(mmj) Zu Fuß hatten sich Wallfahrer-Gruppen aus Schönau, Tiefenbach und Schönsee auf dem Weg nach Stadlern gemacht. Wie bereits in den Vorjahren, zogen von Schönsee aus auch wieder Reiter mit ihren Pferden, Kutschen und Wagen zum höchsten Fest in Stadlern. Für die meisten war dann das Angebot von Kaffee und Kuchen am Kirchenvorplatz willkommen.
Zum Festgottesdienst versammelten sich die Ortsvereine und die inzwischen in großer Zahl eingetroffenen Pilger und zogen, voran Ministranten mit Kreuz und Fahnen, mit der Blaskapelle, den Ehrengästen und den Priestern, zum Kalvarienberg. Am Freialtar nahe der Kreuzigungsgruppe begrüßte Geistlicher Rat Michael Reitinger die Teilnehmer am Festgottesdienst.
Bedeutender Festtag
Der Geistliche freute sich über die vielen Wallfahrer, die zu Ehren der Gottesmutter nach Stadlern gekommen waren. Sie alle, unter ihnen Landrat Thomas Ebeling, Staatssekretärin a. D. Marianne Deml, Bürgermeister und Gemeinde- und Kreisräte aus der Region, hätten sich auf dem Weg gemacht, um an der Wallfahrt Kraft zu schöpfen und eines der größten kirchlichen Feste im Grenzland mitzufeiern. Dankesworte richtete der Priester an die Stadlerner für die Vorbereitungen zu diesem Fest und hob das Engagement von Ehrenbürger Michael Koller beim Aufstellen der Sitzbänke am Altar hervor. Mit großer Freude hieß Pfarrer Reitinger Weihbischof Reinhard Pappenberger als Hauptzelebrant und Festprediger willkommen und dankte dem Ruhestandsgeistlichen Martin Särve aus Regensburg für sein Kommen. Der gebürtige Weidinger halte den Festlichkeiten am Frauentag seit Jahren die Treue. Mit am Altar standen bei diesem Gottesdienst Pater Joseph, Urlaubsvertretung des Schönseer Pfarrers Wolfgang Dietz, Diakon Hans Winter, Oberviechtach, und Pastoralreferent Stefan Knott aus Charlottenthal.
Verbundenheit zu Maria
"Jeder, der bei Maria Zuflucht suchte, fand diese auch bei der Gottesmutter", betonte in seiner Festpredigt Weihbischof Reinhard Pappenberger, der sich gerne in die Reihe der großen Schar der Wallfahrer stellte. Die Entstehung der Wallfahrt sei wohl auch in diesem Ort aus einer Dankbarkeit entstanden, ein Hufeisen an der Kirche gebe dazu auch einen Hinweis. Besonders eigen nannte das Mitglied in verschiedenen Kommissionen der Deutschen Bischofskonferenz das Gnadenbild in der Stadlerner Wallfahrtskirche. Eigenartig, aus Erden gebrannt, habe es während der Kriegswirren viele Generationen überstanden. Eigenartig sei auch, dass oft Marienbilder entlang der Grenze Beschädigungen aufweisen. Dennoch verbliebe durch alle Zeiten die Verbundenheit der Menschen zur Gottesmutter und zu ihren Darstellungen in den Wallfahrtsorten. Die Verbundenheit zu Maria sei immer Hoffnung für Zuflucht und Trost. "Besonders an Gedenktagen der Gottesmutter heben sie die Gläubigen als die Fürsprecherin heraus, die neben und über ihnen steht." Der Weihbischof rief in seiner Predigt den Besuch von Papst Benedikt in seiner bayerischen Heimat vor der Mariensäule in Erinnerung. Mit Zepter und Krone zeige dieses Bild, dass bei der Gottesmutter die Macht in guten Händen liege. “Wenn wir die Spur Marias mitgehen wollen, sollen wir Christen auf das Vertrauen in Maria bauen”, so der Weihbischof und Titularbischof von Aptuca (Tunesien).
Pferdesegnung
Nach dem Festgottesdienst, den die Blaskapelle unter Leitung von Franz Riedl begleitete, weihte Reinhard Pappenberger die Kräuterbüschel, die die Gläubigen zur Weihe mitgebracht hatten. Weihwasser sprengte der Weihbischof auch auf die vorbereiteten Brote und Büschel mit Karotten für die Pferde, die Pater Joseph segnete. Mit einem gemeinsam gesungenen Marienlied endete der eindrucksvolle Gottesdienst am Kalvarienberg am Festtag der Aufnahme Marias in den Himmel.



















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