20.06.2018 - 14:30 Uhr
Stein bei PfreimdOberpfalz

Nasses Spektakel in Stein

Das Festtagsessen zum Bennofest ist kaum verdaut, da beginnt schon das sehnlichst erwartete „Fischerstechen“ in der Pfreimd. 14 Mannschaften treten zum Wettkampf an.

Die Siegerehrung nahmen Lisa Demleitner (Dritte von links) und Kommandant Karl Striegl (rechts) vor. Im Bild links daneben die Feuerwehr Stein und die "Haubentaucher", vorne die Nabburger Fußballmädchen und hinten links die Musikanten "Mir Kiener Bairisch".
von Anton (Rufn. Toni) WildProfil

Nach dem kirchlichen Teil des Bennofestes ging es gleich früh am Nachmittag weiter. Als Höhepunkt organisierte die Feuerwehr Stein mit ihrem Vorsitzenden Christoph Striegl zum wiederholten Mal das spannend-lustige Fischerstechen. 14 mutige Mannschaften mit originellen Namen wie „Haubentaucher“, „Die Schöne und das Biest“ und Mitglieder des Pfreimder Stadtrats nahmen teil. Neben dem Zelt auf dem Festplatz am Ufer der Pfreimd warteten schon gespannt zahlreiche Zuschauer auf den Anpfiff durch Kommandant Karl Striegl, der moderierend den Wettkampf leitete. Für gute Stimmung sorgte im Hintergrund musikalisch die Gruppe „Mir Kiener Bairisch“.

Striegl erklärt kurz die Regeln. Der Kampf laufe im K.o.-System: "Wer als Erster fällt, hat verloren. Schläge unter der Gürtellinie sind verboten". Am Steg stehen die beiden großen Schlauchboote bereit. Die Spannung steigt, als die beiden ersten Mannschaften, die „Haubentaucher“ und der „Wernberger Kirwaverein“ in den Booten Platz nehmen. Je zwei Ruderer sitzen an den Seiten, in der Mitte auf dem langen Brett nimmt der „Steuermann“ Platz. In der Flussmitte angekommen, balanciert jeweils der „Stecher“ mit seiner gepolsterten Lanze zur Spitze der weit überstehenden Bohle, die er nicht mehr verlassen darf. Wie beim Ritterturnier die Reiter bewegen sich die Boote aufeinander zu und es kommt zum unvermeidlichen Zusammentreffen der Kombattanten. Sie versuchen sofort, sich durch Stöße aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Dabei kommt es sicher nicht nur auf Kraft, sondern noch mehr auf Geschicklichkeit und Stehvermögen an, wie die erfolgreichen Fußballmädchen vom TV Nabburg dreimal gegen Männermannschaften bewiesen. Sie müssen sich nur gegen den späteren Sieger geschlagen geben. Es wird erbittert gekämpft und dabei muss zur Freude und Erheiterung der Zuschauer unweigerlich einer „baden gehen“, was bei dem Sommerwetter in der warmen Pfreimd für die Geschlagenen erträglich ist.

Zum Schluss setzte sich souverän die „Feuerwehr Stein“ durch, deren stärkster Gegner wohl der Stadtrat war. Auf dem zweiten Platz folgten die „Haubentaucher“ und den dritten Platz belegten die tapferen „Nabburger Fußballmädchen“. Den Mannschaften wurden bei der Siegerehrung von zweiter Vorsitzender Lisa Demleitner und Kommandant Karl Striegl gestaffelte Geldbeträge überreicht. Für die besten Kostüme wurde der Stadtrat ausgezeichnet. Im Anschluss an die Siegerehrung konnten die Gäste die unterschiedlichen leckeren Kuchen der „Stoiniger“ Frauen genießen. Um 17 Uhr verfolgten alle im „Feierwehrstodl“ auf der Großleinwand das Auftaktspiel Deutschland gegen Mexiko. Dass kein Sieg gefeiert werden konnten, tat der Stimmung anschließend im Festzelt keinen Abbruch.

Bilder vom Fischerstechen

Nur gegen den Sieger, die Feuerwehr Stein, mussten sich die Nabburger Fußballmädchen geschlagen geben.
Die Stecher stehen sich erbittert gegenüber.
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