(mmj) "Des woa zu unserer Kinderzeit scho wos bsonders", meinte ein älterer Gemeindebürger, der einen Teil seines Kirwageld damals für "Roßwirscht" ausgab. Heute schlängeln sich die Stände der Fieranten von der ehemaligen Schule bis zum Ortsausgang Richtung Schwarzach. Artikel für den Haushalt oder für den persönlichen Bedarf haben die Standlleut' dabei. Aber auch gegen Hunger und Durst der Besucher wird an jeder Ecke gesorgt: Ob Kaffee oder Kuchen, Gegrilltes oder (immer noch) Roßwürste sind im Angebot. Da machten es sich die Gäste gerne auf den Bierzelttischen gemütlich und nahmen sich auch Zeit zum Plaudern.
Zufriedene Standlleut'
"Das Wetter hat heuer gepasst" meinte der Eisverkäufer, der bereits während des Nachmittags ausverkauft war. Holz- und Korbwaren hatte ein Händler aus Schöllnach aufgebaut. Seit zwei Jahrzehnten kommt dieser nach Stadlern und ist im kommenden Jahr mit Sicherheit, wie er sagt, wieder dabei. "Die Stammkunden wären enttäuscht, wenn ich nicht da wäre", sagt eine Fierantin, über deren Stand das Plakat "Gewürze-Bonbon-Tee" hängt. Seit 30 Jahren fährt sie in den Grenzort und freut sich über die vielen bekannten Gesichter und auf einen Ratsch.
Gebrannte Mandeln gehen immer, hören wir von einem Markthändler, der aus Oberfranken kommt. Seine Eltern waren erstmals vor 20 Jahren am Frauentag dabei und er setzt diese Tradition selbstverständlich fort. "Farbenfroh und bunt durchs Leben" ist für ein Ehepaar aus dem Landkreis Neustadt/Waldnaab das Motto ihres Marktstandes. Buntes Emailgeschirr und selbstgenähte Taschen präsentierten sie dem Publikum in Stadlern erstmals auf den ihnen zugewiesenen Platz. Ob sie wiederkommen entscheiden die beiden daheim nach dem Kassensturz, sagt die Frau lachend. Sie freute sich über die vielen Besucher und über die Herzlichkeit die sie an diesem Tag erlebten. Den ganzen Tag über war das Personal am Stand der "Ukraine-Hilfe" in Aktion. Sie können sich auf viele hungrigen und durstigen Besucher verlassen, die ihre seit Jahren bekannte soziale Aktion unterstützen.
Für sozialen Zweck
Aber nicht nur Geselligkeit und Unterhaltung waren beim weltlichen Teil des Marienfestes im Wallfahrtsort Trumpf. Die Münchener Medizin Mechanik (MMM) hatte einen Infostand über verschiedene Berufe aufgebaut und am Sportplatz sahen die Zuschauer, wie jedes Jahr am Frauentag, ein Fußballspiel der Ersten Mannschaft der SpVgg Schönseer Land.



















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