Stadlern
24.05.2019 - 16:47 Uhr

Von Krankenpflege bis Hausnotruf

Schmal ist oft der Grad zwischen Gesundsein und Pflegebedürftigkeit. Im Bedarfsfalle bieten die Angehörigen der Caritas-Sozialstation und der Krankenpflegeverein wertvolle Hilfe.

Über einen sehr guten Besuch der Jahreshauptversammlung des Krankenpflegevereins (KPV) im Aufenthaltsraum des ehemaligen Pfarrhofs freute sich Vorsitzende Petra Wurm. 146 Personen sind aktuell im Mitgliederverzeichnis eingetragen.

Claudia Reiter von der Caritas-Sozialstation Oberviechtach informierte umfassend über die im Bereich des KPV Stadlern erbrachten Leistungen. 19 Patienten wurden im vergangenen Jahr bei 2109 Hausbesuchen mit 6252 medizinischen und sonstigen Verrichtungen betreut. Die Verhinderungspflege wurde von zwei, das Betreute Wohnen Daheim von vier Mitgliedern in Anspruch genommen. Den Service "Essen auf Rädern" nutzten Mitglieder 99 Mal.

Weiter informierte die Caritas-Mitarbeiterin über den ambulanten Hospizdienst, für den im Bezirk der Sozialstation Oberviechtach 25 ausgebildete und ehrenamtlich tätige Männer und Frauen zur Verfügung stehen. Es sei immer mehr der verständliche Wunsch, dass schwerstkranke Menschen so lange wie möglich zu Hause bleiben und ihre Familie mit der gewohnten Umgebung um sich haben. Ergänzend dazu stellte Claudia Reiter die spezialisierte Palliativ-Versorgung im Landkreis Schwandorf vor.

Erfreulich sei für Patienten und deren Angehörige die Einführung des Landespflegegeldes in Höhe von 1000 Euro pro Jahr. Diese finanzielle Leistung des Staats können Personen ab dem Pflegegrad zwei erhalten. Die Beantragung erfolgt einmalig, eine Fortbezahlung besteht so lange, wie die Voraussetzungen für diese Leistung bestehen. Dabei ist es nebensächlich, ob die pflegebedürftigen Personen in einem Pflegeheim untergebracht sind oder zu Hause versorgt werden. Mit den seit 2017 geschaffenen Pflegegraden (vorher Pflegestufen) werden Menschen mit geistigen und seelischen Benachteiligungen ebenso berücksichtigt wie mit körperlichen Beeinträchtigungen. Ergänzende Information erhielten die Besucher in der allgemeinen Aussprache auch darüber, in welchen Fällen der KPV Zahlungen erbringt wenn Leistungen von der Krankenkasse abgelehnt werden.

Interessant war für die vielen Anwesenden der Hinweis auf das Hausnotrufsystem, das vor allem für alleinstehende Personen bei kurzfristig auftretenden Krankheitssymptomen von Nutzen sei. Generell stehe die Caritas-Sozialstation in Oberviechtach für alle Fragen um die häusliche Pflege jederzeit unter Telefon 09671/91199 beratend zur Verfügung.

 
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