Bereits eine Stunde vor der offiziellen Öffnung des Weihnachtsmarktes standen die Besucher am Samstag an der Eingangstür zum Gemeindezentrum in Störnstein. „Die Menschen haben wieder ein Bedürfnis, auf solche Märkte zu gehen“, stellte Bürgermeister Markus Ludwig fest. Rund 20 Aussteller waren dieses Mal dabei. „Heuer sind es zwar nicht so viele Aussteller wie gewohnt, doch alle waren froh, dass wieder ein Weihnachtsmarkt stattfinden kann“, ergänzte Organisatorin Renate Maier.
Die Störnsteinerin war vor fast 30 Jahren Initiatorin des Marktes, organisiert seit dem alljährlich Aussteller, Vereine und Dekoration und ist selbst mit einem Töpfer-Stand vertreten. „Die Vorbereitung des Marktes beschäftigt mich eigentlich das ganze Jahr über“, gesteht sie. Alleine die von ihr überall aufgehängten selbst gebastelten Sterne bedürfen eines großen Zeitaufwands. Doch der Aufwand hat sich rentiert. Die weihnachtliche Dekoration sorgte für ein herrlich vorweihnachtliches Flair.
Dazu trugen natürlich auch die angebotenen, überwiegend selbst von Hand hergestellten, Artikel bei. Angeboten wurden unter anderem Strickereien und Stickereien, Töpferkunst, Metall und Holzdekorationen, Betonarbeiten, Steinmalereien und Schmuckarbeiten. Erika Pöllath aus Neustadt bot Puppen in verschiedenen Größen und Bekleidungen an, alle hergestellt nach Walldorf-Art. Vom Kopf bis zur Kleidung stellt sie alles selbst her, formt Körperteile, bemalt die Gesichter. Sie braucht drei bis vier Wochen für eine Puppe. Schnapsbrenner Wolfgang Kriechenbauer bot an seiner aufgebauten Brennerei sieben Liköre, sechs Raritäten und 14 verschiedene Schnäpse an. „Zu den Raritäten gehört heuer erstmals ein Streuvados, der fünf Jahre im französischen Limousin Eichenfass gereift ist“, erklärte er.
Angelika Franke ließ sich beim Gravieren von Glas über die Schulter schauen und Korbflechter Helmut Stürber aus Amberg führte seine Handwerkskunst an seinem Stand zwischen den Weihnachtsbuden im Außenbereich live vor. „Ich war über 40 Jahre als Rettungssanitäter tätig. Das Korbflechten ist seit über 20 Jahren mein Ausgleichssport“, bemerkte er. An den Buden, am Lagerfeuer und im Café in der Halle boten Störnsteiner Vereine Kaffee und Kuchen, Gegrilltes und Glühwein an.
















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