Ein gutes Stück der insgesamt 25 Kilometer langen Entwässerungsgräben in der Gemeinde Speinshart unterhält der Wasser- und Bodenverband Speinshart-Zettlitz. "Das bedeutet viel Verantwortung für Natur und Umwelt und für eine vernünftige Bewirtschaftung der anliegenden Grundstücksflächen", resümierte in der Verbandsversammlung Vorsitzender Alfons Höllerl im Floriansstüberl der Feuerwehr Speinshart.
26 Jahre stand der Seitenthaler an der Spitze des Verbandes und betreute mit seinen Mannen zehn Kilometer Gräben, Ufer, Böschungen, Begleitwege und Brückenbauten. "Der schwierigste Teil der Gesamtstrecke liegt im Verantwortungsbereich des Wasser- und Bodenverbandes Speinshart-Zettlitz", verwies Höllerl auf Problemflächen. Große Teile des Verbandsgebietes seien früher Moorflächen gewesen, daran erinnerte Geschäftsführer Stefan Schedl. Umso größer sei der Erfolg zu werten, diese Bereiche im Einklang mit der Natur zu entwässern und zu pflegen. Doch auch beim Wasser- und Bodenverband gibt es Sorgen. Besonders die Biberschäden und die stete Ausbreitung des Dauernagers beobachtet der Verbandsvorsitzende kritisch.
In seinem Rechenschaftsbericht würdigte Alfons Höllerl zudem die Zuverlässigkeit der Verbandsmitglieder bei vielfältigen Einsätzen. Kostenlose Dienste mit eigenen Geräten und unentgeltlich geleistete Arbeitsstunden: Dieser Gemeinsinn sei heute außergewöhnlich, lobte der Vorsitzende. Ohne diese Zusammenarbeit der Verbandsmitglieder würde der jährliche Verbandsbeitrag explodieren, bemerkte Höllerl. Dem Bericht folgten eine kurze Erläuterung des 43. Bauprogrammes und Hinweise zu dessen Finanzierung. In seinen Dank an Mitglieder, Bürgermeister und Gemeinde und an den Gewässerzweckverband dritter Ordnung schloss er die gute Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt und der Gewässeraufsicht des Landratsamtes ein. Gleichzeitig gab er bekannt, nach 26 Jahren als Vorsitzender bei der Neuwahl nicht mehr zu kandidieren. Gleiches teilte zweiter Vorsitzender Hans Trassl mit.
Der Verbandsausschuss musste sich deshalb nach einer neuen Verbandsspitze umsehen. Er fand sie in Sebastian Müller aus Speinshart (Vorsitzender) und Johannes Schinner aus Seitenthal (zweiter Vorsitzender). Zum Kassenprüfer wählte der Verbandsausschuss den bisherigen 2. Vorsitzenden Hans Trassl. Erste Gratulanten waren Bürgermeister Albert Nickl und Verbandsgeschäftsführer Stefan Schedl.
Während der Bürgermeister den ausscheidenden Vorsitzenden dankte und der neuen Führung ein gutes Händchen bei Entscheidungen wünschte, appellierte Schedl an den Fortbestand der harmonischen Verhältnisse innerhalb des Verbandes.













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