14.01.2022 - 15:54 Uhr
Steinberg am SeeOberpfalz

Vermisstensuche entpuppt sich als Missverständnis

Ein blauer Mantel hat am Freitagmittag zu einem Großeinsatz in Steinberg am See geführt. Nach rund drei Stunden gab es Entwarnung: Es handelte sich nicht um einen Bademantel, sein Besitzer war wohlbehalten daheim.

Ein blauer Mantel mit Ähnlichkeit zu einem Bademantel hat am Freitagmittag in Steinberg für einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften gesorgt.
von Monika Bugl Kontakt Profil

"Ein Missverständnis, keine Straftat, keine Verletzte": So fasste am Freitagnachmittag ein Beamter der Schwandorfer Polizeiinspektion die Ereignisse zusammen, die zu einem Großaufgebot mit Polizei- und Rettungskräften inklusive Polizeihubschrauber geführt hatten. Ausgelöst wurde die ganze Kette durch den besorgten Anruf einer Frau bei der Polizei. Ihr war gegen 11 Uhr im Reutinger Weg im Vorbeifahren ein Mann aufgefallen, der ihrer Einschätzung nach einen Bademantel trug. Die Beamten mussten annehmen, dass es sich womöglich um eine verwirrte Person handeln könnte.

Daraufhin rückten zehn Polizeibeamte aus Amberg an, um die Schwandorfer Polizeistreife mit sechs Beamten und eine Neunburger Streifenbesatzung bei der Suche zu unterstützen. Feuerwehren aus Steinberg, Altenschwand, Wackersdorf, Alberndorf und Schwarzhofen trafen ein, und der Rettungsdienst war mit drei Fahrzeugen vor Ort. Nachdem eine zweite Mitteilung bei der Polizei eingegangen war, dass ein Herr in einem blauen Mantel mit einem kleinen Kind fußläufig in Richtung See unterwegs sein sollte, wurde außerdem noch die Wasserwacht hinzugezogen.

Nach mehreren Umwegen klärte sich die Sache schließlich durch einen Zufall auf. Ein Polizeibeamter konnte aufgrund der Beschreibung einen Mann ausmachen, der ihm privat bekannt war. Dieser wurde dann auch prompt zu Hause angetroffen. Wie sich herausstellte war der Betreffende mit seinem zweijährigen Sohn zu einem Spaziergang unterwegs gewesen. Er trug dabei auch keinen Bademantel, aber "eine Verwechslungsgefahr war durchaus möglich", räumte am Freitag ein Polizeibeamter gegenüber Oberpfalz-Medien ein. Um 14.25 Uhr war der Einsatz dank dieser guten Nachricht schließlich beendet.

In diesem Fall kam Hilfe zu spät

Regensburg
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