(do) Mit Unterstützung der Teilnehmergemeinschaft, des Amtes für Ländliche Entwicklung und vor allem mit der Zusage hoher staatlicher Fördermittel ausgestattet ist das Kulturprojekt der Gemeinde lieb und teuer. Der Kostenaufwand überschreitet die Ein-Million-Euro-Grenze.
Bei einer Baustellenbesichtigung mit dem Gemeinderat gab Bürgermeister Albert Nickl einen Zwischenbericht über den Baufortschritt. "Die Arbeiten verlaufen im Bauzeitenplan", versicherte der Bürgermeister. Beim anschließenden Baustellenrundgang überzeugten sich die Ratsmitglieder vom Abschluss der Rohbauarbeiten und der Hausinstallation. Im Juli erfolgt der Einbau der Fenster, bemerkte Albert Nickl.
Derzeit laufen die Verputzarbeiten der historischen Gewölbe. Historisch ist das ganze Haus. Es steht unter Denkmalschutz, wie das gesamte Klosterhof-Ensemble. Fest eingeplant ist ein erneuter Einsatz von ehrenamtlichen Kräften zum Abschlagen des alten Außenputzes. Dabei denkt Albert Nickl besonders an den Eifer und die Muskelkraft der Gemeinderäte. Mit einer Fertigstellung des Projekts rechnet der Bürgermeister bis zum Frühjahr 2019.
Dann soll das restaurierte Gebäude einer Mehrfachnutzung dienen. Geplant ist im Erdgeschoss ein Domizil für Vereine. Darüber hinaus ist auch eine Nutzung im räumlichen Zusammenhang mit der Wieskapelle für besondere Veranstaltungen möglich. Im Obergeschoss entsteht eine Psychotherapie-Praxis. Geplant sind zudem zwei kleine Wohneinheiten.
Komplizierte Bauanträge
Komplizierter als erwartet stellten sich einige Bauanträge dar. So musste der Bauantrag von Michael Schmid aus Tremmersdorf für den Neubau eines Bürogebäudes mit Betriebswohnung im Gewerbegebiet Tremmersdorf von der Tagesordnung abgesetzt werden. Wegen des fehlenden Bebauungsplanes für das vom Baubewerber bevorzugte Areal gibt es Widersprüche zwischen öffentlichem und privatem Recht. Als Beispiel nannte Bürgermeister Albert Nickl eine Wohnraumplanung in ansonsten gewerblich genutzten Räumen. Diese Wünsche berührten Nachbarschaftsrecht. Das bestätigte auch Experte Roland Lins. Auch Barbara Müller mahnte zur Vorsicht. "Durch Einliegerwohnungen sollten Gewerbegebietsausweisungen nicht eingeschränkt werden". Bis zur endgültigen rechtlichen Abklärung wurde der Bauantrag zurückgestellt.
Trotz eines großzügigen Bebauungsplanes "Brandhut" gibt es in Zettlitz für einen Wohnhausneubau schon Änderungswünsche. Der Bauantrag des Ehepaares Andrea und Thomas Arnold enthält Abweichungen vom Bebauungsplan im Bereich der Baugrenzen und bei den maximalen Auffüllhöhen des Geländes. Barbara Müller warnte vor einem bösen Erwachen bei künftigen Baubewerbern. "Geländeänderungen sind wenig ideal". Dennoch erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen einstimmig.
Als nicht genehmigungsfähig betrachtete das Landratsamt den Wunsch von Matthias Hörl für den Bau eines Wohnhauses in der 2. Reihe des Herrenmühlweges. Kompromissbereit zeigte sich die Baubehörde dennoch. Sie stimmte dem Bauvorhaben "weiter östlich und südlich" des Herrenmühlweges "in Scheunennähe" zu.
Die ursprüngliche Bauvoranfrage wandelte das Amt in einen offiziellen Bauantrag um. Bürgermeister Albert Nickl gab diese Informationen zur Kenntnisnahme weiter.
Ab sofort weist auf der B 470 in Höhe der Ein- und Ausfahrt Zettlitz die Beschilderung auch auf die Ortschaft Seitenthal hin. Der Bürgermeister informierte über eine entsprechende verkehrsrechtliche Anordnung.
Baubeginn für Glasfaser
Mit einer Glasfaserverlegung bis ins Wohnhaus gibt es künftig für manchen Hauseigentümer in der Gemeinde eine superschnelle Verbindung in das Breitbandnetz. Dieses Entgegenkommen von Gemeinde und Telekom gilt jedoch nur für bisher qualitativ unterversorgte Anwesen mit einer Leistung unter 30 Mbit. Die Baumaßnahme werde in Kürze beginnen, teilte der Bürgermeister mit. Derzeit erbitte der Anbieter die Anlieger um eine Zustimmungserklärung.
Für die weiteren Anlieger der "Hochgeschwindigkeitsstrecke" bestehe die Möglichkeit, außerhalb der Fördermaßnahme eine noch höhere Anschlussgeschwindigkeit von mindestens 100 Mbit zu erreichen. Diese Eigeninitiative koste dem Grundstückseigentümer für einen Glasfaser-Hausanschluss circa 2200 Euro.
Verschoben aber nicht aufgehoben ist die Sanierung der Kläranlage. Die Fachfirma sagte den vereinbarten Termin wegen des krankheitsbedingten Ausfalles von Mitarbeitern ab, gab der Bürgermeister bekannt. Geplant sind vor allem Arbeiten im Bereich des Belebungsbeckens und der Einbau einer neuen Belüftungsanlage. Die Sanierungsarbeiten sollen nun Mitte Juli 2018 beginnen.
Nach einem Motorschaden im alten Bauhof-Fahrzeug war schnelles Handeln angesagt. "Das war dringend notwendig", bemerkte Albert Nickl. Darunter verstand er den zügigen Kauf eines Ersatzfahrzeuges für die Gemeindearbeiter. Erworben wurde ein vier Jahre alter VW-Kastenwagenmit einer Fahrleistung von 80 000 Kilometern. Das Fahrzeug kostete 10 900 Euro. Haushaltsmittel waren schon eingeplant.
Das Bürgerfest steht vor der Tür. Dazu lud der Bürgermeister auch den Gemeinderat ein. Aber auch Mithilfe ist erwünscht. Zur Eröffnungsgaudi am Samstag, 7. Juli, zählt ein spektakulärer Seilzieh-Wettbewerb. Gegner ist ein 12-Tonner-Truck der Bundeswehr. Sechs "zugkräftige" Männer aus dem Gremium erklärten sich bereit, als Team des Gemeinderates die Kräfte mit dem Bundeswehr-Truck zu messen. Teilnehmen werden neben den beiden Bürgermeistern die Gemeinderäte Holger Götz, Robert Kausler, Roland Lins und Richard Neukam.













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