Stulln
03.06.2018 - 17:48 Uhr

Auf den Spuren des Flussspat-Bergbaus

Kürzlich besichtigte der Seniorenkreis Stulln  das Areal um die  stillgelegte Grube Hermine am Nebelberg bei Lissenthan. Auf einem Hunt  hält die Aufschrift  „ Letzter Wagen Hermine 27.5.1987“ das historische Datum fest. Rohrwild
Kürzlich besichtigte der Seniorenkreis Stulln das Areal um die stillgelegte Grube Hermine am Nebelberg bei Lissenthan. Auf einem Hunt hält die Aufschrift „ Letzter Wagen Hermine 27.5.1987“ das historische Datum fest.

(ohr) Der Seniorenkreis Stulln besichtigte die stillgelegte Grube Hermine. Die Vorsitzenden Helmut Kramer und Hildegard Gerl begrüßten die Teilnehmer im Umfeld der Venezianerklause. Die Eigentümer des großräumigen Areals - Helga und Konrad Wisneth -, hatten mehrere Tischgruppen unter Bäumen zusammengestellt. Die Eheleute freuten sich über den Besuch und die Gattin übernahm die Führung durch die Klause und anschließend über das ehemalige Grubengelände. Große Beachtung fand die Grubenlok mit einer Schrifttafel zum Werdegang der Grube Hermine. Die Firma Vereinigte Flussspatgruben GmbH Nabburg (VFG) erwirbt 1942 die Abbaurechte am Nebelberg bei Lissenthan Im gleichen Jahr begann die Errichtung des Holz-Förderturmes und die Abteufung auf 120 Meter und der weiteren Verlängerung innerhalb von etwa 35 Jahren auf 270 Meter. Der ursprüngliche, hölzerne Förderturm brannte 1976 durch einen Blitzschlag ab und wurde durch einen eisernen ersetzt. Mit der Rohförderung von 1 666 000 Tonnen Flussspat erreichte die Grube Hermine 18 Prozent der gesamten Gewinnung im Revier Wölsendorf/Nabburg. Bis zu 70 Bergleute waren beschäftigt. Am 27. Mai 1987 verließ der letzte Förderwagen wegen Erschöpfung der Lagerstätte den Schacht.

 
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