12.02.2019 - 11:28 Uhr
StullnOberpfalz

Den Glauben ins Leben tragen

Ein ungewohntes Bild im Altarraum der St.- Barbara-Kirche Stulln: Sängerin Astrid Harzbecker gibt ihr Debüt, das zur gesanglichen Sternstunde wird.

Sängerin Astrid Harzbecker (rechts) und ihr Ehemann Hans-Jürgen Schmid (links) - Pianist und Kirchenmusiker - verstehen es, das Publikum mit ihrem 90-minütigen Konzert zu begeistern.
von Herbert RohrwildProfil

Vor sieben Wochen war das Gotteshaus Herzstück für das herausragende Adventskonzert der Pfarreiengemeinschaft, nun wurde der nächste musikalische Akzent gesetzt. Festliches Glockengeläut stimmte auf die Veranstaltung ein.

Die Christusfigur mit der heiligen Barbara an der rechten Seite und dem heiligen Wendelin zur Linken ist in rötliches Licht getaucht, der Kirchenraum mit Kerzenlicht erhellt. Die Sängerin steht im Rampenlicht. Die bekennende katholische Christin stellt ihren Auftritt unter den Leitgedanken „Die Schöpfung Gottes und seine Liebe zu den Menschen“.

In ihren hinführenden Worten wendet sich die musikalische Botschafterin an die Besucher, unter ihnen Pfarrer Heinrich Rosner, Pfarrvikar Joseph Kokkoth und Dekanatsmusiker Michael Koch: "Der Mensch muss im Einklang mit der Natur leben".

Mit „Sehnsucht, das alte Lied der Taiga", brilliert die Interpretin mit sanfter, weicher Stimme und innigem Einfühlungsvermögen. Hans-Jürgen Schmid spricht bei seiner Vorstellung von der „begnadeten Stimme“ seiner Ehegattin. Astrid Harzbecker gliedert ihren eineinhalbstündigen Auftritt in Wortbeiträge als Bekenntnis zum Glauben, zu Gottvertrauen und zur Mutter Gottes als Fürsprecherin, integriert mit innigem Vortrag „Ave Maria, gratia plena…“ von Franz Schubert, „ Ave verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Bewundernswert: Die Musikpädagogin hat ihr gesamtes Programm verinnerlicht und kann sich bei allen Präsentationen mit ganzer Hingabe und Leidenschaft auf die Darbietung konzentrieren.

Ihr gesanglicher Streifzug umfasst bekannte Werke der Kirchenmusik, der Klassik und gern gehörte Volksweisen. Darunter „Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein…“ – ein Wiegenlied – oder „Oh, Maria, schütz die Berge." Die fließenden Orgelinspirationen von Hans- Jürgen Schmid setzen einen weiteren Höhepunkt. „Ich bete an die Macht der Liebe" wird mit Inbrunst und Hingabe zu Gehör gebracht und leitet zum Schlussakkord über. Für das Duo gibt es stehende Ovationen.

Hausherr Pfarrer Heinrich Rosner bedankte sich für das großartige, festliche Konzert und das Hineintragen des Glaubens ins Leben. Als Zugabe erklangen noch „Wenn ich ein Glöcklein wär“ und „Guten Abend, gut` Nacht, mit Rosen bedacht" von Johannes Brahms.

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