09.06.2021 - 10:39 Uhr
StadlernOberpfalz

In Stadlern soll der Dorfbrunnen wieder sprudeln

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„Den ursprünglichen Dorfbrunnen der Gemeinde reaktivieren, das Umfeld aufwerten und eine Sitz- und Rastgelegenheit schaffen.“ Dieses Ziel setzt sich Tobias Eckl, obwohl das Projekt auf seinem Grundstück liegt.

Tobias Eckl will in Stadlern einen alten Brunnen reaktivieren.
von Ludwig HöcherlProfil

Das „Amt für ländliche Entwicklung“ stellt den Mitgliedsgemeinden, Vereinen und Privatpersonen in der „ILE Brückenland Bayern-Böhmen“ ein Budget zur Verfügung, mit dem von staatlicher Seite zukunftsträchtige Kleinprojekte finanziell gefördert werden. Besonders erfreulich ist für ILE-Manager Christian Karl, der die Projekte der Investoren begleitet, wenn solche Unternehmungen von privater Seite in Angriff genommen werden. In Stadlern packt Tobias Eckl die Neugestaltung des Dorfbrunnens an.

Von verschiedenen Projekten in den ILE-Kommunen animiert, entschied sich Eckl dafür, diese Aktion anzugehen. Wenn auch die Wasserstelle auf seinem Privatgrundstück liegt, soll das Areal jedoch für Jedermann quasi als Ruheplatz zugänglich sein. "Damit profitiert auch die Öffentlichkeit von der Neugestaltung", ergänzt der Zweite Bürgermeister der Gemeinde Stadlern.

Vor längerer Zeit hatte Tobias Eckl den Brunnen provisorisch mit einer Steinplatte abgedeckt und darauf eine Schwingkolbenpumpe montiert. Mit der Neugestaltung soll zunächst der Brunnen entsandet und tiefer gefasst werden. Dazu wird die Brüstung erhöht und das Umfeld des Brunnens befestigt. Mit dem Anbringen eines Schutzgitters wird die Unfallgefahr gerade für Kinder ausgeschlossen. Die Schwingkolbenpumpe wird künftig mit einer Solarpumpe aktiviert. Außerdem soll das Umfeld des Brunnens mit Sitzgelegenheit und Grünanlage aufgewertet und attraktiv gestaltet werden. Somit kann auch ein altes Eisenkreuz im näheren Umfeld des Brunnens wieder in die Gesamtszenerie eingegliedert werden.

Das Projektvorhaben wurde vom Entscheidungsgremium der ILE Brückenland Bayern-Böhmen positiv bewertet und für eine Förderung im Regionalbudget 2021 ausgewählt. Die Reaktivierung des Dorfbrunnens wird nun, sofern alles den Budgetvorgaben entspricht und fristgerecht bis zum 20. September dieses Jahres umgesetzt wird, vom „ILE Zusammenschluss Brückenland Bayern-Böhmen“ aus Mitteln des Regionalbudgets unterstützt. Die Zuwendungen erfolgen aus dem Fördertopf der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“(GAK), gemäß den Finanzierungsrichtlinien Ländliche Entwicklung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Es handelt sich somit hauptsächlich um Bundes- und Landesmittel.

Vorausgegangen war die Prüfung der Förderfähigkeit der Projektidee durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz (ALE Oberpfalz). Unterhaltungsarbeiten an intakten Brunnenanlagen fallen nicht darunter. In Stadlern handelt es sich aber um eine Reaktivierung und somit eine wesentliche Verbesserung des Zustandes. Folglich gab es vom ALE Oberpfalz grünes Licht. Christian Karl wurde als ILE-Umsetzungsbegleiter eingeschaltet.

Der ILE-Manager sprach Tobias Eckl ein großes Lob für diese Idee aus. Projekteideen aus der Zivilgesellschaft seien, so Karl, beim Regionalbudget "immer gerne gesehen". Christian Karl ermutigt Vereine, Unternehmer oder Privatpersonen, mit ihren Ideen an ihn heranzutreten, die Vorhaben zu erläutern und die finanzielle Förderung abzuklären.

Was über die ILE Brückenland Bayern-Böhmen gefördert wird

Oberviechtach
Hintergrund:

Das Regionalbudget

  • Beim Regionalbudget geht es um die Umsetzung von Kleinprojekten. Das heißt die Nettokosten für eine geplante Maßnahme dürfen 20.000 Euro nicht übersteigen, wobei je eingereichtem Kleinprojekt die Fördersumme auf maximal 10.000 Euro begrenzt ist. Kleinprojekte mit einem Zuwendungsbedarf unter 500 Euro werden nicht gefördert.
  • Eine Änderung gegenüber dem Vorjahr gibt es: Für 2021 ist eine Förderung von Eigenleistungen nicht mehr vorgesehen.
  • Gefördert werden können Kleinprojekte die der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts dienen und somit den Zweck verfolgen, das Gebiet der ILE Brückenland Bayern-Böhmen als Lebens-, Arbeits-, Erholungs-, Kultur- und Naturraum zu sichern und weiterzuentwickeln.
  • Projekte die bereits begonnen wurden, sind nicht förderfähig.

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