Speinshart
27.08.2026 - 14:13 Uhr
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Sportheim-Sanierung: Halbe Million des Bundes lässt auf sich warten

Für den FC Tremmersdorf/Speinshart war es eine gute Nachricht: Für die Sanierung und Erweiterung des Sportheims in Speinshart gibt es fast eine halbe Million Euro vom Bund. Doch Förderformalien verzögern einen raschen Baubeginn.

Die Erweiterung des FC-Sportheimes in Tremmersdorf verzögert sich. Für die Zuteilung der Sonder-Sportmittel des Bundes bedarf es eines ergänzenden Förderantrags im Sinne der Bundesrichtlinien, den der Gemeinderat in einer eiligen Feriensitzung absegnete. Bild: Robert Dotzauer
Die Erweiterung des FC-Sportheimes in Tremmersdorf verzögert sich. Für die Zuteilung der Sonder-Sportmittel des Bundes bedarf es eines ergänzenden Förderantrags im Sinne der Bundesrichtlinien, den der Gemeinderat in einer eiligen Feriensitzung absegnete.

Mehr als 3600 Projektanträge mit einem Gesamtvolumen von 7,5 Milliarden Euro – der 333 Millionen Euro schwere erste Projektaufruf für das Sonderprogramm des Bundes zur Sanierung kommunaler Sportstätten war 21-fach überzeichnet. Bürgermeister Albert Nickl spricht von einem Glücksfall. Es sei „wie ein Sechser im Lotto“, dass für das sogenannte Sonderprogramm des Bundes auch das Sanierungs- und Erweiterungsvorhaben des Creußen-Clubs mit einer Förderung bedacht wurde. Die Klostergemeinde gehörte zur ersten Charge genehmigungsfähiger Projekte, die von der Bundesregierung im April 2026 ausgewählt wurden.

Fast eine halbe Million vom Bund

Einen formellen Bewilligungsbescheid erhielten die Speinsharter als offizieller Antragsteller ebenfalls im April 2026. Konkret dürfen sich Gemeinde und Sportclub auf Bundesmittel in Höhe von 482.000 Euro freuen. Die Förderung errechnet sich aus zuschussfähigen Kosten in Höhe von 643.000 Euro bei einer kalkulierten Bausumme von 714.000 Euro.

Der vom Bund geforderte Mindestanteil der Kommune von zehn Prozent der förderfähigen Kosten erfüllt Speinshart mit der Zusicherung von 65.640 Euro aus dem Gemeindesäckel, so der Beschlussvorschlag in der Feriensitzung des Gemeinderates, den das Gremium in enger Abstimmung mit dem FC und nach ergänzenden Koordinierungsgesprächen mit Berlin einstimmig billigte.

Genehmigungsverfahren dauert

Gleichwohl ist der Genehmigungsprozess noch nicht abgeschlossen. Bürgermeister Albert Nickl verwies auf die Notwendigkeit eines ergänzenden Förderantrags im Sinne der Bundesrichtlinien und auf die gewaltigen Anstrengungen aller örtlich Beteiligten zur Restfinanzierung des Projekts. Nun hoffen der Bürgermeister, der Rat und die FC’ler auf Tempo beim Genehmigungsverfahren.

Geplant ist eine nachhaltige Ertüchtigung des Sportheims als Herzstück des Clubs. Die Planung umfasst die Erweiterung des Kabinentrakts für Mannschaften und Schiedsrichter, die Sanierung des Toilettenbereichs, energetische Sanierungsmaßnahmen und eine zeitgemäße behindertengerechte Modernisierung weiterer Räumlichkeiten.

FC-Vorsitzender Wolfgang Seitz betont zudem den gesellschaftlichen und sozialen Mehrwert des Erweiterungsbaus. Damit verbunden ist schon jetzt der Appell der Vereinsspitze: „Lasst uns gemeinsam etwas bewegen – für den Verein, die Jugend, die Dorfgemeinschaft und die Jugend.“ Auf Nachfrage von Josef Rupprecht verneinte der Bürgermeister mit Blick auf Erfahrungswerte bei Dorferneuerungsmaßnahmen weitere Fördermöglichkeiten durch die Anrechnung freiwilliger Arbeitseinsätze.

Telekom in der Kritik

Im Anfragenteil der Sitzung bekam die Telekom ihr Fett weg. Mit Blick auf die schleppende Verlegung der Breitbandkabel durch eine von der Telekom beauftragte Firma kritisierte zweiter Bürgermeister Roland Hörl die „schlampige und unzuverlässige Arbeitsweise“ des Bautrupps. Auch der Vizechef der Gemeinde übte Kritik am Großkonzern. „Telekom mangelt es an Power“, befand Hörl, der zudem das große Durcheinander bei den Hausanschlüssen beanstandete. Bürgermeister Albert Nickl empfahl in diesem Zusammenhang den Anschlussnehmern, den von der Telekom angebotenen Verträgen zuzustimmen. Holger Götz regte schließlich an, bei Ortsteilversammlungen mit dem Bürgermeister auch die Fraktionssprecher einzuladen.

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