Die Renovierung der Scheunen zwischen dem Friedhof sowie dem künftigen Haus der Dorfkultur und der Wieskapelle biete sich an, sagen Bürgermeister und Gemeinderäte. Ein Scheunenteil wurde bereits in die künftige Nutzung des denkmalgeschützten Kultur-Areals einbezogen. Nun sollen drei weitere Stadel restauriert und einer ideenreichen Zweckbestimmung zugeführt werden. Für das Gremium bildet das Projekt einen weiteren Mosaikstein auf dem Weg zur Komplettsanierung des Klosterdorfes.
Während eine Scheune in Privatbesitz bleibt, befinden sich die weiteren Gebäudeteile in Gemeindeeigentum. Nach zähen Verhandlungen sei es gelungen, eine gute Finanzierung der Umbauten zu erreichen, erklärte der Bürgermeister in der Januar-Sitzung des Gemeinderats. Er verwies auf eine Vereinbarung mit der Teilgemeinschaft als Träger des Projekts, um Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm zu erhalten. Allerdings sei für die Verwirklichung ein Finanzierungskonzept mit einigen Geldgebern zu schnüren, erklärte Nickl, um sogleich einige Förderstellen zu nennen. So erwartet er Zuschüsse vom Amt für Ländliche Entwicklung, aus dem Topf des sogenannten Entschädigungsfonds und vom Bezirk Oberpfalz. Auf der Grundlage erster Planskizzen rechnet der Gemeinderat mit geschätzten Kosten von circa 460 000 Euro. Der gemeindliche Eigenanteil ist mit 47 000 Euro veranschlagt. Zudem hofft der Bürgermeister, wie zuletzt bei der Sanierung des Anwesens 23, auf Eigenleistungen. Die Devise hieß in der Gemeinderatssitzung, rasch zu handeln. "Der Konjunkturhimmel trübt sich ein", mutmaßte Nickl. Deshalb war eine Entscheidung über eine Kostenbeteiligung an der Maßnahme gefragt. Der Gemeinderat stimmte der Vereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft zu.
Als künftige Nutzung haben Bürgermeister und Räte in Ergänzung des "Bürgerhauses" und der Wieskapelle eine Verwendung für die Internationale Begegnungsstätte, für Vereine und Kulturschaffende im Blick. Als Mieter und "Kümmerer" brachte Nickl den Obst- und Gartenbauverein ins Gespräch. Diesen als einen der stärksten und aktivsten Vereine mit seiner starken Jugendarbeit mit ins Boot zu holen, biete sich an.
Volksstück mit Humor und Witz im Klosterhof
Das Landestheater Oberpfalz gastiert auch 2019 in Speinshart. Am Samstag, 29. Juni, kommt das Volksstück „Kohlhiesels Töchter“ zur Aufführung, teilte Bürgermeister Albert Nickl mit. Das Stück handelt von der schönen Liesl und ihrer kratzbürstigen Schwester Susi sowie den Verwicklungen auf der Suche nach einem standesgemäßen Ehemann. Mit Humor und Witz zeigt der an die legendäre Verfilmung mit Lieselotte Pulver angelehnte Bauernschwank, wie sich zwei ungleiche Schwestern durch die Verehrer-Welt schlagen. Karten gibt es im Vorverkauf bei den Sparkassen Eschenbach und Grafenwöhr, der Raiffeisenbank Eschenbach, der Buchhandlung Bodner in Pressath, bei Kfz-Schmidt in Speinshart und bei Kfz-Diepold in Tremmersdorf.
Seit 7. Januar 2019 wird im gesamten Bundesgebiet wieder der Mikrozensus, eine amtliche Haushaltsbefragung, durchgeführt. Zweck dieser repräsentativen Stichprobe ist es nach Angaben des Bürgermeisters, statistische Daten unter anderem zur Bevölkerungsstruktur sowie zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lage. Einbezogen sind nur ein Prozent der Einwohner. Die Auswahl der zu befragenden Haushalte erfolgt nach dem Zufallsprinzip. Als Interviewer werden vom Landesamt für Statistik nur sorgfältig ausgewählte und geschulte Personen eingesetzt. Datenschutz und Geheimhaltung sind gewährleistet. Bürgermeister Albert Nickl appellierte an die Betroffenen, bei der Stichprobenerhebung vollumfänglich mitzuwirken. Nähere Informationen im Gemeindeaushang und im Internet: www.statistik.bayern.de.













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