Beschwingt stimmte das „Ehemaligen Orchester Fensterbach“ auf das Jubiläum im Bodensteinersaal ein. Vorsitzender Uwe Schröder hieß die Ehrengäste sowie die Repräsentanten der mit Symbolen am Baum befestigten Zünfte und Vereine willkommen. Sein Dank galt Bürgermeister Hans Prechtl für die Unterstützung.
Zwei neue Schilder gesellen sich zum Zunftbaum. Schröder erinnerte an die Schildermaler als wohl den ältesten Fachbereich des Malerhandwerks. Die Schilderer – auch Schilter oder Schidner genannt – gründeten bereits 1197 in Magdeburg die Zunft. Ihre Malerei wird zu Recht als „Gebiet der höheren Malerei“ angesehen. Als Gestalter und Maler der Schilder für den Baum der Stullner Zunftbaumfreunde seit Vereinsgründung erhielt Wolfgang Rübe einen starken Applaus. Die Vereinsmitglieder schenkten ihrem Kunstmaler als Anerkennung zum Jubiläum ein Zunftbaumschild.
Das „Ehemaligen Orchester Fensterbach“ (EOF) – gegründet vor 20 Jahren auf Initiative des Ehrenpräsidenten Edi Zinkl – trat bereits achtmal zum alljährlichen Zunftbaumfest auf „Heuer erhält die Kapelle ihr eigenes Symbol, denn Musik ist eine der schönsten Zünfte“, so Vorsitzender Uwe Schröder im Beisein von EOF-Leiter Josef Kirchberger.
Fachgerecht befestigten Anton Koller und Peter Schatz vor einer großen Besucherkulisse bei sonnigem Herbstwetter die beiden Schilder im untersten Bereich des prächtigen Zunftbaumes. „Herzlich willkommen ‒ zehn Jahre Stullner Zunftbaumfreunde“ in großen Lettern an der Stirnseite im Saal rückte den Festanlass ins Zentrum. Vorsitzender Uwe Schröder streifte in humorvollen Worten die Entstehungsgeschichte, sprach diverse Feste und Aktivitäten an und blickte auch auf die sieben mehrtägigen Fahrten seit 2011 zurück.
Zwischen dem Stullner Gemeindewappen an der Spitze des Zunftbaumes und dem Wappen der Familie Bodensteiner am unteren Ende sind nun seit der Gründung 2008 insgesamt 16 Schilder jeweils als Paar gegenüber angebracht, freute sich Uwe Schröder.
Bürgermeister Hans Prechtl gratulierte im Namen der Gemeinde Stulln. Als Mitglied begleitet er die Stullner Zunftbaumfreunde. Gründungsvorsitzender Uwe Schröder habe eine aktive Vereinsgemeinschaft gegründet. Auch nicht-bayerische Traditionen wie das "Boßeln" werden gepflegt. Beim Fest wird dann ein Spezialgericht aus Grünkohl, kräftig gewürzter Wurst und Grütze aufgetischt. Maibaum und Zunftbaum ergänzen sich ‒ und eine neue Nische wurde besetzt.













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