11.07.2018 - 10:29 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Ein Fest, das zusammenführt

Aufbruchsstimmung herrscht schon am Sonntag früh beim Festgottesdienst. Ein kleiner Ludwig wird getauft. Draußen vor der Kirche beginnt danach das Bürgerfest.

Bürgerfeststimmung in Speinshart: das bedeutete viele Stunden guter Laune im Kreise Gleichgesinnter.
von Robert DotzauerProfil

(do) Auf dem Festplatz zwischen Klosterkirche und Wieskapelle im Schatten knorriger Apfelbäume wartet bereits eine Freiwilligen-Armee auf die Gäste. Sie sind bei prächtigem Bürgerfest-Wetter die Garanten für ein paar Stunden Lebensfreude. Die Feuerwehren aus Speinshart und Tremmersdorf, Frauenbund und Landjugend, FC-Fußballer und Klosterkegler, Krieger- und Soldatenkameradschaft sowie zahlreiche Helfer im Hintergrund oder im Service demonstrieren Gemeinsinn. "Es ist ja ein Fest fürs Volk", betont Bürgermeister Albert Nickl mit einem pauschalen Dank an die Helfer.

Schon nach dem Gottesdienstbesuch machen es sich viele Gäste beim Frühschoppen gemütlich. Weißwürst gab es und Brezen, dazu Weizen vom Fass und einen Ohrenschmaus von der Bühne. Die Klosterbläser unterhielten mit bayerisch-böhmischen Weisen. In der Folge genossen die Gäste die heimelige Atmosphäre des Festgeländes, zischen noch die ein oder andere Halbe, laben sich an den Schmankerln und lassen sich am Nachmittag von den Torten und Kuchen des Katholischen Frauenbundes verwöhnen.

Da war Zusammenrücken Pflicht. Im Kreise fröhlicher Menschen bezaubern die Kleinen des Kindergartens. Für Leiterin Waltraud Wagner eine Ehre. Hochkonzentriert laden die Kids mit einem Bewegungs- und Tanzlied zum fröhlichen Fest ein. Ein Ausschnitt aus dem Musical „Fremde werden Freunde“ war ganz nach dem Geschmack der Festbesucher: „Geht auf die anderen zu!“ Das wünschten die Großen der Kita dem Publikum. Die heiteren Einlagen mit tieferem Sinn animierten zum weiteren Verweilen. Musikalisch verwöhnte die Blaskapelle Dießfurt unter Leitung von Werner Schreml mit ihrem unnachahmlichen böhmischen Sound die Gäste. Gewohnt souverän erwiesen sich die Musikanten als exzellente Stimmungsmacher.

Die musikalischen Höhenflüge wirkten ansteckend. Beim Kinderschminken der Katholischen Landjugend stand der Nachwuchs Schlange. Nebenan tobten Mädchen und Buben in der Hüpfburg. Zahllose Kinder staunten über freundliche Uniformierte. Die Bundeswehr-Pateneinheit der Gemeinde zeigte Flagge mit einem Luftballon-Wettbewerb. Schon am Vorabend hatten die Soldaten des Wetterzuges des Artilleriebataillons 131 aus Weiden das Fest mit der Organisation des Seilzieh-Wettbewerbes bereichert.

Zum Hingucker wird die Oldtimer-Schau mit Autos zum Teil aus den 1930er Jahren. Die Familie Kräml aus Oberbibrach präsentierte gleich vier Schätze aus ihrer Sammlung. Zum Staunen lud ein Hinweis auf einen immer noch schicken und liebevoll gepflegten Adler Diplomat, Baujahr 1934 ein: „Oldtimer sind wie schöne Frauen: Man darf mich bewundern, aber nicht berühren.“

Ergänzt wurde das sonntägliche Festprogramm mit Führungen durch den Klosterhof und die Klosterkirche. Auch vom Rohbau des künftigen Hauses der Dorfkultur machten sich Interessierte ein Bild.

Schon am frühen Abend zog Bürgermeister Nickl mit rauer Stimme Bilanz: „Ein tolles Fest mit tollen Leuten. Ein Fest, das zusammenführte.“

Ein Prost auf die Gemütlichkeit war ständiger Bürgerfest-Begleiter.

Die Kita-Gruppen ermunterten mit einem Auszug aus dem Musical "Fremde werden Freude" zum gemeinsamen feiern.

Bürgerfest

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