Treffpunkt war die Erlebnisholzkugel am See. Der promovierte Politikwissenschaftler Nasser Ahmed (35) ist der Sohn eritreischer Einwanderer und in Nürnberg zur Welt gekommen. Dort ist er Vorsitzender der SPD und Mitglied im Stadtrat. Der begeisterte Radsportler legte die Strecke von Nürnberg nach Steinberg am See schon einmal mit seinem Rennrad zurück und stieg auf die Kugel. Im Gegensatz zu MdL Ruth Müller (Landshut), die zum ersten Mal hier war.
Für die beiden war es an diesem Tag der fünfte Termin ihrer Sommertour, die unter dem Motto steht: "Hier regiert die SPD". Bürgermeister Harald Bemmerl stellte den Gästen seine "Wohn- und Tourismusgemeinde" vor, die mittlerweile auf 2023 Einwohner angewachsen ist. InMotion-Geschäftsführer Tom Zeller betonte, dass die Holzkugel auch fünf Jahre nach der Eröffnung nichts von ihrer Anziehungskraft verloren habe. Immer noch steigen jedes Jahr 200 000 Besucher zur 40 Meter hohen Plattform hinauf und genießen den Blick über das Seenland.
Kreisvorsitzender Peter Wein machte den Gästen bewusst, "wie die Region den Strukturwandel hinbekommen hat". Generalsekretärin Ruth Müller versicherte ihm: "Wir wollen den Transformationsprozess begleiten". Sie beglückwünschte den seit 2014 "regierenden" Bürgermeister Harald Bemmerl zur Entwicklung seiner Gemeinde. Auch "Vize" Nasser Ahmed bewundert den Mut der Kommune für die "Investition in die touristische Zukunft". Er warf auch einen Blick auf die 17 Chalets am Seeufer, die ebenfalls zum Park gehören.
Die Sommertour der Generalsekretäre begann am Montag in Bayreuth und endet nach 19 Terminen am Freitag in Zwiesel. Der Besuch des Oberpfälzer Seenlandes gehöre dabei zu den Höhenpunkten, versicherten die SPD-Politiker. Acht Kommunen und der Landkreis schlossen sich 1997 zum Zweckverband Oberpfälzer Seenland zusammen. Das Gebiet hat 830 Hektar Wasserfläche und ist damit die wasserreichste Region Ostbayerns.
Die Gemeinde Steinberg kaufte die Seen für den symbolischen Preis von einem Euro und erhielt fünf Millionen Euro Startkapital dazu. Bürgermeister Harald Bemmerl hat für die Zukunft eine Vision: "Wir müssen den Gästen ganzjährige Angebote machen und dazu Förderprogramme auflegen".













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