Das Trio Crissy Simon, Stefan Brock und Markus Moosburger zieht auf ihren Musikinstrumenten flott spielend in den bis auf den letzten Platz besetzten Saal ein. Die "Bauernseufzer" - so ihr Künstlername - "frein se, dass so vüill kumma sein" und stellen sich vor. Sie kommen aus dem Landkreis Neumarkt und wollen "heute Abend in ein kleines oberpfälzisches Dorf mit einer Kirche, einem Wirtshaus und Vereinen zum Programm 'Grod schäi is' entführen."
"Täglicher Wahnsinn"
Urbayerisch erzählen die drei jungen Künstler vom täglichen Wahnsinn "dahoam" und der neugierigen Nachbarin, die über alles Bescheid weiß. "Das Leben ist ein Wettkampf mit dem Nachbarn", merkt Crissy Simon bissig an und schlüpft in die Rolle der "Öiznbeierin" als "alte Ratschn". In urwüchsiger Mundart erzählt sie übersprudelnd in den verschiedensten Stimmlagen und mit Körpersprache alle Dorfneuigkeiten, geht zum Publikum, zieht es mit ein und sprüht von Spontanität - und immer wieder kommt Szenenapplaus auf. Unglaubliche Erlebnisse beim "Kammafensterln" bietet Stefan Brock in originellen mitreißenden Worttiraden dar und strapaziert die Lachmuskeln.
"Grod schäi is"
Zum Erstaunen ihrer Mitspieler stylt sich Crissy Simon für einen Wettbewerb als Schönheitskönigin, kehrt zurück und sagt überzeugend schmunzelnd "I ho gwunna" und bietet die "Hymne an die Schönheit" als Couplet voller Begeisterung und Ironie dar und meint: "I ho die natürliche Schönheit" und nimmt den Schönheitswahn auch noch auf die Schippe.
Das Programm "Grod schäi is" vergegenwärtigt in deftiger Wirtshausunterhaltung das Dorfleben früher und heute, geht auf Entwicklungen ein und zeigt verschiedene Charaktere im Dorf auf. Volksmusik, Gesang und Wirtshauskabarett, die Einbindung des Publikums und Spontaneität sind belebende Elemente. Die "Bauernseufzer" sind bekannt aus BR-Sendungen wie "Wirtshausmusikanten". Sie traten auch beim heurigen Oktoberfest auf. Nach dreistündiger deftiger, urbayerischer Unterhaltung lautete die Botschaft: "Red's Dialekt und geht's ins Wirtshaus. dass Leit zsammakumma". Nach drei Zugaben erhob sich das dankbare Publikum zu "Standing Ovations". Eine Besucherin traf den Nagel mit der Anmerkung auf den Kopf: "Schäi wors und vuill hobe glacht."














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