensemble. Franzi Rausch steht wegen eines Studiums nur bedingt zur Verfügung. "In dieser Besetzung ist die große Nachfrage in Gänze nicht zu stemmen", meinte Vorsitzender Gerhard Kreutzer. Großes Augenmerk werde daher auf das Anwerben ausgebildeter Bläser und die Förderung des Nachwuchses gelegt, ergänzte musikalischer Leiter Heinz Schmidt. Dazu würden auch andere Musikgruppen angesprochen. Gäste seien zu den Proben montags, 18 Uhr, im früheren Jugendtreff willkommen.

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