18.03.2019 - 13:45 Uhr
SpeinshartOberpfalz

4000-Euro-Zuschuss für den FC

"Crowdfundig-Modell", heißt das Zauberwort der Raiffeisenbank Nordoberpfalz zur Förderung der Vereine. Auch der FC Tremmersdorf/Speinshart möchte diese neue Form nutzen - mit im Finanzierungsboot ist die Gemeinde.

Südlich des Sportheimes (Bild) plant der FC Tremmersdorf/Speinshart den Bau einer knapp 100 Quadratmeter großen Lager- und Gerätehalle. Der Vorstand rechnet mit vielen Eigenleistungen und Spenden. Auch die Gemeinde lässt den Creußenclub nicht in Stich.
von Robert DotzauerProfil

Sportlich steht der FC gut da. Die Schüler- und Jugendarbeit ist vorbildlich, die Seniorenmannschaften zeigen sich in guter Verfassung und auch das bestens gepflegte Vereinsgelände ist ein Aushängeschild. Aufgrund der vielen Aktiven und der steigenden Anforderungen an einen reibungslosen Spielbetrieb stößt der Club allerdings an räumliche Grenzen: Jeder Quadratmeter des Sportheimes ist belegt.

Diese Engpässe zwingen laut Vorstand zum Handeln. Er plant deshalb auf dem Gelände südlich des Hauptgebäudes den Bau einer Lager- und Gerätehalle. Zusätzlich sollen die neuen Räume bei großen Turnieren die Umkleidemöglichkeiten verbessern.

Der finanzklamme Verein sucht nun nach Sponsoren, um das auf circa 45 000 Euro geschätzte Projekt zu verwirklichen. Zwar sind erhebliche Eigenleistungen vorgesehen, dennoch bleiben zirka 25 000 Euro für den Materialaufwand, die es zu finanzieren gilt.

Da kommt das „Crowdfundig-Modell“ der Raiffeisenbank gerade recht. Es basiert auf der Spendenbereitschaft der Mitglieder und unterstützt den Verein bis zu einer Gesamtspende von 4000 Euro mit der gleichen Summe.

An diesem Finanzierungsdeal orientierte sich in der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstagabend auch der Gemeinderat. Bürgermeister Albert Nickl warb für einen kommunalen Zuschuss von 4000 Euro und verwies auf vergleichbare Kostenbeteiligungen für Bauprojekte der Feuerwehren.

Mit der Spende der Gemeinde ergebe sich ein solider Finanzierungsgrundstock von 12 000 Euro, rechnete er vor. Damit könne etwa die Hälfe der Materialkosten finanziert werden. Nickl verwies auf Spenden für Umbaumaßnahmen im Jahr 2016 und für den Erwerb eines Rasentraktors im Vorjahr. Zudem würdigte er den Verein als Quelle ehrenamtlicher Leistungsbereitschaft und vorbildlicher Jugendarbeit.

Während zweiter Bürgermeister Roland Hörl einen Appell an die Bevölkerung richtete, die Spendenaktion des Vereins zu unterstützen, verwies FC-Edelfan Roland Lins auf die beengten räumlichen Verhältnisse auf dem Sportgelände: „Manche Gerätschaften muss der Verein in Privatanwesen unterbringen.“ Lins unterstrich die mustergültige Jugendbetreuung und beleuchtete die wertvollen sportlichen Aspekte der Nachwuchsarbeit. Bemerkenswert fand der Fraktionssprecher der CSU den sozialen Charakter der Kinderbetreuung.

„Der FC ist der größte Verein in der Gemeinde und leistet gute Arbeit“: Mit dieser Feststellung unterstützte auch Holger Götz einen 4000-Euro-Zuschuss, der von den Räten schließlich einstimmig gebilligt wurde.

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