14.03.2019 - 13:38 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Vorbildlicher Übungsfleiß

76 Aktive und zusätzlich 17 Nachwuchskräfte - das ist rekordverdächtig für eine Dorffeuerwehr. In Speinshart gehört es zum guten Ton, Brandschützer zu sein. Kommandant Christian Höllerl sieht die Entwicklung mit großer Freude.

Mit zahlreichen Ehrungen anerkennt Kommandant Christian Höllerl (links) die hohe Leistungsbereitschaft der Aktiven.
von Robert DotzauerProfil

Nur wenig auszusetzen hatte er in der Generalversammlung der Wehr an seinen Aktiven. Kritik war deshalb in seinem Bericht Fehlanzeige. Weil die Aktiven zu einem Brandeinsatz gerufen worden waren (wir berichteten), verlas Vorsitzender Stefan Schedl den Bericht des Kommandanten, der mit einer umfangreichen Statistik einherging.

Doch viel wichtiger waren für den örtlichen "Feuerwehr-General" die Menschen, die im Berichtszeitraum hinter Zahlen und Leistungen standen. Zuallererst gratulierte Höllerl den Kameradinnen Nicole Kroher, Lea Diepold und Teresa Schraml sowie den Jungfeuerwehrlern Andre Gradl und Bastian Schmidt zur Volljährigkeit und damit zur Aufnahme in die aktive Wehr.

Es folgte eine Erläuterung der insgesamt 33 Einsätze im Berichtszeitraum mit insgesamt 392 Einsatzstunden. Der Aktiven-Sprecher erinnerte unter anderem an Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, der Beseitigung von Ölspuren, Unwettereinsätzen und Unterstützungsmaßnahmen im Zuge der Freiwilligkeit. Dabei handelte es sich vor allem um Verkehrslenkungen und -absicherungen sowie eine Sicherheitswache. Auch mit Fehlalarmierungen musste die Wehr umgehen.

Bei Löscheinsätzen in Eschenbach, bei Penzenreuth und bei Schlammersdorf habe die Truppe für ihr umsichtiges und routiniertes Handeln besondere Anerkennung erfahren, erklärte der Kommandant. Ein dickes Lob galt dabei seinem Stellvertreter Andreas Stadler sowie den Brandschützern Johann Meyer, Thomas Reis und Sebastian Müller als den Aktiven mit den meisten Einsätzen.

Unzufrieden zeigte sich Christian Höllerl mit der Technik: „Die SMS-Alarmierung ist unzuverlässig.“ Sie habe als ergänzende Alarmierungsart des Öfteren komplett versagt. Der Kommandant kündigte deshalb eine Umstellung auf eine zuverlässige Feuerwehr-App mit Einsatzstichworten an.

Allerdings sei auch diese kein Allheilmittel. Besonders bei unpopulären Einsätzen wie einer Ölspur-Beseitigung oder einem Brandmelder-Alarm könne sich eine zuverlässigere Alarmierung auf die Einsatzstärke der Mannschaft auswirken, mutmaßte er.

In seinen weiteren Ausführungen beleuchtete der Oberfeuerwehrler die Aus- und Weiterbildung und verwies auf zahlreiche Schulungs- und Übungseinheiten. Er sprach von 31 Übungen, Unterrichtsabenden sowie Objektbegehungen und verwies auf drei souveräne Leistungsprüfungen mit Leistungsabzeichen bis zur fünfmaligen Auszeichnung in der Endstufe Gold/Rot.

In Zusammenarbeit mit der Patenfeuerwehr Grafenwöhr kündigte Höllerl für 2019 eine spezielle Leistungsprüfung für Technische Hilfeleistung an. Er erinnerte zudem an Einsatzübungen an Objekten mit den Wehren aus Tremmersdorf und Eschenbach, an Objektbegehungen und an einen Unterrichtstag zum Thema Flüssiggas.

Stolz ist der Kommandant auf seine breit aufgestellte Mannschaft mit dem Ehrgeiz zur Fortbildung. Er lobte den Besuch von Andreas Stadler, Sebastian Müller, Johann Meyer und Christian Felber beim Fahrsicherheitstraining, die Teilnahme am Maschinisten-Lehrgang durch Daniel Ackermann, Sebastian Haimerl und Stefan Neubauer sowie die erfolgreiche Weiterbildung von Michael Melchner und Christian Felber zu Atemschutzgeräteträgern.

Der Aktiven-Chef verwies zudem auf die Beförderung von Thomas Reis und Vorsitzendem Stefan Schedl zu Brandschutzerziehern, die Lehrgangsteilnahme von Andreas Stadler mit der Anerkennung als Gerätewart und die mehrtägige Weiterbildung von Sebastian Müller, Thomas Reis, Wolfgang Merkl, Wolfgang Wagner und Christian Felber zur „Qualifizierten Ersten Hilfe im Feuerwehrdienst“. Schließlich würdigte der Kommandant das „Weber Rescue Teamtraining“ in Theorie und Praxis von Stefan Sollner, Christian Felber und Johann Meyer bei der Feuerwehr in Grafenwöhr.

Den Jahresbericht ergänzte Höllerl mit seinen vielfältigen Verpflichtungen und Fortbildungsmaßnahmen als Kommandant einschließlich der Neuordnung der Modularen Trupp-Ausbildung. Nach Informationen über kleinere Ersatzbeschaffungen beleuchtete er die Arbeiten am Gerätehaus-Anbau und lobte den Gemeinsinn seiner Wehrmänner unter der Regie von Johann Meyer sowie Stefan und Richard Neukam. Höllerl zeigte sich optimistisch, unter dem Motto „viele Hände, schnelles Ende“ rasch abzuschließen.

Dem Dank an die vielen Brandschützer, jeder an seinem Platz, und an den Bürgermeister mit Gemeinderäten folgte die Ehrung von Aktiven. Das erste Dienstgradabzeichen erhielten Lea Diepold, Andre Gradl, Nicole Kroher, Bastian Schmidt und Teresa Schraml. Das Atemschutzabzeichen ging an Christian Felber und Michael Melchner, das Maschinisten-Abzeichen an Daniel Ackermann, Sebastian Haimerl und Stefan Neubauer.

Es folgten Auszeichnungen für langjährigen aktiven Dienst. Mit Altersabzeichen für 30 Jahre wurden Thomas Ackermann, Günther Diepold und Günther Sollner gewürdigt. Das Dienstaltersabzeichen für 20 Jahre Feuerwehrdienst überreichte der Kommandant Florian Lehner, Roland Lins, Tobias Merkl und Sebastian Müller.

In Würdigung für zehnjährige Dienstzeit bekamen Christopher Neukam, Jürgen Seitz und Felix Steinkohl das erste Dienstaltersabzeichen. Gemeinsam begrüßten Kommandant Christian Höllerl, Vorsitzender Stefan Schedl sowie die Jugendwarte Stefan Neubauer und Stefan Herbert die Jungfeuerwehranwärter Leon Diepold, Bianca Herbert und Lukas Neukam mit Handschlag.

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