16.12.2020 - 11:10 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Entscheidung zur Sanierung des Speinsharter Gemeindezentrums "ein Glücksgriff"

Improvisieren ist bei der Wahl des Tagungsortes für die Speinsharter Gemeinderatssitzung angesagt. Die Auswahl fällt auf die "Baustelle" Gemeindezentrum. Praxisnah neben Hebebühnen und Baumaterial lässt sich in wohliger Wärme gut tagen.

Die Bodenplatte ist schon betoniert. Nun können die Arbeiten für einen Windfang im Eingangsbereich des Speinsharter Gemeindezentrums beginnen.
von Robert DotzauerProfil

Bürgermeister Albert Nickl begann die „Weihnachtssitzung“ in Speinshart mit einem Informationspaket. Besonders die aktuellen Baumaßnahmen der Kommune standen zunächst im Mittelpunkt der Berichterstattung. Vom Baufortschritt der Innensanierung des Gemeindezentrums konnte sich das Gremium vor Ort im Rahmen der Sitzung gleich selbst überzeugen. Der Bürgermeister verwies auf bereits getätigte Investitionen in Höhe von circa 405.000 Euro und erläuterte die in den nächsten Wochen geplante Fortführung der Sanierungsarbeiten.

Nickl berichtete zudem von den Betonarbeiten für die Bodenplatte des künftigen Windfanges und vom derzeit laufenden Einbau der Türen und der Küchenzeilen. Der Bürgermeister gab im Rahmen der Aufhebung von nichtöffentlichen Beschlüssen die Vergabe der Windfangarbeiten an die Firma Bauelenente Arnold in Altenstadt/WN zum Betrag von knapp 39.000 Euro bekannt. Den Auftrag für die Kücheneinrichtungen erhielt zum Vergabepreis von knapp 67.000 Euro das Pressather Küchenstudio Bauer. Mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten für das Großprojekt rechnete der Sitzungsleiter gegen Ende März 2021. Der Sanierungsverlauf habe einen dringenden Handlungsbedarf bestätigt, betonte Nickl. Der Bürgermeister bezeichnete deshalb die Entscheidung des Gemeinderates als Glücksgriff und als einmalige Gelegenheit, in einem nur kurzzeitig geöffneten Förderfenster optimal die staatlichen Fördermöglichkeiten zu nutzen.

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Scheunensanierung läuft

Auch die Scheunensanierung für die im Eigentum der Gemeinde befindlichen Städel hinter dem Haus der Dorfkultur schreiten voran. „Der weitaus größte Teil der Arbeiten ist erledigt“, gab Albert Nickl bekannt und informierte über die in nichtöffentlicher Sitzung vergebenen Gewerke für den Fensterbau an die Firma Mayer in Amberg zum Betrag von 6061 Euro und über die Vergabe der Schlosser- und Metallbauarbeiten an die Firma Kalkbrenner-Metallbau in Sulzbach-Rosenberg zur Vergabesumme von 29.059 Euro. Die Ausschreibung der Elektroarbeiten folgt in den nächsten Tagen, teilte Nickl mit.

Globalberechnung für neue Gebührenkalkulation

Die Bekanntgabe nichtöffentlicher Vergaben setzte der Bürgermeister mit Hinweisen über einen Auftrag an das Büro Dr. Schulte/Röder fort. Dabei handelt es sich um eine kommunale Beratungsgesellschaft zur Erstellung einer rechtssicheren Beitrags- und Gebührenkalkulation bei Investitionen in die öffentliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Für diese sogenannte Globalberechnung kalkuliert die Gemeinde mit voraussichtlichen Kosten von circa 25.000 Euro.

Als Grundlage für die Kalkulation der Verbesserungsbeiträge dient in Ergänzung der Globalberechnung eine Bestandsaufnahme der beitragsrechtlich relevanten Grundstücks- und Geschossflächen. Die Gemeinde habe hierfür die „Kommunalberatung Bitterwolf“ aus Greding beauftragt, teilte der Bürgermeister mit. Zu den Aufgaben des Unternehmens zähle sowohl die Flächenermittlung von Grundstücken und Gebäuden als auch die Information und Beratung der Eigentümer. Nach 25 Jahren sei es höchste Zeit, die alten Vermessungsergebnisse zu aktualisieren, betonte der Bürgermeister. Albert Nickl versprach eine umfassende Bürgerinformation. Die Auftragssumme für die Kosten der Aufmessungen beträgt circa 26.000 Euro. Der Gemeindechef rechnet mit einer Verfahrensdauer von rund zwei Jahren.

Sinkende Schlüsselzuweisung

Nachrichtlich informierte Albert Nickl auch über die jüngst vom Bayerischen Landesamt für Statistik bekanntgegebenen Gemeindeschlüsselzuweisungen. Entgegen der im Finanzplan der Gemeinde für das kommende Jahr einkalkulierten 503.000 Euro errechnete das Statistische Landesamt für das Klosterdorf nur eine Schlüsselzuweisung für 2021 in Höhe von 480.844 Euro. Im Jahr 2020 waren es 491.000 Euro.

Dank an die Sportangler

Der Informationsteil des Gemeindechefs endete mit der Bekanntgabe der Vermietung einer kleinen Wohnung im Haus der Dorfkultur. Viel Lob erhielten die Fischerfreunde Günter Ring und Ralf Schlottke vom Sportangelverein Eschenbach für die Dammsanierung des Reuthweihers bei Dobertshof. „Der Fischereiverein hat hervorragende Arbeit geleistet“, stellte der Bürgermeister fest. Auch die Erneuerung des Zuweges und die Sanierung des Straßenbanketts habe der Verein mitfinanziert, merkte Nickl an.

Anfrage wegen Straßensanierung

Als gelungen bezeichnete Nickl die Straßensanierung mit Granit-Kleinsteinpflaster in Höhe der Zufahrt zum Klosterhof. Die Straßenreparatur mit einem „kugelgestrahlten“ Asphaltbelag wäre unwirtschaftlich gewesen. Den öffentlichen Teil der Tagesordnung beendete Gemeinderat Josef Rupprecht mit einer Anfrage zur Sanierung der Flurstraße zwischen Höfen und der Gemeindegrenze Richtung Eschenbach. Bürgermeister Albert Nickl empfahl zum Thema viel Geduld, weil aktuell zum Projekt keine Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm zur Verfügung stehen. Deshalb sei auch die Grabenpflege vorgezogen worden.

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Kommentare

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Karl-Werner Schramm

Ja genau, ein GLÜCKSGRIFF IN DIE TASCHE DER BÜRGER.

Bitte mal die restlichen Kosten, die an den Bürgern hängen bleiben pro Kopf ausweisen!

18.12.2020