Speinshart
09.11.2022 - 15:13 Uhr

Jäger aus Eschenbach und Umgebung kritisieren Staatsforsten

Norbert Ferstl (rechts) ehrte (von links) Werner Höller, Anton Knier und Josef Jelinek für langjährige Mitgliedschaft beim Jagdverband. Bild: rn
Norbert Ferstl (rechts) ehrte (von links) Werner Höller, Anton Knier und Josef Jelinek für langjährige Mitgliedschaft beim Jagdverband.

Das Gemeindezentrum war erneut Tagungsstätte für die Jahreshauptversammlung der Jäger aus Eschenbach und Umgebung. Vorsitzender Norbert Ferstl bezeichnete den schwachen Besuch der Veranstaltung als "Corona-Schaden". Es sei schwierig, die Mitglieder wieder zu einer lebendigen Gemeinschaft zusammenzuführen.

Mit der Ankündigung „wir brauchen bald nicht mehr nach Kemnath fahren“ informierte er über die bevorstehende Anschaffung eines Messgeräts zum Feststellen der Cäsiumbelastung von Jagdwild. Er sprach von Anschaffungskosten von mehr als 5000 Euro, für die es jedoch eine 90-prozentige Förderung gebe. Zu klären seien noch Standort und Höhe der Nutzungsgebühren für die Jäger.

Bewegung sei zudem in das System der Hundeprüfung gekommen. „Die Nachsuchenvorgabe gilt nicht nur für Reh-, Rot- und Schwarzwild, sondern auch für Enten“, betonte der Vorsitzende, der sich in den vergangenen Jahren über die Art der Drückjagden bei den Bayerischen Staatsforsten aufgeregt habe. Ferstl forderte das „Eingrenzen dieser Unart gegenüber der Schöpfung“ und informierte über dagegen angestrengte Verfahrensabläufe mit Hilfe von Rechtsanwälten. Gleichzeitig attestierte er bereits erkennbare „interne Reaktionen bei den Staatsforsten“.

Zudem ging Ferstl kurz auf die „Sauenplage“ ein, die nach erkennbarem Rückgang verschiedentlich wieder stark zugenommen habe, wodurch Wiesen stark geschädigt worden seien. Den Landwirten schrieb er zum Teil eigenes Verschulden zu: „Es bleiben Grasreste liegen, die eine starke Wurmentwicklung begünstigen.“

Mit Treuenadeln des Landesverbandes ehrte der Vorsitzende Hans Höller, Werner Höller und Anton Knier für 25-jährige und Josef Jelinek für 50-jährige Mitgliedschaft. Das Parforcehorn-Bläsercorps begleitete die Versammlung und entbot beim Totengedenken den Verstorbenen in letztes Halali. Stellvertretend erwähnte Ferstl den Verlust von Albert Butscher, der wertvolle Kontakte zum Landesverband hatte, und von Hans Krapf, Gründungsmitglied der Jagdhornbläser.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.