05.12.2019 - 16:14 Uhr
StörnsteinOberpfalz

Netzwerk will Energie sparen

Im Gemeindezentrum Störnstein findet das vierte Treffen des Energieeffizienz-Netzwerks Nordoberpfalz statt. Neben der Diskussion über aktuelle Projekte erlegen sich die Mitglieder ein gemeinsames Energieeinsparziel auf.

Die Teilnehmer am 4. Energieeffizienz-Netzwerktreffen Nordoberpfalz.
von Werner ArnoldProfil

Zu Beginn der Veranstaltung mit dem Thema „Photovoltaik – Potenziale und Anreize für Bürger und Industrie“ blickte Ingo Endres vom Institut für Energietechnik GmbH (IfE) kurz auf das erste Netzwerkjahr zurück und gab den Kommunalvertretern Informationen zu zwei aktuellen kommunalen Förderprogrammen mit auf den Weg.

IfE-Projektleiter Simon Heim ging in seinem Sachstandsbericht auf alle aktuell behandelten und für die weitere Netzwerkphase noch geplanten Projekte der beteiligten Kommunen ein. Anschließend legten sich die Netzwerkteilnehmer auf ein gemeinsames Energieeinsparziel fest. Die Kommunen vereinbarten unverbindlich Einsparungen von zehn Prozent des Wärme-, sowie fünf Prozent des Strombedarfs bis zum Ende der dreijährigen Netzwerklaufzeit.

Im anschließenden Fachvortrag von Heim ging es über Potenziale und Anreize für Photovoltaik, wichtige rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen und die momentane Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen. Zielgruppe war schwerpunktmäßig auf die Gruppe der privaten Haushalte. Zudem wies Heim auf Fördermöglichkeiten bei Stromspeichern und anhand der Beispiele zweier Kommunen auf die Möglichkeit hin, regionale, kommunale Förderprogramme für den Bürger zu schaffen.

Um die Thematik auch aus der Sicht von Kommunen und der Industrie zu beleuchten, präsentierte David Dannhäußer von der Firma Natur-Energietechnik zwei zuletzt umgesetzte PV-Projekte in der Gemeinde Flossenbürg. Exemplarisch für Potenziale in der Industrie wurde die PV-Anlage der Firma Schulte & Schmidt mit einer Leistung von knapp 300 Kilowatt vorgestellt. Beispielhaft für die Handlungsmöglichkeiten von Kommunen wurde die Anlage am Campingplatz Gaisweiher mit einer Gesamtleistung von rund 80 Kilowatt präsentiert. Thomas Meiler, Bürgermeister der Gemeinde Flossenbürg, erläuterte die ursprüngliche Initiative und den Werdegang beider Projekte. Die Runde diskutierte im Anschluss darüber, wie auchGewerbe und Industrie dazu animiert werden könnten, die vielerorts vorhandenen solaren Potenziale auszuschöpfen.

Zum Abschluss des Netzwerktreffens hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, diese beiden Anlagen vor Ort zu besichtigen und von Firma Dannhäußer aus erster Hand Informationen zu Besonderheiten bei der Umsetzung zu bekommen.

Hintergrund zum Energieeffizienz-Netzwerk:

Im Februar 2019 wurde das Energieeffizienz-Netzwerk Nordoberpfalz mit Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) offiziell gegründet. Teilnehmende Kommunen sind die Gemeinde Flossenbürg, die Gemeinde Störnstein, der Markt Eslarn, der Markt Floß, der Markt Leuchtenberg, der Markt Plößberg, der Markt Tännesberg und die Stadt Vohenstrauß. Netzwerkträger ist das Institut für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (IfE).

Die Kommunen versprechen sich aus dem 3-jährigen Projekt zum einen konkrete, fachlich wichtige Impulse zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Steigerung der Energieeffizienz durch die technisch-wissenschaftliche Beratung des IfE. Zum anderen wollen die Partner voneinander lernen und sich über die realisierten Projekte austauschen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.