Am Sonntag, 15. August feiert die Katholische Kirche das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel. Für viele Marienverehrer ein großes Fest. Maria wird an diesem Tag zur Verbündeten für viele Anliegen. Gleichzeitig ist das Fest mit dem uralten Brauch verbunden, einen Strauß an Heilkräutern, Getreide und bunten Blumen zu binden und dieses Kräuterbüschl im Gottesdienst segnen zu lassen. „Sieben bis neunundneunzig Kräuter gehören in einen Kräuterbuschen“, weiß Frauenbund-Sprecherin Elisabeth Nickl. An einem luftigen Platz getrocknet, sollen die Kräuter bis zum nächsten Maria-Himmelfahrtstag vor Unglück schützen. Die Mitglieder des Katholische Frauenbundes Speinshart gehen hinaus in die Fluren oder suchen in den Häusgärten und an Wald- und Wegrändern nach geeigneten Pflanzen und Blumen. Die Sammlerinnen müssen dabei wählerisch sein. „Der Volksglaube fordert überwiegend Heilkräuter“, betont Nickl. Erwünscht seien deshalb besonders Ringelblumen, Salbei und Fenchel, Schafgarbe, Majoran, Oregano, Lavendel und Wermut. Auch Minze, Johanniskraut und die Sonnenblumen als Symbol für eine friedvolle Welt dürfe nicht fehlen.
In Erwartung einer großen Kräutersammlung treffen sich die Mitglieder des Speinsharter Frauenbundes am Samstag um 14 Uhr im Klostergarten neben den Garagen zum traditionellen Buschenbinden. Verkauft werden die bunt leuchtenden Sommersträuße vor Beginn der Gottesdienste am Samstagabend und an Maria Himmelfahrt am Sonntag vor der Pfarr- und Klosterkirche. Der Erlös dient wie üblich sozialen Zwecken.













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