Speinshart
20.02.2019 - 10:38 Uhr

Hoher Stellenwert für Eigenheime

Eine großzügige Ortsabrundung soll im Gemeindeteil Haselbrunn weitere Wohnungsbau-Projekte ermöglichen. Einen ersten Schritt für baurechtliche Erleichterungen macht der Speinsharter Gemeinderat.

"Freiwillige vor", heißt es derzeit rund um das Feuerwehrhaus in Speinshart. Der Anbau durch die Zimmerei Neukam aus Zettlitz ist mit Unterstützung durch aktiven Mitglieder der Wehr schon weit fortgeschritten. Bild: do
"Freiwillige vor", heißt es derzeit rund um das Feuerwehrhaus in Speinshart. Der Anbau durch die Zimmerei Neukam aus Zettlitz ist mit Unterstützung durch aktiven Mitglieder der Wehr schon weit fortgeschritten.

Für die Zulässigkeit von Bauvorhaben ist die Lage des Grundstücks von besonderer Bedeutung. Das Wunschhaus vor Augen erleben manche Interessenten auf der Suche nach einem passenden Grundstück oft unliebsame Überraschungen. Liegt das Traumgrundstück im sogenannten Außenbereich, geht meist gar nichts. Um dieser Problematik zu begegnen, leitete der Gemeinderat in seiner Februar-Sitzung für den Ortsteil Haselbrunn ein Verfahren zur Ortsabrundung ein.

Die seit 19 Jahren bestehende Satzung entspricht nicht mehr den Wünschen vieler Ortsbewohner, weil sie die Bebaubarkeit von Grundstücken verhindert. Eine Bauvoranfrage junger Leute macht die verzwickte baurechtliche Situation aktuell. „Eine Lösung muss her“, forderte deshalb Bürgermeister Albert Nickl. Diese fand er nach Rücksprache mit dem Bauamt und dem Kreisbaumeister in einer erweiterten Ortsabrundung. In einer neuen Satzung sollen die Ortsgrenzen großzügiger ausfallen. Die Gemeinde plant die Vergrößerung des Innerortsbereiches, um die Bebaubarkeit der Grundstücke zu sichern. Auch bereits bebaute und noch im Außenbereich liegende landwirtschaftliche Flächen können dabei als Innerortsbereich ausgewiesen werden.

Den vom Bürgermeister empfohlenen Grundsatzbeschluss fasste der Gemeinderat einstimmig. Nach dem vorgeschriebenen Anhörungsverfahren wird der Satzungsbeschluss folgen. Die zu erwartende verstärkte Bautätigkeit in Haselbrunn veranlasste zweiten Bürgermeister Roland Hörl dazu, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Wasserzweckverbandes auf den erhöhten Erschließungsaufwand für den Verband hinzuweisen. Hörl empfahl dem Gemeinderat, diese Kostenentwicklung im Zuge der Baugenehmigungsverfahren zu beachten.

Einstimmigkeit herrschte auch bei der Vorlage und Beratung der Jahresrechnung 2017. Den erklärenden Worten von Hörl zur Haushaltsentwicklung damals mit Rekordhaushalt sowie "weitsichtigen und zukunftsweisenden Investitionen", folgten die Feststellung der Jahresrechnung und die Empfehlung zur Entlastung. Als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses würdigte Hörl die vorbildliche Arbeit von Karl Stopfer, dem Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft (VG), und der VG-Finanzverwaltung.

Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Gemeinderat einem Bauantrag. In Münchsreuthist der Neubau einer 50 mal 20 Meter großen Lager- und Maschinenhalle geplant.

Im Informationsteil gab Bürgermeister Albert Nickl das Ergebnis eines Gesprächs mit Vertretern des Wasserwirtschaftsamts Weiden zum Thema "Creußen-Entlandung" bekannt. Nach seinen Angaben sollen die Forderungen der Gemeinde in ein Sanierungs- und Finanzierungskonzept münden, das noch erarbeitet werden müsse. Als vordringlich hielt der Bürgermeister Entlandungsmaßnahmen im Innerortsbereich von Tremmersdorf. Er kündigte weitere Ortstermine an, um wenigstens diese voranzubringen. Geplant sei auch eine Informationsversammlung für die Grundstücksanlieger.

Gut voran gehen die Arbeiten im „Anwesen 23“, teilte Nickl mit und schilderte die einzelnen Bauleistungen. Für die Einrichtung laufe die Ausschreibung. „Geht’s rein; es schaut gut aus“, empfahl er den Gemeinderäten. Die Einweihung ist im Mai 2019 geplant. Guter Dinge ist der Bürgermeister auch mit Blick auf den Anbau an das Feuerwehrhaus in Speinshart. Nach dem Einbau der Fundamente noch vor dem Wintereinbruch laufen derzeit die Arbeiten zum Aufbau der Holzelemente. „Es geht zügig voran“, stellte Nickl fest und lobte die vielen ehrenamtlichen Helfer.

Nicht zuletzt kündigte er eine Entscheidung des Schulverbandes zur Modernisierung der technischen Ausstattung der erst nach der Sanierung neu eingeweihten Grundschule "Am Rauhen Kulm" an. Die Klassenräume werden mit interaktiven Elektronic-Boards zeitgemäß aufgerüstet, versprach der Gemeindechef. Im Zuge dieser Investition gibt es auch Überlegungen, das Sitzungszimmer im Gemeindezentrum mit guter Technik auszustatten. Einladungen ergingen für den Faschingsball des Katholischen Frauenbundes am Samstag, 23. Februar, und für den Feuerwehrball am Samstag, 2. März.

Gemeinderatssplitter:

Pressekonferenz zu Windrad-Projekt

Überfällig ist nach Darstellung von Wolfgang Merkl die Sanierung der Fassade des Leichenhauses in Speinshart. Bürgermeister Albert Nickl sicherte die Renovierungsarbeiten noch in diesem Jahr nach Abschluss der Bauarbeiten am "Haus der Dorfkultur" zu.

„Speinshart blockiert das Windrad-Projekt im Speinsharter Forst“, behauptete Johann Mayer. Der Gemeinderat ist Vorstand der Bürger-Energiegenossenschaft West in Grafenwöhr. „Die NEW Energie steht Gewehr bei Fuß“, wusste Holger Götz dazu. Beide Räte forderten mehr Informationen zur Positionierung der Gemeinde Speinshart. Bürgermeister Albert Nickl verwies auf eine umfassende Aufklärung im Zuge einer Pressekonferenz. Er versprach, das Thema zusätzlich auf die Tagesordnung einer Gemeinderatssitzung zu setzen.

Eine Benutzervereinbarung für das neue "Haus der Dorfkultur" mahnte Barbara Müller an. Zudem empfahl sie eine rechtzeitige Diskussion über die Vorschläge zur Gestaltung des Speinshart-Jubiläums im nächsten Jahr. (do)

 
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