12.10.2021 - 11:54 Uhr
SpeinshartOberpfalz

"Bavarian Brass" glänzt mit einem musikalischen Feuerwerk in der Klosterkirche Speinshart

Speinshart leuchtet in diesen goldenen Oktobertagen. Nach den Feierlichkeiten zum Doppeljubiläum des Klosters verneigt sich "Bavarian Brass" mit Pauken und Trompeten vor dem reichen Erbe der Prämonstratenser.

Mit einem speziellen Arrangement zum Doppeljubiläum der Prämonstratenser in Speinshart sorgt "Bavarian Brass" für ein fulminantes Festkonzert.
von Robert DotzauerProfil

Die „glorreichen Sechs“ von "Bavarian Brass" erzählten am Sonntagnachmittag in der Klosterkirche erneut eine musikalische Geschichte, wie sie in dieser Intensität selten zu hören ist. Schmetternder Trompetenschall und majestätisches Orgelbrausen, warmer Hörnerklang und die geheimnisvollen Tonmalereien des Marimbaphons vereinigten sich zu einem spektakulären Klanggewitter – leuchtend, emotional und einzigartig: ein musikalisches Feuerwerk mit abwechslungsreicher und farbiger Instrumentierung.

Die Hörerschaft erlebte in der seit langem unter Coronabedingungen ausverkauften Spielstätte zunächst ein Konzert, dessen Wucht und Mächtigkeit an königliche Empfänge in absolutistischen Herrscherzeiten erinnerte. Zu Beginn war es der englische Volkssong „Pastime with good company“, eine Komposition des englischen Königs Heinrich VII., die fesselte.

Im Barock-Block nahm das Ensemble die Zuhörer auf eine große Reise durch die Welt berühmter Komponisten mit. Mit Johann Sebastian Bachs „Auf, schmetternde Töne der muntern Trompeten“, „Jesus bleibet meine Freude“, „August lebe, lebe König“, dem „Präludium Es-Dur BWV 552“ und Caccinis „Ave Maria“ gelang den Künstlern ein glanzvoller Querschnitt durch die barocke Musikepoche.

Hingerissen lauschte das Publikum „Dr. Gradus ad Parnassum“ von Christoph Günther auf dem Marimbaphon, einem Solostück mit sphärischen Klängen zum Dahinschmelzen. Auch die Klangfülle des weiteren Programmes mit zeitgenössischen Werken verzückte. Beeindruckend die Bearbeitungen des Ensemble-Leiters Benjamin Sebald von Kompositionen des Walisers Sir Karl William Jenkins: Sebald verlieh den pulsierenden Variationen des „Palladio“ unglaublichen Schwung.

In der Folge hinterließ das andächtige „Benedictus“ Gänsehaut-Feeling und der Welthit „Adiemus“ weckte neue Geister. Hinreißend intonierte "Bavarian Brass" die „Henry-Maske“-Hymne „Conquest of Paradise/Bolero“. Zum Schluss durfte auch die Dudelsack-Melodie des mächtigen „Highland-Cathedral“, auch als schottische Nationalhymne berühmt, nicht fehlen.

Das Speinsharter Publikum huldigte Benjamin Sebald, Florian Zeh, Dominik Thoma, Volker Hemedinger, Christoph Günther und dem Gößweinsteiner Basilika-Organisten Georg Schäffner mit stehenden Ovationen. Die Begeisterung wurde mit ebenso emotionsgeladenen Zugaben belohnt.

Jubiläumskonzert in Speinshart

Speinshart

 

 

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