Der gute Wille des Wasserwirtschaftsamts Weiden sei erkennbar, merkte der Bürgermeister in der Sitzung des Gemeinderats an. Bis zu 2000 Kubikmeter Entlandungsmaterial räumte eine Fachfirma aus der Creußen und lagerte es am Flussrand ab. „Das belastete Material darf nicht in der Landwirtschaft verwendet werden und stellt das Wasserwirtschaftsamt vor große logistische Probleme“, gab Albert Nickl zu. Trotzdem: „Der Schlamm darf dort nicht endgültig bleiben“, forderte er. Die bisherige Maßnahme sei "ein kleiner Schritt zum großen Ziel".
Insgesamt sieht der Gemeindechef die Objektplanung zum ökologischen Gewässerausbau der Creußen auf einem guten Weg. Diese ist bei Tremmersdorf als Gewässer II. Ordnung eingestuft. Unterhaltspflichtig ist deshalb der Freistaat. Die Kommune dagegen darf aufatmen, weil mit erheblichen Kosten zu rechnen ist.
Derzeit plant das Ingenieurbüro Schlegel aus München die Zielsetzungen. Neben der Sedimentationsreinigung stehen die ökologische Aufwertung und eine verbesserte Erlebbarkeit für die Menschen im Aufgabenkatalog. Der Bürgermeister berichtete in der Sitzung vom Abschluss der Neuvermessung des Flusslaufes auf einer Gewässerstrecke von 5,5 Kilometern und von der Forderung, das vorübergehend abgelagerte Entlandungsmaterial auf Höhe der Ortschaft baldmöglichst zu entsorgen.
Die weiteren Informationen galten dem Bauhofbetrieb. Nickl verwies wegen des verletzungsbedingten Ausfalles eines Mitarbeiters auf die teilweise Vergabe von Mäharbeiten an Landschaftspfleger Gerhard Thurn aus Oberbibrach. Für die seit Jahren versprochenen Parkplätze im Baugebiet "Krummacker" versprach er einen umgehenden Maßnahmenbeginn.
In die Gänge soll auch die seit langem geplante Erneuerung der Homepage der Gemeinde kommen. „Das ursprünglich beauftragte Büro hat uns in Stich gelassen“, bedauerte der Bürgermeister. Ziel sei es, dass die neue, umfangreichere Homepage noch 2019 ins Netz gehe. Vorschläge in Text und Bild werden gerne entgegengenommen, erklärte Nickl und empfahl einen Kontakt zu Mitarbeiter Christofer Neukam von der Verwaltungsgemeinschaft.
Das gemeindliche Einvernehmen erteilte das Gremium zwei Bauanträgen. Wegen Überschreitung der Baugrenzen war für die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses im neuen Baugebiet "Maifurt" in Tremmersdorf eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes notwendig. Zustimmung fand auch ein Wohnungsbauvorhaben in Haselbrunn. Für die Erschließung des Grundstücks, das baurechtlich im Außenbereich liegt, sind allerdings noch mit der Gemeinde und dem Wasserzweckverband Grunddienstbarkeiten abzuschließen.
Ein Straßennam war für die neue Siedlungsstraße im Baugebiet "Maifurt" zu vergeben. Während Bürgermeister Albert Nickl für Flurnamen in nächster Umgebung plädierte, schlug sein Stellvertreter Roland Hörl mit Blick auf den Mühlbach nördlich der Siedlungsstraße die Straßenbezeichnung „Am Mühlbach“ vor. Scherzhaft stand auch die Bezeichnung „Albert-Nickl-Ring“ in der Diskussion. Aber dieser Name entfalle ja in Tremmersdorf, hieß es hintergründig. Das Gremium einigte sich einstimmig auf „Zum Mühlbach“.
Im Anfragenteil interessierte sich Robert Kausler für die ersten Ergebnisse der Blitzeraktionen. Der Bürgermeister versprach dazu Informationen in der nächsten Sitzung. Wolfgang Merkl erinnerte an den schlechten Zustand der Wegverbindung Münchsreuth-Dobertshof, der vor allem durch die intensive Nutzung der Staatsforsten bedingt sei. Eine Kooperation zwischen der Gemeinde und dem staatlichen Forstbetrieb hielt Nickl für unumgänglich.
An überfällige Schnittarbeiten an den Flurwegen erinnerte Josef Rupprecht. Barbara Müller regte schließlich an, bei Festen auf der Wiese zwischen Wieskapelle und Klosterkirche die Durchgangsstraße für den Verkehr zu sperren.













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