Gut betreut durch Klärwärter Roland Hörl und seine Kollegen und gut kalkuliert durch Kämmerer Karl Stopfer: Bürgermeister Albert Nickl war in der Gemeinderatssitzung voll des Lobes über seine Mitarbeiter. Die Gründe spiegelten sich in Zahlen wieder. Die gemeindliche Kläranlage arbeitet effizient und kostengünstig.
Daran änderten auch die jüngsten Sanierungskosten wenig und auch die relativ hohen jährlichen Stromkosten (28.000 Euro) und die Klärschlammentsorgung mit Kosten von jährlich zirka 20.000 Euro sind noch verkraftbar. Einschließlich der inneren Verrechnung durch Bauhoflöhne, Abschreibungen und Verzinsungen errechnete der Kämmerer in seiner Kalkulation für die nächsten drei Jahre einen Gebührenbedarf zwischen 168.000 Euro (2019) und 192.000 Euro (2021). Überschüsse aus den Vorjahren und Einnahmen aus den Grundgebühren reduzieren die Defizit-Hochrechnung des Kämmerers auf 121.000 Euro im Jahr 2019 bis 145.000 Euro im Jahr 2021. Eingeplant seien vorsorglich auch Kosten zur weiteren Modernisierung der Kläranlage und der Hebewerke, bemerkte Bürgermeister Albert Nickl.
Daraus ergibt sich eine Gebühren-Mischkalkulation von 2,80 Euro je Kubikmeter Einleitungsmenge. Deshalb fiel es dem Gremium leicht, die Kanalgebühr ab 1. Januar 2019 von bisher 2,75 Euro um 5 Cent auf 2,80 Euro zu erhöhen. Die neue Abwassergebühr gilt für den dreijährigen Kalkulationszeitraum 2019 bis 2021. Der Beschluss fiel einstimmig.
Im Informationsteil berichtete Bürgermeister Albert Nickl über den Beginn der Bauarbeiten zur Erschließung des Baugebietes Maifurt in Tremmersdorf. Optimistisch zeigte sich der Gemeindechef zum baldigen Beendigung der Breitbandarbeiten. Für die Betroffenen prognostizierte er bessere Anschlussmöglichkeiten bis Ende Juli 2019. Voraussetzung sei en allerdings neue Nutzungsverträge. Dank zollte er der Elterninitiative um Roland Hörl und Markus Hefner zur Errichtung eines Kletterturmes auf dem Spielplatz in Tremmersdorf. Die Materialkosten in Höhe von zirka 12.000 Euro habe die Gemeinde finanziert, so Nickl.
Gute Nachrichten gab es auch zur historischen Scheunenanlage östlich des Hauses der Dorfkultur. Der Bürgermeister informierte über die Genehmigung in Form des sogenannten vorzeitigen Baubeginns (VZB), der die umgehende Ausschreibung des Projekts ermöglicht. Der Zuwendungsbescheid wird in Kürze erwartet. In Vorbereitung ist auch die Ausschreibung für die Sanierung der Tremmersdorfer „Milchgasse“. Albert Nickl gab gleichzeitig die fachliche Zustimmung des Amtes für Ländliche Entwicklung bekannt. Mit einem Baubeginn rechnet der Bürgermeister noch in diesem Jahr.
Formsache waren für den Rat die Bauanträge. Das gemeindliche Einvernehmen erteilte das Gremium dem Antrag des FC Tremmersdorf/Speinshart für den Bau einer Lagerhalle auf dem Sportgelände in Tremmersdorf und der Bauantrag von Erwin Panzer. Nach der weitgehenden Vollendung des Wohnhaus-Neubaues in Dobertshof plant der Bauherr die Errichtung einer Scheune als Nebengebäude. Das Bauprojekt liegt im Außenbereich und unterliegt deshalb dem Genehmigungsverfahren. Auch dieser Baumaßnahme erteilte der Gemeinderat einstimmig das offizielle Einvernehmen.













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