18.08.2020 - 14:26 Uhr
StadlernOberpfalz

Neuauflage zur Dorferneuerung in Stadlern

Das Thema “Dorferneuerung” lebt wieder auf. Wurde das zukunftsweisende Projekt im Herbst vergangenen Jahres vom Gemeinderat ad acta gelegt, gibt es jetzt eine Neuauflage.

Im Focus der Neuauflage der "Dorferneuerung" steht bestimmt auch das alte Polizeihaus, das aktuell als Mulitfunktionsgebäude ein kleines Museum, den Jugendraum, das Archiv der Gemeinde und die Gemeindekanzlei beherbergt.
von Ludwig HöcherlProfil

Dass die Dorferneuerung nach wie vor in der Bevölkerung Interesse findet, bewiesen auch die vielen Zuhörer, die Bürgermeister Gerald Reiter bei der Sitzung des Gemeinderats begrüßen konnte. Reiter informierte das Gremium darüber, dass der Antrag für die “Einfache Dorferneuerung 2023” vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) positiv beschieden wurde. Die anwesenden Fachleute, Architekt Christian Schönberger und Landschaftsplanerin Anne Wendel von "landimpuls" aus Regenstauf, erläuterten dazu Einzelheiten.

Auch für Privatpersonen

Generell seien gute Konzepte und hinter Veränderungen zu stehen, Voraussetzung für den Erfolg, meinte Christian Schönberger in seinen Ausführungen. Für den Einsatz von Fördergeldern gelte es, eine entsprechende Kulisse im Hintergrund zu schaffen. Im vergangenen Jahr wurden bereits viele Ideen gesammelt. In dem nun anzupackenden Projekt liegt nicht nur der Fokus auf dem Ort Stadlern, sondern ebenso auf allen Gemeindeteilen. In den Genuss von Bauberatungen käme nicht nur die Kommune, sondern auch Privatpersonen, die sich für Investitionen interessieren.

Neue Grundlage für die Dorferneuerung

Stadlern

Schönberger sieht in Schindeldächern und einzelnen Scheunen mit verschiedenen Bautypen wahre Schätze, die es zu erhalten gelte. Für die in der Region liegenden alten Zollhäuser oder Polizeistationen sei das kommunale Denkmalgesetz von Bedeutung. Anhand einer Skizze stellte der Architekt jene Bereiche der Gemeinde vor, die unter dem Ensembleschutz fallen. Am Ratstisch wurden ergänzend Stimmen zur Einbindung des Skizentrums Reichenstein deutlich. Bisherige Überlegungen wurden noch nicht realisiert.

Aufeinander abstimmen

Als Chance für die künftige Ausrichtung der Gemeinde sah Anne Wendl die Möglichkeit, Vorhaben mit öffentlicher Förderung umzusetzen. Überlegungen wie “was gibt die Landschaft und die Investitionsfreudigkeit” her, seien zu berücksichtigen. Grundsätzlich sei zunächst der Ist-Bestand festzustellen, Knackpunkte zu selektieren und diese aufeinander abzustimmen. Nicht außer Acht zu lassen sei der demographische Wandel, der Erhalt der Kulturlandschaft sowie die Nahversorgung und das Gewerbe. Diese würden den Gemeinschaftsgeist und die Identität der Bewohner fördern.

Der Bürgermeister und die Gemeinderäte sahen in der Neuauflage der “Dorferneuerung” eine Herausforderung, die nur gemeinsam mit der Bevölkerung zielführend die Weichen für die Zukunft stellen könne.

Ein weiterer Punkt der Sitzung war die Entscheidung über die Finanzierung der beschlossenen Umrüstung der Straßenbeleuchtung. Die Kosten sind im Haushalt 2020 berücksichtigt und werden in einer Summe, so die einhellige Meinung im Gremium, bezahlt.

Geld für Tierheim

Für das Tierheim in Schwandorf wird von der Gemeinde ein jährlicher Beitrag von 50 Cent pro Einwohner entrichtet. In ihrer letzten Dienstversammlung verständigten sich die Bürgermeister des Landkreises nach Antrag der Leitung des Tierheims darauf, dass dieser Betrag auf einen Euro erhöht wird. Dazu wird separat eine Einmalzahlung von 50 Cent/Einwohner geleistet. Mit der Zustimmung zu dieser Regelung sieht der Gemeinderat ergänzend eine Anerkennung der ehrenamtlich Tätigen in dieser Einrichtung. Ein Antrag für die Jugendförderung der Spielvereinigung Schönseer Land wird in der nächsten Sitzung behandelt.

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