24.01.2019 - 12:22 Uhr
StörnsteinOberpfalz

Schreiben gegen Stromtrasse

Schwere Geschütze fuhren die Gemeinderäte in der ersten Sitzung des Jahres gegen den geplanten Süd-Ost-Link auf.

von Werner ArnoldProfil

Schwere Geschütze fuhren die Gemeinderäte in der ersten Sitzung des Jahres gegen den geplanten Süd-Ost-Link auf. Die Stromtrasse könnte an Oberndorf und Lanz nahe dem Aussiedlerhof Bauer Richtung Störnstein, am Badeweiher vorbei durch die Weiheranlagen hinüber zum „Gigl“ vorbeilaufen. Einwände sind nur noch bei der Bundesnetzagentur bis April möglich. "Mitte des Jahres soll die Entscheidung bekannt gegeben werden, wie hart es unsere Gemeinde trifft", erklärt Bürgermeister Markus Ludwig.

Karlheinz Schreiner mahnte den Abstand zu den Wohngebieten an. "Wir brauchen die Trasse aber gar nicht." Johann Confal sorgt sich um den Hochwasserschutz. "Die Stromtrasse ruiniert unsere Gemeinde und transportiert Braunkohlestrom", schimpft Hubert Meiler.

Bürgermeister Ludwig legte ein Schreiben an Politiker und der Bundesnetzagentur vor. Eka Reber sprach sich für schärfere Formulierungen aus. Reber ist zudem von Landrat Andreas Meier enttäuscht, der für eine Erdleitung sei. "Wir müssen im Haushalt Finanzmittel für einen Rechtsbeistand bereitstellen."

Auch Gerhard Troppmann und Konrad Schell stellen die Trasse infrage gestellt. Bürgermeister Ludwig forderte seine Gemeinderäte auf, die neue Formulierung per E-Mail an ihn zu senden. Bis zur nächsten Sitzung am 12. Februar soll das Schreiben fertig sein.

Keine Einwände gab es zum Wasserrechtsverfahren für den Teichwirtschaftlichen Beispielbetrieb Wöllershof des Bezirks. Dabei wird Wasser aus der Schlattein entnommen und wieder eingeleitet. Notfalls kann sich der Betrieb Wasser aus der Waldnaab holen.

Eine Nutzungsänderung beantragen die Besitzer Gleißner und Kraus der Biogasanlage nähe des Lanzer Weges. Hier soll die Gasblase abgebaut werden . Die Anlieferung des Vergärungsmaterials erfolgt zwischen 8 und 20 Uhr. Es soll vor allem Geruchsbelästigung im benachbarten Baugebiet vermieden werden, auch im Hinblick auf eine Erweiterung. Dazu werden die Fachstellen des Landratsamts um ihre Einschätzung gebeten.

Grünes Licht erhielt dagegen Christian Meiler. Er kann im Görnitzweg ein Einfamilienhaus mit Carport errichten. Die Blitzschutzanlage für die Kulturscheune liefert für 11878 Euro die Firma SEL aus Warmensteinnach. Keinen Bedarf sehen die Gemeinderäte für den Energiemonitor des Bayernwerks. Zudem sind die Kosten von 2000 Euro übertrieben. "Wie viel Strom der Bürger verbraucht ist doch nicht unsere Sache", sagte Eka Reber.

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