18.08.2019 - 11:57 Uhr
StadlernOberpfalz

Mit Vertrauen in die Zukunft blicken

Nach dem Festgottesdienst am Kalvarienberg ziehen die Teilnehmer zum Sudetenkreuz. Seit fast 70 Jahren wird am Frauentag dort der Verstorbenen und der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht.

Bürgermeister Gerald Reiter rief bei seiner Ansprache am Sudetenkreuz die Geschehnisse um das Jahr 1946 in Erinnerung.
von Ludwig HöcherlProfil

"Alljährlich am 15. August wird hier an die Geschehnisse um das Jahr 1946 und später gedacht und inne gehalten!" Mit diesen Worten unterstrich Bürgermeister Gerald Reiter bei seiner Ansprache am Sudetenkreuz die Bedeutung der Gedenkfeier für die Heimatvertriebenen und deren Vorfahren.

Das vor über 70 Jahren Geschehene sei einigen Teilnehmern, die alles persönlich erlebten, sicher noch sehr nahe. Die Vorkommnisse von damals seien zudem durch Generationen im Familienkreis weitergegeben worden. Die Schuldigen von damals auszumachen, so der Bürgermeister weiter, liege heute nicht in unserer Verantwortung.

In einem Europa ohne Krieg und vereint durch offene Grenzen sollte es gelingen, Kontakte und Freundschaften zu schließen. Dennoch würde man am sich heutigen Frauentag und bestimmt auch in den nächsten Jahren an dieser Stelle an das Leid und der Schmerz von Eltern und Großeltern besinnen und der Verstorbenen gedenken. Weiter hofft Gerald Reiter, dass alle in Frieden auf dieser Erde leben können, Not und Flucht sollte erst gar nicht entstehen. Nach einem gemeinsamen Gebet sprach für die Heimatvertriebenen Rudolf Lohwasser, der ebenfalls wie der Bürgermeister, an das Sudetenkreuz eine Blumenschale stellte. Das von zwei Bläsern intonierte Böhmerwaldlied bildete den Abschluss der besinnlichen Gedenkfeier.

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