25.08.2020 - 10:27 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Viele laufende Projekte in Speinshart

In der Gemeinde Speinshart geht etwas voran. Nicht nur die Spielplätze der Ortsteile werden auf Vordermann gebracht, auch andere Projekte laufen gut. Das wird in der Gemeinderatssitzung deutlich.

In Münchsreuth packen die Einwohner mit Unterstützung des Gemeindebauhofes kräftig an, um für die Kinder attraktive Spielgelegenheiten zu schaffen.
von Robert DotzauerProfil

Der Informationsteil im öffentlichen Abschnitt der Gemeinderatsversammlung war gut gefüllt mit positiven Zwischenstandsmeldungen. Besonders die Unterstützung der Münchsreuther und Haselbrunner beim Spielplatzbau würdigte Bürgermeister Albert Nickl als vorbildlich. In Münchsreuth sind die Spielgeräte bereits montiert und mängelfrei abgenommen. Nickl bescheinigte den freiwilligen Helfern und den Gemeindearbeitern beim Aufbau der Geräte gute Arbeit. Ein Fußballtor werde noch folgen, versprach der Sitzungsleiter.

Auch für Haselbrunn soll es demnächst neue Spielgeräte geben. Doch zuvor stand die Demontage der alten Gerätschaften an, die die Spielplatzgemeinschaft Haselbrunn übernahm. Auch dafür gab es ein herzliches Dankeschön des Bürgermeisters. Beschilderungen und Öffnungszeiten kündigte der Bürgermeister für alle Spielplätze der Gemeinde an. Den Ortsteil Dobertshof lud er zu einer Anliegerversammlung am Montag, 14. September, ein. Es geht um die Dorfgestaltung.

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Speinshart

Baufortschritte verkündete der Bürgermeister beim Projekt Scheunensanierung. Derzeit laufe die Trockenlegung der Außenmauer entlang der Straße und zum alten Friedhof. Mit Blick auf das Millionenprojekt Gemeindezentrum informierte Nickl über den Abschluss der Verputzarbeiten und den Abbau der alten Saaldecke und kündigte als nächste Teilmaßnahmen die Elektroarbeiten im Gemeindesaal und den Einbau der Bühnentechnik an.

Im Internet surfen rund um die Uhr, ohne Anmeldung und kostenlos ist nun auch im Speinsharter Klosterhof möglich. Der am stärksten frequentierte Platz in der Gemeinde werde durch das „Bayern-W-Lan“ abgedeckt, erklärte der Bürgermeister. Frühe Aufklärung versprach Nickl zum Thema Solarpark bei Seitenthal. Deshalb lädt der Bürgermeister für Dienstag, 8. September, zu einer Informationsversammlung in die Scheune von Benjamin Roder nach Seitenthal ein.

Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Gemeinderat für eine Bauvoranfrage zum Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage und Lagerhalle in Münchsreuth. Im Außenbereich gelegen, bedarf es allerdings noch der Erschließungsvereinbarungen mit der Gemeinde und dem Wasserzweckverband der Seitenthaler Gruppe zur Wasserver- und Entsorgung des Grundstücks.

Im Tremmersdorfer Baugebiet Maifurt war die Erschließungsstraße „Zum Mühlbach“ gemäß dem Bayerischen Straßen- und Wegegesetz öffentlich zu widmen. Der Beschluss erfolgte einstimmig. Im Anfragenteil der Sitzung wünschte sich Gemeinderat Josef Rupprecht aus Haselbrunn eine zügige Gräbenreinigung und Säuberung der Straßenränder in bestimmten Gebieten. „Dou wous zwickt, kann der Bauhof nacharbeiten“, versprach der Bürgermeister und versicherte, bei einem Ortstermin mit Josef Rupprecht die weiteren Bauhofeinsätze zu besprechen.

Nun ist die Siedlungsstraße "Zum Mühlbach" auch offiziell eine Straße im Sinne des Bayerischen Straßen- und Wegegesetzes. Die neue Anliegerstraße ist 345 Meter lang und erschließt das Baugebiet Maifurt in Tremmersdorf.
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Karl-Werner Schramm

Nachbar muss ordentlichen Kinderspielplatz Münchsreuth nach wie vor puschen

Im Oktober 2019 kam die erste Nacht- und Nebelaktion des Bürgermeisters Nickl, nachdem er von Rechtanwälten belangt und auf Gemeindekosten beraten werden musste, endlich den Kinderspielplatz in Münchsreuth entsprechend des Wunsches der Erblasserin des Grundstückes an die Gemeinde umzusetzen.
Denn seit 1992 waren weder die Spielgeräte, noch die Gestaltung nach Einführung der DIN 18034 legal, so dass man froh sein kann, dass keine Personenschäden dort registriert werden mussten.
Der Unterzeichnende hatte zuletzt Rasen gemäht und die Hygienevorschriften der DIN umgesetzt, nachdem das Grundstück mehr und mehr verkam und zudem es sich bewährt hatte, vorwiegend von nicht berechtigten Personen ab 14 Jahren genutzt zu werden.
In Folge beantragte die Gemeinde und erhielt eine Baugenehmigung mit Auflagen der Einhaltung u.a. der lesenswerten DIN 18034 (https://usb-net.de/wpcontent/uploads/2017/04/SozialSicherheitAufKinderspielplaetzen.pdf); hier nur ein Auszug:
„Damit die Kinderspielplätze den pädagogischen, gesundheitlichen und städtebaulichen Anforderungen entsprechen, sollten Jugend-, Gesundheits-, Schul-, Sport-, Bau- und Garten-bauamt zusammenwirken unter Beteiligung von erfahrenen sozialpädagogischen Fachkräften, Juristen und auch der Elternschaft.
Ein- und Ausgänge sind so zu gestalten, dass den Kindern das Verlassen des Spielplatzes bewusst wird, z.B. durch versetzte Abgrenzungen (Schleusen)
Wo die vorhandene Fläche es zulässt, sollten Kinderspielplätze für alle Altersstufen angelegt werden mit lockerer Abgrenzung der Spielbereiche für die verschiedenen Altersgruppen (etwa 3–6, 6–12, 12 Jahre und darüber) durch Sträucher. Die Abgrenzung soll so beschaffen sein, dass gegenseitige Beeinträchtigungen weitgehend vermieden werden.“
Und vieles mehr wurde trotz Bauauflage und trotz intensiver Vorschläge aus der Elternschaft nicht umgesetzt. Leider ist der Platz selbst für Kinder bislang eher langweilig und die Bestuhlung erinnert eher an einen Grillplatz. Sitzgelegenheit und Tische im Kinderformat sind nicht vorgesehen. Insofern gilt zukünftig für die Nutzung sicher eine besondere Aufmerksamkeit aus der Bevölkerung für Vorkommnisse (s. DIN) und deren Verfolgung durch die Aufsichtsbehörden zu schenken. In der jetzigen Ausstattung provoziert die Gemeinde hier Fehlverhalten.
Es wäre besser wenn die Kinder zu ihrem eigenen Schutz wüssten, wo der Spielplatz genau ist und wer dort sein darf.
Der Platz soll offenbar zudem als nicht eingezäunter Bolzplatz genutzt werden, hoffentlich nur bis 14 Jahre, denn sonst fliegen die Bälle ins benachbarte Gewässer als Gefahrenquelle nach DIN oder fliegen in den Sitz- und Spielbereich, da bislang aus Geldmangel und verpassten Förderungen und Genehmigungen für Schutzzäune kein Geld bereit liegt. So wie das bei Sportstätten eben ist, bedarf es 4 m hoher Zäune auf den Torseiten und mindestens 2 m zu den seitlichen Gefahren- oder Gefährdungsflächen. Aber wer muss als „Gemeindechef“ schon solche Auflagen überhaupt beachten? Weitere Institutionen, die bei der Planung (es gab ja keine) einzubeziehen sind (s. DIN) mussten durch den Unterzeichnenden involviert werden, damit es wenigstens etwas kindgerecht wird aber keine Kinderei bleibt.
Das Landratsamt hat da sicher Nachholbedarf und auch die Finanzaufsicht, denn hier wurde auch scheibchenweise finanziert, was nicht den kommunalen Gepflogenheiten entsprechen darf. Der Spielplatz im benachbarten Speinshart kostete mindestens 150000€ und in Münchsreuth soll das wohl auf Sparflamme so nach und nach auf mindesten 70000€ kommen müssen, wenn man überhaupt die Auflagen beachtet. Dafür benötigt man jedoch Finanzierungsbeschlüsse und nicht nur Kleingeld und Eigensinn. Für die gesamte Gemeinde Speinshart sind nur 15000€/a für Spielplätze vorgesehen und demnach ist auch der Bauzustand in Münchsreuth und die Fürsorge in der Vergangenheit. Allein die jährlichen Begehungen durch unabhängige Inspektoren werden davon 30 % verschlingen ohne dass die Mängelbeseitigung erfolgt ist. Aber ein Fahrbahnteiler in Speinshart ins Nichts mit mindestens 10 % Eigenleistung (also etwa 15000 €) der Steuerzahler hat da bisher natürlich Vorrang beim Gemeinderat vor der Umsetzung einer ordentlichen Planung (s. DIN) und Finanzierung eines Spielplatzes.
Zum Schluss Klartext:
Kinder sind Personen im Alter von 0 bis zum vollendeten 13-ten Lebensjahr. Sie unterliegen dem Jugendschutzgesetz mit Abwesenheitspflicht im öffentlichen Raum ohne Begleitung Erwachsener ab 20 Uhr, in Ausnahmefällen z.B. bei Kinobesuchen muss der Film um 20 Uhr enden.
Die deklarierten Öffnungszeiten in Münchsreuth sind jedoch bis 21:30 vorgesehen, auch im Winter nicht nur bis zur Dämmerung. Welcher Klientel für die Nutzung nach 20 Uhr oder in der Dämmerung soll hier eigentlich Vorschub geleistet werden und hat es in der Gemeinde und ihrem „Chef“ immer noch nicht gedämmert, was es bedeutet einen ordentlichen Kinderspielplatz in Münchsreuth zu betreiben?
Karl-Werner Schramm
Münchsreuth

26.08.2020