15.03.2019 - 12:48 Uhr
StadlernOberpfalz

Baumpflege bleibt ein Dauerthema

Der Gemeinderat kann erneut auf ein schuldenfreies Haushaltsjahr zurückblicken. Die Baumpflege ist nicht nur am Ratstisch ein Thema. Bei der Dorferneuerung ist die Meinung der Bewohner gefragt.

Bäume zuschneiden oder - wenn notwendig - entfernen. Ein oft häufiges und auch leidiges Thema stand bei der Gemeinderatsitzung in Stadlern auf der Tagesordnung. Das Bild zeigt den Baumwuchs unterhalb des Feuerwehrhauses.
von Ludwig HöcherlProfil

Mit der Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2018 befasste sich der Gemeinderat in Anwesenheit einiger Zuhörer im ersten Tagesordnungspunkt seiner Sitzung. Bürgermeister Gerald Reiter hieß dazu auch Waldemar Hansl von der Verwaltung willkommen, der das Gremium über die Zahlen informierte.

Mit Einnahmen und Ausgaben von 960 687 Euro schließt der Verwaltungshaushalt ab. Dem Vermögenshaushalt, dessen Einnahmen/Ausgaben 479 057 Euro betragen, konnten 299 252 Euro zugeführt werden. Der Soll-Überschuss von 1800 Euro wurde zu Gunsten der allgemeinen Rücklage verbucht. Die einstimmige Billigung des Zahlungswerks enthielt die sich in 2018 ergebenden überplanmäßigen (über 750 Euro) und außerplanmäßigen (über 400 Euro) Überschreitungen der Ansätze im Haushaltsplan. Zum Ende des vergangenen Jahres betragen die Rücklagen der seit 2010 schuldenfreien Kommune 545 589 Euro.

Bäume zuschneiden und pflegen oder entfernen? Zu diesem immer wiederkehrenden Thema im Gemeinderat – und auch wegen Anfragen betroffener Bewohner und Anrainer beim Bürgermeister – hatte Gerald Reiter bei der Sitzung umfangreiches Bildmaterial vorgelegt. Vereinzelt würde der Baumwuchs Gebäude durch die Wurzeln beschädigen, häufig werde durch das dichte Laub eine Austrocknung des Mauerwerks verhindert. Ferner seien Verschmutzungen ärgerlich und, wie bei dem zuletzt aufgetretenen Sturm, bergen morsche oder herabfallende Äste Gefahrenpotential.

Zum Erhalt von alten Bäumen verwies Gerald Reiter auf die gespaltene Meinung in der Bevölkerung. "Wir wollen nicht alle zur Debatte stehenden Bäume entfernen" betonte der Bürgermeister. Generell, so die Meinung am Ratstisch, seien Überlegungen anzustellen, wie weit Erhalt und Pflege Sinn machen. Zu hinterfragen sei aber auch, ob die große Anzahl der Bäume, speziell beim Feuerwehrhaus oder beim Sportplatz, notwendig sei. Die Meinung der Gemeinderäte zur Baumpflege war schließlich, dass diese, auch aus Kostengründen, Zug um Zug erfolgen sollte. Als erstes werde beim Feuerwehrhaus an der Seite zur Hauptstraße ein Baum entfernt und die anderen zugeschnitten. Wegen Maßnahmen an Bäumen, soweit diese als Naturdenkmal eingestuft sind, werde sich die Verwaltung mit dem Landratsamt in Verbindung setzen.

Unter "Informationen" verwies der Bürgermeister auf ein Treffen mit seinem Amtskollegen in Rybnik, bei dem dieser zu verschiedenen Veranstaltungen die Einladung aussprach. Ferner gab Reiter bekannt, dass sich die Gemeinde bei passender Witterung damit befasst, verschiedene Wege im Ort und außerhalb (unter anderem beim Wirtskreuz und Häuslweg) vernünftig befahrbar zu machen.

Am Montag, 25. März, ist die Bevölkerung in den Unterrichtsraum der Feuerwehr zu einer Bürgerversammlung eingeladen. Thema ist die in Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Entwicklung (ALE) Tirschenreuth geplante Dorferneuerung. Diese sei von der Behörde für das Jahr 2020 in Aussicht gestellt. Die Bewohner können sich dabei mit Ideen zu eigenen Vorhaben oder mit Gestaltungsvorschlägen innerhalb der Gemeinde einbringen.

Zum Schluss des öffentlichen Teils hatte der Bürgermeister noch einen Hinweis: Wer den Maibaum für dieses Jahr stiften möchte, könne sich mit ihm in Verbindung setzen.

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