18.06.2019 - 10:42 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Gewässerumbau soll Abhilfe schaffen

Das Flüsschen Creußen droht im Schlamm zu ersticken - jedenfalls auf bestimmten Streckenabschnitten im Gemeindebereich Speinshart. Deshalb wird der Ruf nach Entlandungsmaßnahmen immer lauter.

Die Idylle täuscht: Die zunehmende Verlandung der Creußen vor allem im Bereich Tremmersdorf bereitet dem Gemeinderat Sorgen.
von Robert DotzauerProfil
Von Blühwiesen vor den Klostermauern keine Spur: Gemeinderat Johann Mayer beanstandete den viel zu frühen Grasschnitt auf dem Wiesendreieck, das die Gemeinde als Ausgleichsfläche erworben hat.

Das Schicksal der Creußen liege beim Wasserwirtschaft, heißt es dazu im Gemeinderat. Besonders Bürgermeister Albert Nickl macht sich Sorgen: „Die Sedimentablagerung ist sehr bedenklich“, findet er.

Der eigentlich fruchtbare Schlamm reduziert die Fließgeschwindigkeit des Wassers. Umso schneller vermooren ganze Flussabschnitte. Gleichwohl bietet diese Entwicklung gute Voraussetzungen für eine reiche Tier- und Pflanzenwelt. Um einen ökologischen Ausgleich bemühten sich nun die Behörden, teilte der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung mit. Ziel sei ein Gewässerumbau zur Vermeidung extremer Schlammbildung.

Der Bürgermeister kündigte als erste Maßnahme ein Konzept des Wasserwirtschaftsamts an. In die Planungen werden auch die Anlieger und der Fischereiverein eingebunden, versprach er. Nach der Grundlagenermittlung durch die Fachbehörde werde es noch im Herbst dieses Jahres eine Informationsversammlung für die Betroffenen geben, bevor dann die Gewässerschutzbehörde in das Genehmigungsverfahren und schließlich an die Umsetzung gehe. Zur Beseitigung der größten Anlandungen kündigte der Gemeindechef als Zwischenlösung eine Abtragung des Schlammes und dessen Lagerung an den Uferrändern an.

Im Anfragenteil der öffentlichen Sitzung gab Robert Kausler (FW) Beschwerden von Hauseigentümern über geringere Geschwindigkeiten als versprochen bei der Breitbandversorgung weiter. Bürgermeister Albert Nickl empfahl den Betroffenen, sich direkt an die Telekom zu wenden. Die Gemeinde habe keine Möglichkeit, dieses vermutlich technische Problem zu lösen.

Hans Mayer, Fraktionssprecher der Grünen, kritisierte das vorzeitige Mähen der Wiesenfläche vor der Klosteranlage. Immerhin sei das „grüne Dreieck“ von der Gemeinde als Ausgleichsfläche erworben worden. Nickl versprach eine extensive Bewirtschaftung des Grundstücks in Zusammenhang mit der Erstellung eines Landschaftsschutzkonzepts. Der Auftrag an einen Landschaftsplaner sei bereits vergeben.

Schließlich hat Christian Höllerl (CSU) Mängel am Zaunbau entlang der Staatsstraße in Tremmersdorf entdeckt. Der Gemeindechef sagte Abklärung im Zuge der bevorstehenden Endabnahme des Projekts zu.

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