Einer Baulandoffensive folgt dort die andere. Nach den Erschließungen der Baugebiete "Krummacker" in Speinshart und "Brandhut" in Zettlitz packt der Gemeinderat die Erschließung des Baugebiets "Maifurt" in Tremmersdorf an. Das Besondere dort: Alle Grundstücke sind in Gemeindehand.
Schon seit Herbst 2017 ist der Bebauungsplan für das 18 Parzellen umfassende Baugebiet an der Ortseinfahrt der Staatsstraße 2168 aus Richtung Eschenbach kommend rechtskräftig. Auf diese Planung stützend stellte Diplom-Ingenieur Hannes Oberndorfer in der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstagabend Bürgermeister und Gremium sein Erschließungskonzept für das Areal vor. Der Planer ließ zunächst Zahlen sprechen: 357 Meter Erschließungsstraße, 348 Meter Ersatzweg für die Landwirtschaft, 6,50 Meter Gesamtbreite der Straße einschließlich jeweils 1 Meter breite Seitenstreifen.
Dann ging der Ingenieur auf Einzelheiten und Qualität der Erschließungsmaßnahmen ein. Er verwies auf die Notwendigkeit eines Abwasserkanals im Trennsystem und auf die Ableitung des Niederschlagswassers in den Hammermühlgraben.
Auch die künftigen Grundstückseigentümer sind gefordert. Als Auflage wird ihnen aufgetragen, in den Parzellen Regenrückhaltungen mit gedrosselter Zuführung in den Oberflächenwasserkanal vorzusehen. Oberndorfer verwies zudem auf Berechnungen zu 100-jährigen Hochwässern und stufte einige Grundstücke in Creußen-Nähe als theoretisch hochwassergefährdet ein. Mit Überschwemmungen sei nicht zu rechnen, ergänzte Bürgermeister Albert Nickl sogleich. Es bestehe allerdings die Gefahr eines Grundwasseranstiegs. Empfehlenswert sei deshalb für diese Grundstücke der Einbau wasserdichter Wannen.
Gespannt lauschte der Gemeinderat den Kostenberechnungen des Ingenieurbüros. Hannes Oberndorfer ermittelte für die Erschließung der Siedlungsstraße Kosten in Höhe von 539 000 Euro. Darin enthalten sind die LED-Straßenbeleuchtung und sämtliche Nebenkosten. Für den Kanalbau einschließlich der Hausanschlüsse und der Nebenkosten rechnet der Planer mit circa 315 000 Euro.
Der Wasserleitungsbau ist Angelegenheit des Wasserzweckverbandes. Bereits informiert seien weitere Träger von Versorgungsleitungen, zum Beispiel für die Telekommunikation, teilte Oberndorfer mit. Überlegungen, wegen der Einmündung der Erschließungsstraße in die Staatsstraße einen Fahrbahnteiler einzubauen, wurden nicht weiter diskutiert. Man wolle erst einmal die langfristige Entwicklung des Verkehrsstromes aus der künftigen Siedlung abwarten, hieß es. Das Gremium billigte den Planungsentwurf einstimmig.
Nach den Ausschreibungsmodalitäten rechnet Bürgermeister Albert Nickl mit einer Projektvergabe Mitte März. Der Bauzeitenplan soll eng bemessen werden: Ende September soll die Erschließung bereits abgeschlossen sein. Dann könnten die Häuslebauer loslegen, merkte der Bürgermeister an. Sechs Bauplätze seien bereits verkauft, für weitere vier Parzellen gebe es Interessenten, teilte Nickl mit.













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