16.09.2019 - 17:16 Uhr
StörnsteinOberpfalz

Grundstein für Kulturscheune

Am Baukran weht die Gemeindefahne. Einen wichtigen Tag für Störnstein, nennt es Bürgermeister Markus Ludwig. Der Festakt der Grundsteinlegung an der Kulturscheune ist ein wichtiger symbolischer Schritt.

Die beiden Bürgermeister Eka Reber und Markus Ludwig (von links) füllen die Edelstahlkartusche mit Plänen, der Tageszeitung "Der Neue Tag" und die Euromünzen im Wert von 3,88 Euro. Diplom-Ingenieur Jochen Rosner (rechts) schaut genau zu.
von Werner ArnoldProfil

Zum Jahreswechsel 2014/2015 hatte die Gemeinde das Anwesen mit der Nummer 5 erworben. Haus und Grundstück umfassten 33 Hektar. Der Hausname „Beim Pruischütz“ kam 1717 auf das Anwesen. Erstmals erwähnt wurde es in den Geschichtsbüchern 1514 mit Hans Bauer. Am längsten war der Hof aber im Besitz der Familie Pruischütz von 1717 bis 1861. Der letzte Eigentümer war Fritz Grundler.

Erster Bürgermeister Markus Ludwig begrüßte die Mitarbeiter der Architekten, Planungsbüros und bauausführenden Firmen,Gemeinderäte und Kämmerer Andreas Voigt. Durch ihr Erscheinen würden sie bestätigen, dass sie hinter dem Projekt stehen und bestrebt sind, den zum Teil beschwerlichen Weg, auch weiterhin mitzugehen.

"Nach langen Ringen in verschiedenen Behörden, bekamen wir für das 1,4-Millionen-Euro-Projekt eine Förderzusage von 581.165,24 Euro aus dem ELER-Programm", erzählte Ludwig. "Auch wenn schon viel auf der Baustelle geleistet wurde, steht uns noch ein langer Weg davor." Die aktuelle Situation in der Bauwirtschaft sei leider nicht gut. Man müsse aber positiv in die Zukunft schauen. "Obwohl schon etliche Steine verbaut sind, können wir den Grundstein ins Mauerwerk einfügen."

Erster Bürgermeister Markus Ludwig und Zweiter Bürgermeister Eka Reber füllten die Edelstahlkartusche mit Plänen, der aktuellen Tageszeitung „Der Neue Tag“, sowie 3,88 Euro an aktuellen Münzgeld. Anschließend trugen sich alle ins goldene Buch der Gemeinde ein und es ging in die Zoiglstube Zum Mundl.

Die Kulturscheune solle ein Ort für alle Störnsteiner Bürgerinnen und Bürger werden. Das Geld das hierfür in die Hand genommen werde, soll das Leben der Gemeindebewohner bereichern. "Das Wirtshaussterben macht auch bei uns nicht Halt. Wir müssen für die Zukunft gerüstet sein. Wir schaffen Möglichkeiten, in denen Kulturveranstaltungen und Versammlungen unkompliziert möglich sind." Hierbei hätten die Vereine aus der Gemeinde eine wesentliche Aufgabe. Sie seien alle in die Planungen mit einbezogen worden. Die Vereine seien diejenigen, die die Kulturscheune mit Leben erfüllen dürfen und müssen. Es sei kein Denkmal, das sich ein Bürgermeister oder Gemeinderat setze.

Diplomingenieur Jochen Rosner vom Planungsbüro Greiner erläuterte an Hand eines 3-D- Bildes, wie die Scheune aussehen wird. So wird es einen Raum für bis zu 120 Personen und einen Multifunktionsraum für bis zu 25 Personen geben. Dazu kommen laut Plan noch verschiedene Funktionsräume. Die Hoffläche wird gepflastert und für Veranstaltungen im Freien ist eine Pergola vorgesehen. Mit der Fertigstellung wird im Frühsommer 2020 gerechnet.

Die beiden Bürgermeister legen die Kartusche ins Mauerwerk.
Selbst mauern die beiden Bürgermeister im Wechsel die Kartusche ein

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