15.03.2019 - 10:43 Uhr
SpeinshartOberpfalz

"Kleine Feuerwehr ganz groß"

"Voll Mai Ding", heißt die einprägsame Losung der Feuerwehr Speinshart. Minimal abgewandelt - "Voll mei Ding" - gilt sie uneingeschränkt auch für den Nachwuchs. Die Jugend ist für die Wehr der große Schatz.

von Robert DotzauerProfil

In der Jahreshauptversammlung der Wehr berichtete Jugendwart Stefan Neubauer vom großen Interesse der Jugend, Mitglied zu werden. Diese Begeisterung drückte sich in guten Zahlen aus: Im Laufe des Jahres 2018 wuchs die Jugendtruppe von 14 auf 25 Anwärter. Wegen Volljährigkeit traten zugleich vier junge Kräfte zur aktiven Wehr über. „Aber alle Burschen und Mädels blieben der Wehr erhalten“, freute sich Neubauer.

Sein Jahresbericht war voll des Lobes für die zuverlässige Nachwuchsmannschaft. In ihrer Jahresversammlung bekam sie eine Auffrischung mit Jugendsprechern: Der Jugendwart verwies auf die „Beförderung“ von Veronika Schinner, Jasmin Kroher und Jakob Diepold.

„Den jungen Leuten wird immer mehr abverlangt“, erklärte er mit Blick auf Leistungsprüfungen und Wissenstests bekannt. Umso glanzvoller habe sich die Jugendfeuerwehr geschlagen. Als besondere Höhepunkte im Berichtszeitraum erwähnte Neubauer Schulungen zu Löscheinsätzen, Einführungen in die Fahrzeugkunde, Übungen mit dem Löschfahrzeug und Vorbereitung auf das Jugendleistungsabzeichen.

Dieser Übungsmarathon habe sich bei der Jugendleistungsspange positiv bemerkbar gemacht, teilte der Jugendwart mit. Er berichtete von tadellosen Leistungen und erfolgreicher Prüfung aller Teilnehmer. Auch den Wissenstest und den Wettbewerb rund um das Löschfahrzeug habe die Gruppe mit Glanz gemeistert. Neubauer informierte zudem über die MTA-Ausbildung der jungen Leute mit insgesamt 19 Unterrichtseinheiten.

Auch das gesellschaftliche Leben ist bei der Jugendfeuerwehr in guten Händen. „Das Team versteht zu feiern“, verriet Neubauer. Unter anderem nannte er das Drumherum beim Maibaumaufstellen und die Weihnachtsfeier. Abschließend dankte er der Vorstandsriege um Stefan Schedl und dem Jugendwart-Team mit Kollegen Stefan Herbert. In der Jahreshauptversammlung kam es zur Neuaufnahme weiterer Jugendlicher.

Das 125-jährige Bestehen der Feuerwehr im Blick steht schon ein fesches Team an Festdamen bereit. Doch die Einkleidung ist teuer. Um sie zu finanzieren, rühren die 18 jungen Damen die Werbetrommel und packen bei den gesellschaftlichen Veranstaltungen der Wehr mit an. Nicole Kroher, die Sprecherin der Festdamen, berichtete vom finanziell erfolgreichen Einsatz als Bardamen beim Faschingsball und kündigte einen Bedien-Service beim Jubiläum der Krieger- und Soldatenkameradschaft sowie beim Weinfest an. Auf weitere Einfälle zur Finanzierung der wertvollen Festgewänder dürfe jeder gespannt sein, erklärte Kroher.

Hohe Wertschätzung für die Wehr war den Grußworten zu entnehmen. Pater Johannes dankte im Namen von Kloster, Pfarrei und Internationaler Bildungsstätte für die vielfältige Unterstützung und unterstrich die Verbundenheit. "Möge der heilige Florian weiter seine schützende Hand über die Feuerwehr und das Kloster halten": Mit diesem Wunsch verbunden war der Beitritt des Prämonstratenser-Chorherren als „jüngstes“ Mitglied zum Feuerwehrverein.

„Es läuft – lebt Euer Motto 'Voll Mai Ding' weiter“, forderte der Tremmersdorfer Vorsitzende Martin Rodler die Speinsharter Kollegen auf. Gleichzeitig regte er verstärkte gemeinsame Übungen beider Wehren an. "Kleine Feuerwehr ganz groß", hieß es im Grußwort von Grafenwöhrs Feuerwehr-Chef Alexander Richter. Als Vertreter des Patenvereins rühmte er Einsatzbereitschaft und Gemeinsinn seiner Klosterdorf-Kameraden.

„Der Abend zeigt, die Feuerwehr ist die wichtigste Hilfsorganisation. Wenn sie gerufen werden, sind sie da“, stellte mit Blick auf die Alarmierung der Wehr (wir berichteten) Bürgermeister Albert Nickl. Er sah in ihr eine Mannschaft in ständiger Bewegung und eine Bereicherung für das dörfliche Leben. Nickl verwies zudem auf das gute Räderwerk innerhalb der Feuerwehr und prophezeite für 2020 mit dem Feuerwehr-Jubiläum und der 875-Jahr-Feier der Klostergemeinde „Jahrhundert-Feste“.

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