Nach jahrelangen Bemühungen ist die Finanzierung des geplanten Hightech-Zentrums im Klosterdorf gesichert, gab in der Ratssitzung am Montagabend Bürgermeister Albert Nickl bekannt. Der Gemeindechef verwies mit dieser Frohbotschaft auf ein kürzlich stattgefundenes Koordinierungsgespräch mit Vertretern der Bundesregierung für Kultur und Medien in Berlin und weiterer Beteiligter. Mit einem erfreulichen Ergebnis, bemerkte Nickl. Damit sei der Weg zur Verwirklichung des Speinsharter Jahrhundertprojekts geebnet, versicherte der Bürgermeister.
Das Gesamtprojekt ist auf 25,6 Millionen Euro veranschlagt. Geplant sind drei Bauabschnitte mit Baumaßnahmen rund um den Klostergasthof, auf dem ehemaligen Girisch-Anwesen, Ertüchtigungsmaßnahmen im Klosterareal und die Neugestaltung des Kleinen Klosterhofs. Mit dem Baubeginn rechnen die „Klostermänner“ um Abt em. Hermann Josef Kugler, dem Fördervereinsvorsitzenden der Internationalen Begegnungsstätte, Mitglied des Landtags Tobias Reiß, und Bürgermeister Albert Nickl im zweiten Halbjahr 2027.
Betrieb startet im Jahr 2031
Bis zur endgültigen Fertigstellung im Jahr 2031 soll der bereits gestartete Betrieb des Speinsharter „Scientific Center for AI and Super Tech“, so die offizielle Bezeichnung des künftigen KI-Zentrums, im bescheidenen Umfang weitergehen und schließlich ab 2031 in vollem Umfang durchstarten, erläuterte der Bürgermeister.
Albert Nickl verwies zudem auf die einmalige Perspektive, ein Wissenschaftszentrum und ein Kloster in einem Areal zusammenzufassen. „Das eröffnet auch der Abtei neue Chancen zur Zukunftsentwicklung.“ Um dieser Gesamtverantwortung gerecht zu werden, verschwieg der Sitzungsleiter auch nicht die großen Hürden für die Gemeinde. Der Förderantrag an die Regierung der Oberpfalz gibt Antworten auf die gewaltigen finanziellen Anstrengungen, die auch die Kommune zu stemmen hat.
2,5 Millionen immense Summe
Bedarfsmitteilung heißt dieser Antrag in der Amtssprache, um den staatlichen Dienststellen Mittelwünsche speziell aus dem Städtebauförderprogramm mitzuteilen. Auch für die Speinsharter Ratsmannschaft kein Wunschkatalog, sondern ein realitätsnahes Ritual mit einem Gemeindeanteil bis zum Abschluss des Großprojekts im Jahr 2031 in Höhe von insgesamt 2,5 Millionen Euro. Für das 1100-Einwohner-Dorf eine immense Summe, die durch die großzügige Förderung von 80 Prozent relativiert wird.
Der Finanzierungsanteil des Klosterdorfs hält sich deshalb mit insgesamt einer halben Million Euro bis zum Endausbau in einem überschaubaren Rahmen. Der Zustimmung des Rats stand deshalb nichts im Wege. Für 2027 rechnen der Finanzchef der Verwaltungsgemeinschaft Eschenbach, der Bürgermeister und die Ratsversammlung mit einer förderfähigen staatlichen Mittelzuweisung zur Anfinanzierung des Projekts in Höhe von 1.585.000 Euro.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.