04.06.2019 - 10:59 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Jubiläumsturnier ein Volltreffer

40 Jahre Gemeindemeisterschaft im Kegeln: Wenn die Kugeln rollen und die Kegel fallen, bündeln sich sportlicher Ehrgeiz und gesellschaftliches Leben. Begeisterung und Leidenschaft bescheren ein rekordverdächtiges Ergebnis.

Mit 184 Teilnehmern war die Jubiläums-Gemeindemeisterschaft in Kegeln ein Volltreffer. Unser Bild zeigt die Einzelsieger mit SKC-Vorsitzendem Johann Schuller (links), Bürgermeister Albert Nickl und Schirmherrn Johannes Püttner (von rechts).
von Robert DotzauerProfil
Auch die Mannschaftssieger werden ausgezeichnet. Den Wanderpokal für den Gesamtsieger gewinnt die "Schullerei".

Vom 3. bis 13. Mai wetteiferten fast 40 Mannschaften in der auf Hochglanz polierten Bundeskegelbahn des SKC Klosterkegler im Gemeindezentrum. Auf der Anlage rollten die Kugeln wie in besten Tagen: ein Verdienst der Klosterkegler, die „ihre“ Bahn hegen und pflegen. Diese ist unter dem organisatorischen Dach des Vereins alljährlich Schauplatz der beliebten Gemeindemeisterschaft. „Die Meisterschaft ist immer etwas Besonderes im Speinsharter Veranstaltungskalender“, bilanzierte SKC-Vorsitzender Johann Schuller bei der Siegerehrung. Hinzu kam beim Turnier 2019 ein Doppeljubiläum: "40 Jahre Kegelbahn – 40 Jahre Gemeindemeisterschaft".

Eingebunden in ihr Gartenfest luden die Klosterkegler nun zur Siegerehrung – für Vorsitzenden Johann Schuller ein besonderer Tag: Endeten doch die Meisterschaften mit einem rekordverdächtigten Ergebnis. 37 Teams mit 184 Startern ließen die Kugeln rollen. Die Teilnehmer seien mit Begeisterung und Leidenschaft auf den Bahnen am Start gewesen, hatte der Vereinschef beobachtet. Das mache diesen Sport so attraktiv. Erfreut zeigte sich Schuller auch vom gesellschaftlichen Volltreffer, den die Gemeindemeisterschaft garantiere. Dickes Lob zollte er seinen Helfern aus dem Verein für den aufwändigen Schreibdienst.

Das Zielwasser hatte Schirmherr Johannes Püttner schon zum Start des Turniers mitgebracht. Und so berichtete Schuller von einer respektablen Trefferquote vieler Teilnehmer. Bevor der Vereinschef inmitten des Gartenfests im lauschigen Schulhof zur Siegerehrung rief, galt anlässlich des Jubiläums Heidi Grundl und Reinhold Reinl als Einzelsieger der ersten Gemeindemeisterschaft 1979 noch eine kurze Erinnerung.

40 Jahre Werbung für den Kegelsport und gleichzeitig Pflege der Gemeinschaft: Diese Aspekte stellte Bürgermeister Albert Nickl in den Mittelpunkt seines Grußworts. Er sprach von der Einführung einer "Kult-Veranstaltung" und lobte Teilnehmer und Organisatoren gleichermaßen. Von Vorsitzendem Hans Schuller und Sportwart Markus Edl assistiert schritten Nickl und Schirmherr Johannes Püttner schließlichzur Ehrung der Besten. Zu Meisterehren kamen getrennt Herren-, Damen- und gemischte Teams, Jugendmannschaften, die Einzelsieger, Sport- und Gesellschaftskegler und die besten auswärtigen Teilnehmer.

Das Herrenteam von Novem Eschenbach war es dann auch, das mit 794 Kegel den Siegerpokal gewann. Weitere Pokale gab es für die zweitplatzierten "Samstagskegler Pressath 1", die Dritten von Novem Vorbach sowie den Karten- und Schachverein Eschenbach auf Rang vier. An den Start gegangen waren 17 Herrenmannschaften. Mit neun Damenteams war auch die Beteiligung des schönen Geschlechts recht beachtlich. Mit respektablen 747 Kegel gewann „Novem Vorbach 2“ überlegen die Wertung vor den Maltesern aus Tremmersdorf und den Speinsharter "Marsmännern".

Die „Schullerei“ freute sich bei den gemischten Teams gleich über zwei Pokale: Johannes Püttner übergab ihr neben dem Siegerpokal auch den Wanderpokal für die insgesamt beste Mannschaft (836 Kegel). Zu den Pokalgewinnern gehörten auch der zweitplatzierte Schützenverein Oberbibrach und die drittplatzierte „Trasslbande“. Bei insgesamt fünf Jugendteams schoben die "Boys" der Feuerwehr Tremmersdorf das beste Ergebnis vor der Katholischen Landjugend.

Im Blickpunkt:

Vorsitzender klar vorne

In den Einzelwettbewerben gingen bei den Herren 95, bei den Damen 54 und bei den Jugendlichen 35 Kegler auf die Bahn. Der Veranstalter unterschied dabei zwischen Sport- und Hobbykeglern aus dem Gemeindebereich Speinshart sowie auswärtigen Startern.

Bei den Sportkeglern dominierte der Vereinschef höchstpersönlich: Mit 202 Kegel wurde Johann Schuller Gemeindemeister. Ihm am nächsten kam als bester auswärtiger Sportkegler Norbert Schecklmann aus Oberbibrach mit 184 Holz. Der Gemeindemeister der Hobbykegler kommt aus den Reihen der Dorfgemeinschaft Haselbrunn: Mit 170 Holz gewann Horst Fuchs den Siegerpokal. Als besten auswärtigen Hobbykegler ehrte der Schirmherr Harald Polzin von den Samstagskeglern Pressath.

Kristin Marsmann heißt die Gemeindemeisterin bei den Sportkeglern. Sie schob 179 Holz. Besser war nur Carina Haberkorn von Novem Vorbach mit starken 197 Kegel als überragende auswärtige Sportkeglerin. Der Katholische Frauenbund Speinshart stellt die Gemeindemeisterin im Hobbykegeln: Christine Walberer eroberte mit 154 Holz den Titel. Mit 178 Holz war Anita Müller von der Oberbibracher Schützengesellschaft die herausragende auswärtige Hobbykeglerin.

Gute Ergebnisse gab es auch beim Jugendwettbewerb. Starke 171 Holz schob Andreas Kastner aus Kulmain als bester auswärtiger Sportkegler. Helena Diepold errang im Bereich Gesellschaftskegeln den Titel der Gemeindemeisterin, Timo Weidner ist bester auswärtiger Hobbykegler. Den Glücksschub, von Schirmherr Johannes Püttner zu Beginn der Meisterschaft vorgegeben, spielten während des Turniers in gleicher Konstellation Florian Reinl, Wilfried Weiß, Rosi Wolf und Kristin Marsmann. Püttner überreichte ihnen Gutscheine.

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