19.08.2019 - 12:47 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Erschließung geht in die Endphase

Die Nachfrage nach Wohneigentum ist ungebrochen. Besonders das Eigenheim im Grünen ist begehrt. Dieser Entwicklung trägt die Gemeinde Speinshart mit der Erschließung des Baugebiets "Maifurt" in Tremmersdorf Rechnung.

Zügig gehen die Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet "Maifurt" in Tremmersdorf voran. Mit der Asphaltierung der Siedlungsstraße ist im September 2019 zu rechnen, versicherte der Bürgermeister. Dann könne der Bauboom in der Gemeinde weitergehen
von Robert DotzauerProfil

Dieses gleicht zur Zeit einer Großbaustelle: Baumaschinen des Eschenbacher Unternehmens Prösl bestimmen ebenso das Bild. „Die Firma leistet gute Arbeit“, bescheinigte Bürgermeister Albert Nickl in der Sitzung des Gemeinderats. Nach einer Woche Betriebsurlaub geht das Projekt in die Endphase der Erschließung.

Der Unterbau der Siedlungsstraße ist planmäßig abgeschlossen, die Ver- und Entsorgungsleitungen für Wasser und Abwasser verlegt, die Randeinfassungen eingebaut und auch die Straßenleuchten stehen schon. Bürgermeister und Rat freuen sich über die Baufortschritte. Die Asphaltierung kündigte Nickl für Mitte September an.

Guter Dinge ist der Gemeindechef auch, wenn er auf die Restarbeiten blickt. Er geht davon aus, dass die Humusierungsarbeiten im Spätherbst abgeschlossen werden und auch der Erschließungsweg für die landwirtschaftlichen Anlieger noch vor dem Wintereinbruch hergestellt wird.

Noch ist eine Bebauung wegen der laufenden Erschließung nicht möglich. Trotzdem seien schon neun Parzellen verkauft, teilte der Bürgermeister mit. Weitere Veräußerungen der insgesamt 18 gemeindeeigenen Grundstücke kündigte er für die nächsten Monate an.

Für zwei Bauanträge - allerdings nicht für Tremmersdorf - stellten die Räte das sogenannte gemeindliche Einvernehmen her. Einverstanden war das Gremium mit den Planungen eines Bauherren aus Zettlitz, der mit einer geringfügigen Dachaufstockung der Garagen eine Höhenangleichung der Gebäude erreichen. Grünes Licht bekam auch ein Ehepaar für den Bau eines Einfamilienwohnhauses in Seitenthal. Das Gremium behandelte den Antrag als Bauvoranfrage, weil es sich um ein Projekt in Ortsrandlage handelt. Den dadurch entstehenden Mehraufwand bei der Erschließung habe der Bauherr zu tragen, merkte Nickl an.

Schwierig einzuschätzen ist derzeit der Zeitplan zur Errichtung von Straßenleuchten an der südlichen Zufahrt ins Klosterdorf. "Die Anschlüsse sind verlegt; jetzt kommt keiner mehr", kritisierte der Bürgermeister. Hintergrund ist ein Konkurs des vom Bayernwerk beauftragten Unternehmens. Dennoch hofft Nickl auf einen Abschluss bis Ende August 2019.

„Die Halle steht, das Dach ist eingedeckt, die Holzverschalung montiert“: Der Rathauschef berichtete beim Blick auf die künftige Gemeinschaftshalle in Münchsreuth von beachtlichen Baufortschritten und würdigte den Einsatz einer eifrigen Helfermannschaft sowie die Qualitätsarbeit der Zimmerei Wiesnet. Viel Gemeinschaftsgeist entdeckte er auch in Haselbrunn: Unter Federführung der Gemeinderäte Holger Götz und Josef Rupprecht leiste die Dorfgemeinschaft bei der Sanierung des Spielplatzes gute Arbeit.

In Tremmersdorf rückt der Bau der Querungshilfe auf Höhe des FC-Sportheimes näher. Der Bürgermeister verwies auf einen Baustellen-Einweisungstermin mit dem Staatlichen Bauamt, der Telekom, dem Bayernwerk sowie der Baufirma Prösl und kündigte den Baubeginn für September an. Voraussichtlich werde während der Baumaßnahme die Staatsstraße halbseitig gesperrt, sagte er. Vorgesehen sei eine Verkehrsregelung mit Ampelanlage.

Von Fortschritten berichtete Nickl bei der Neueinrichtung einer kommunalen Homepage. Für alle überraschend lasse kurz vor der Fertigstellung des Internet-Auftritts die bisherige Partnerfirma die Verwaltungsgemeinschaft in Stich, bedauerte der Gemeindechef. Nun sei man auf der Suche nach einem neuen Partner.

Mit Anfragen und Wünschen aus dem Gremium endete der öffentliche Teil der Sitzung. Holger Götz zweifelte an der fachgerechten Errichtung des neuen Geländers an der Staatsstraße in Tremmersdorf, Robert Kausler erinnerte an die Wegweiser-Regelung für Seitenthal. Zweiter Bürgermeister Roland Hörl schlug vor, im Zuge der Arbeiten zum Einbau eines Fahrbahnteilers das Staatliche Bauamt zu bewegen, den Oberbau der Staatsstraße in der Tremmersdorfer Ortsdurchfahrt wenigstens bis zur Brücke zu erneuern.

Hörl regte zudem an, im Zuge der Erschließung des Baugebiets "Maifurt" in Tremmersdorf die Sanierung des Haselbrunner Weges zu verwirklichen. „Schönheit sieht anders aus“, merkte Barbara Müller mit Blick auf den bescheidenen Brunnen im Kleinen Klosterhof an. Sie empfahl, vorausschauend auf das Festjahr 2020 wenigstens das engere Umfeld neu zu pflastern.

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