23.02.2021 - 16:14 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Bürgermeister Nickl: Warnung vor Radarfallen unmoralisch

Radarkontrollen sind vielen Autofahrern ein Dorn im Auge. Ihr Glück: In Internetforen wird laufend über mobile „Blitzer“-Standorte informiert. Das passt Speinsharts Bürgermeister Albert Nickl so gar nicht.

Aufgepasst - Radarfalle! Im Facebook und in anderen Sozialen Netzwerken gibt es zunehmend Nutzer, die vor Blitzern warnen. Ein Phänomen, das um sich greift und Geschwindigkeitsmessungen ad absurdum führt
von Robert DotzauerProfil

Soziale Netzwerke gegen Radarfallen. Die Praxis ist legal, gibt Bürgermeister Albert Nickl zwar zu. Dennoch ist es ein heißes Thema auch für den Speinsharter Bürgermeister und den Gemeinderat. Nickl nennt die Warnungen vor Blitzern in den Sozialen Medien eine Unsitte.

In der Gemeinderatssitzung zog Nickl nach Vorliegen der jüngsten Messergebnisse des Zweckverbandes Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz Zwischenbilanz. Dabei informierte er über einen auffallenden Rückgang der erfassten Temposünder. Zweieinhalbstündigen Messungen am Mittwoch, 16. Dezember, zufolge seien von 375 erfassten Fahrzeugen nur 8 verwertbare Geschwindigkeitsüberschreitungen bis zu 15 Stundenkilometer gemessen worden. Ein Minusrekord.

Speinshart auf der Jagd nach Temposündern

Speinshart

Sind die Raser gezähmt? Mitnichten, glaubt der Bürgermeister und entdeckt eine unerwünschte Solidarität vieler Verkehrsteilnehmer im Netz. Die moderne Kommunikationstechnik macht es möglich. In der virtuellen Welt wird zunehmend vor Blitzern gewarnt. Albert Nickl bezweifelte die moralische Vertretbarkeit, Temposündern das „verdiente“ Knöllchen durch Warnungen in den Sozialen Medien zu ersparen. Vielmehr müsse ein Verwarnungsgeld erzieherische Wirkung erzielen. Wenn diese ausbleibe, seien alle Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit insbesondere von Kindern und Fußgängern wenig wirksam.

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Kommentare

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Karl-Werner Schramm

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24.02.2021
Alexander Unger

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Die Redaktion

24.02.2021