Dieser Mann war Zeit seines Lebens ein Spielberger. Er wurde dort geboren, ging in die Dorfschule und hat dort als leidenschaftlicher Landwirt gearbeitet. In der Nacht auf Samstag ist Alfred Grötsch – der „Simmer Alfred“ – im Alter von 84 Jahren verstorben. Die Begräbnismesse zelebrierte Pfarrer Norbert Götz in der Lennesriether Jakobuskirche. Manuela Grünauer, Hans-Peter Reil und Georg Schmidbauer umrahmten das Requiem.
„Wie Gott will“ war ein Spruch, der Alfred Grötsch sein Leben lang begleitet hat. Acht Geschwister hatte er auf dem Spielberger Simmerhof, er selbst war der Drittälteste. Im Mai 1967 hat er auf dem Fahrenberg seine Frau Johanna geheiratet. Drei Töchtern und einem Sohn haben sie das Leben geschenkt, inzwischen haben sie auch fünf Enkel und einen Urenkel. Grötsch war ein überzeugter Landwirt, selbst kurz vor seinem Tod hat er sich auf der Intensivstation noch nach der Landwirtschaft daheim erkundigt.
Ausgesprochenes Kraftpaket
Auch für die Waldarbeit konnte er sich begeistern, wobei ihm keine Arbeit zu schwer war. Alfred Grötsch war ein ausgesprochenes Kraftpaket. Kein Wunder, dass er zu den Gründern der Seilzieher der Fahrenbergauswahl gehörte. „Alfred Grötsch war ein starker und leidenschaftlicher Kämpfer der legendären Schwergewichtsmannschaft der Fahrenberger“, stellte Bürgermeister Georg Bocka am Grab fest. Der „Simmer Alfred“ war hilfsbereit und humorvoll und hat gerne mit den Menschen gescherzt. Der Brand des Schweinestalls im Jahr 2012, aus dem Grötsch noch mit viel Glück entkam, hatte ihn allerdings Zeit seines Lebens verfolgt.
Grötsch war beim Spielberger Schützenverein Tell seit 68 Jahren Mitglied, seine politische Heimat fand er seit 1971 beim CSU-Ortsverband Waldthurn. Gerne ist er bei seinen Runden rund um Spielberg anzutreffen gewesen, und der Verstorbene war ein tiefgläubiger Christ – „Wie Gott will“ eben. Seit dem Feuerwehrfest in Spielberg im Jahr 1991 ist er – als Mann mit der Lederhose – Jahr für Jahr am Sonntag zu Fuß zum Fahrenberg zum Gottesdienst gegangen.
Nach verschiedenen gesundheitlichen Problemen ist er ins Klinikum gekommen und nun leider verstorben. Kameraden der Feuerwehr Spielberg trugen den Sarg zum Grab, der der Verstorbene im Jahr 1961 beigetreten war. Die Waldthurner Bläsergruppe begleitete die Beisetzung am Lennesriether Friedhof.













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