18.11.2019 - 12:30 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Fleißig am Schaffen

In Tremmersdorf brummt die Konjunktur. Im Ortsteil der Gemeinde Speinshart wird eine öffentliche Baustelle nach der anderen eröffnet.

An allen Ecken und Enden wird in Tremmersdorf kräftig investiert. Auch die Sanierung der Milchgasse gehört zum Tiefbauprogramm der Gemeinde Speinshart.
von Robert DotzauerProfil

Baugebiet "Maifurt", ökologischer Ausbau der Creußen, Fahrbahnteiler in Höhe des Sportheimes, neuer Zaun an der Stützmauer entlang der Staatsstraße, Ausbau des Anliegerwegs „An der Creußen“, Sanierung der Milchgasse: Es läuft im Creußendorf. Einen Zwischenbericht über die Baumaßnahmen erstattete Bürgermeister Albert Nickl in der Sitzung des Gemeinderats.

Er meldete eine „Baustelle an der Creußen“ im fortgeschrittenen Stadium. Mit dem Einbau der Asphalt-Tragdeckschicht sei in diesen Tagen zu rechnen. Von einem zügigen Bauverlauf berichtete der Gemeindechef auch mit Blick auf die Milchgasse. Nach der Auskofferung des Unterbaues und dem Schotter-Einbau gehe die Baufirma Prösl nun an das Setzen der Granit-Randbefestigungen. In circa drei Wochen wird mit der Neu-Asphaltierung gerechnet. Erst dann dürfe der Winter kommen, sagte Nickl.

Auch in weiteren Ortsteilen wird tüchtig geschafft. Der Bürgermeister informierte über den Beginn der Zimmererarbeiten durch die Firma Neukam im historischen Scheunenviertel hinter dem Haus der Dorfkultur, verwies auf den Bau zusätzlicher Parkplätze im Baugebiet "Krummacker" in Speinshart und auf Erneuerungsmaßnahmen mit Unterstützung durch freiwillige Helfer auf dem Kinderspielplatz in Münchsreuth. Ein Sonderlob erhielt Gemeinderat Robert Kausler als Ehrenamtlicher und "Kümmerer" für den gemeindeeigenen Spielplatz. Entlang der „Betonstraße“ in Richtung Zettlitz kündigte der Gemeindechef für den 26. November Bankettarbeiten an. Er sprach auch eine 40 Meter lange Wegsanierung zwischen Haselbrunn und Tremmersdorf an.

Neues gab es zur Sanierung der Creußen: „Erste Vorschläge des Planungsbüros Schlegel stehen“, teilte Nickl mit. Er wies auf eine Beteiligung der Anlieger im Form einer Fragebogenaktion hin. Als nächster Schritt folge am Montag, 16. Dezember, um 19.30 Uhr eine Versammlung im Gasthaus Schmid in Tremmersdorf mit Vorstellung erster Planungen durch das Büro Schlegel aus München. Die Veranstaltung diene auch dem Vorbringen weiterer Vorschläge, merkte der Bürgermeister an.

Vollzug meldete er beim Bau der Querungshilfe in Tremmersdorf zum Schutz der Fußgänger. Für die Baumaßnahme seien Lösungen gefunden worden, die alle Interessen berücksichtigten. Der Gemeindechef informierte über „gefühlte“ Geschwindigkeitsreduzierungen im Ortsbereich und rücksichtsvolleres Verhalten der Verkehrsteilnehmer und dankte dem Staatlichen Bauamt und der Baufirma Prösl.

Zudem informierte er über die Planungen zur Innensanierung des Gemeindezentrums, bestätigte die Aufnahme von Änderungen auf der Basis von Vorschlägen in der Oktober-Sitzung des Gemeinderats und vermeldete die Einreichung der Bauantragsunterlagen bei der Genehmigungsbehörde. Wegen ergänzender Planungen im Elektrobereich erhöht sich die Kostenberechnung um circa 100 000 Euro auf nunmehr 1,07 Millionen Euro. Roland Lins hofft auf positive Gespräche mit dem Amt für Ländliche Entwicklung zur Finanzierung des Projekts.

Einstimmig erteilte der Gemeinderat einem Bauantrag das gemeindliche Einvernehmen. Dieser beinhaltet den Neubau eines Milchviehstalls mit einem automatischen Melksystem. Dies werde der erste Melkroboter im Gemeindebereich sein, stellte Bürgermeister Albert Nickl fest.

Die Telekom geht beim Ausbau des Mobilfunknetzes neue Wege. Bei der Aktion „Wir jagen Funklöcher“ will der Kommunikationsriese die Kommunen mit im Boot haben. Die Gemeinden können aktive Partner werden, wenn sie auf weiße Flecken im Mobilfunknetz hinweisen und LTE-Standorte benennen.

Allerdings sei Speinshart nicht förderfähig, weil im Gemeindegebiet kein weißer Fleck mehr bestehe, erklärte Nickl. Schlecht versorgte Gebiete hat er dennoch entdeckt: Als Beispiele nannte er die Ortschaften Dobertshof, Barbaraberg und Münchsreuth. Nach neuesten Erkenntnissen des Rathauschefs soll am Rauhen Kulm ein Funkturm errichtet werden. Der Bürgermeister empfahl dem Gremium vorsorglich eine „Interessensbekundung“ für die Aktion: „Wir vergeben uns dabei nix.“ Der Gemeinderat folgte einstimmig seiner Anregung.

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