Speinshart
14.07.2019 - 11:27 Uhr

Warten auf ein großzügiges Förderprogramm

Wer rastet der rostet. Deshalb gibt es im Klosterdorf Speinshart kein Rasten. Auf Bürgermeister und Ratsversammlung wartet die nächste Großbaustelle

Der Dorfbrunnen inmitten der mustergültig sanierten Gebäude des großen Klosterhofes plätschert wieder Bild: do
Der Dorfbrunnen inmitten der mustergültig sanierten Gebäude des großen Klosterhofes plätschert wieder

Im Informationsteil der Gemeinderatssitzung richtete Bürgermeister Albert Nickl den Blick auf den Gemeindekindergarten. Die Kindertagesstätte ist ein Sanierungsfall. Nickl sprach in der Gemeinderatssitzung von erneuerungsbedürftigen Fenstern und besseren Be- und Verschattungsmöglichkeiten. „Die Sommersonne strahlt unbarmherzig“. Es wunderte nicht, dass der Bürgermeister versicherte: „Wir sind schon länger am Ball“. Diesen „Ball“ schießt der Gemeindechef unentwegt gegen Zuschussgeber.

Einen weiteren Silberstreif am fernen Horizont hat der Sitzungsleiter schon entdeckt. Es ist die auf Bundesebene in Bewegung geratene Klimadiskussion. Daraus resultierend heißt es für die Kommune, geduldig auf eine Förderchance zu warten. „Wir rechnen mit einem neuen Gebäudeprogramm zur Energieeinsparung“, zeigte sich der Gemeindechef optimistisch, zu gegebener Zeit alle Förderchancen zu nutzen. Der Bürgermeister kündigte ein erstes Treffen mit einem Planer an, um grobe Kosten zu ermitteln.

Einen Schritt weiter ist die Gemeinde mit der Scheunensanierung. Nach Abschluss des Millionen-Projekts „Haus der Dorfkultur“ will die Kommune die benachbarten Scheunen auf Vordermann bringen. Für die von der Gemeinde erworbenen Gebäude läuft die Ausschreibung, teilte der Bürgermeister mit. Auch die weiteren Pflichttermine sind eingetaktet. Die Angebotseröffnung findet am 30. Juli 2019 statt. Die Auftragsvergabe folgt in der Gemeinderatssitzung am 13. August. Ziel ist der Abschluss der Bauarbeiten bis zum großen Gemeindejubiläum im kommenden Jahr.

Schon in voller Fahrt sind andere Baumaßnahmen. Der Bürgermeister berichtete von erfreulichen Baufortschritten zur Erschließung des Baugebietes Maifurt in Tremmersdorf und verband die Zwischenbilanz mit einem Lob an die Baufirma. Anerkennung fand auch die Zimmerei für die zügige Erstellung der Holzständerkonstruktion der Gemeinschaftshalle in Münchsreuth. „Da entsteht neben dem Hirthaus ein wunderschöner Dorfmittelpunkt“, kommentierte der aus Münchsreuth stammende Bürgermeister das Projekt, um gleichzeitig den Gemeinsinn der Dorfbewohner für ihre ehrenamtlichen Einsätze zu loben.

Weitere Informationen gab es zu den Bauhofeinsätzen. Wegen des krankheitsbedingten Ausfalles von Roland Hörl bat der Bürgermeister um Geduld. Einige Arbeiten müssten deshalb noch ein bisschen warten, so Nickl. Vollzug meldete er für die Reparatur des schmucken Brunnens und des Wasserbeckens im großen Klosterhof.

„Die Erlebbarkeit verbessern“. Unter diesem Motto steht die unter ökologischen Gesichtspunkten geplante Entlandung der Creußen im Bereich des Gemeindegebietes. Das Wasserwirtschaftsamt entwickle derzeit mit einem Fachbüro ein Gesamtkonzept, teilte Nickl mit und versicherte die Einbindung aller Betroffenen. Der Bürgermeister rechnet mit der Vorstellung eines ersten Vorentwurfes bis zum Spätherbst. In diesem Zusammenhang gab der Bürgermeister an den Gemeinderat ein Informationsblatt des Bayerischen Landesamtes für Umwelt zum Schutz vor Hochwassergefahren weiter. Einzelheiten und viele Tipps zur Hochwasservorsorge sind unter www.hochwasserinfo.bayern de zu finden.

Im öffentlichen Teil der Ratsversammlung erteilte das Gremium den eingereichten Bauanträgen für den Neubau eines Nebengebäudes in Kellerhaus und für den Neubau eines Einfamilienwohnhauses im neuen Baugebiet Maifurt in Tremmersdorf das gemeindliche Einvernehmen. Gegen einen Tekturantrag auf Neugenehmigung mit teilweise schon vollzogenen Veränderungen für den Betrieb einer Biogasanlage stimmte Stadtrat Johann Mayer.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.