19.05.2019 - 19:50 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Strache-Video entlarvt Märchen der Rechtspopulisten

Volksnah, unbestechlich, patriotistisch: So geben sich die Rechtspopulisten zu gerne in der Öffentlichkeit. Das heimlich aufgenommene Ibiza-Video von Heinz-Christian Strache zeigt aber genau das Gegenteil. Ein Kommentar von Julian Trager.

Gestolpert über das Ibiza-Video: Heinz-Christian Strache, Bundesobmann der FPÖ und Vizekanzler, erklärte am Samstag seinen Rücktritt von beiden Posten.
von Julian Trager Kontakt Profil
Kommentar

Das Ibiza-Video entlarvt die großen Lügen der Rechtspopulisten. Die - ob sie jetzt aus Österreich, Italien oder Deutschland kommen - geben sich ja nur allzu gerne volksnah, sauber, unbestechlich und natürlich patriotistisch. Pustekuchen!

Volksnah? Einer von uns? Heinz-Christian Strache, nun Österreichischer Ex-Vizekanzler, sitzt, das belegt das Video, in einer Luxus-Villa, schlürft Schampus, diniert Thunfischtatar und plaudert mit einer angeblichen russischen Oligarchen-Nichte über millionenschwere Spenden und Aufträge.

Sauber? Unbestechlich? Strache erklärt, wie man das österreichische Spendensystem umgehen kann, über einen gemeinnützigen Verein, vorbei am Rechnungshof. Dieser Weg ist, so Strache im Video, in seiner Partei FPÖ bereits etabliert.

Patriotistisch? Österreich zuerst? Nun ja, zu allererst kommt: Strache. Auf dem Weg nach ganz oben ist alles erlaubt - sofern es ihm Vorteile bringt. Da kommt das viele Geld der angeblichen Putin-nahen Millionärin gerade recht. Dass Russland damit Einfluss auf Österreich bekommt? Egal, Hauptsache Strache und seiner FPÖ bringt's Stimmen. Das Video zeigt: Die Rechtspopulisten würden für Einfluss und Macht ihre Oma verkaufen - und manche sogar Teile des ach so geliebten Vaterlands.

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